HDD und SSD mit Open Source und Freeware testen

Festplattenanalyse zum Nulltarif

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dr. Jürgen Ehneß

Nur keine Scheu – für die hier vorgeschlagenen HDD- und SSD-Untersuchungen benötigt man keinen Schraubendreher.
Nur keine Scheu – für die hier vorgeschlagenen HDD- und SSD-Untersuchungen benötigt man keinen Schraubendreher. (Bild: ©Sergey_Siberia88 - stock.adobe.com)

Mit der Open-Source-Lösung CrystalDiskInfo können Festplatten und auch SSDs überwacht und die Leistung gemessen werden. In diesem Beitrag zeigen wir die Vorgehensweise.

Tools wie CrystalDiskInfo haben die Aufgabe, Hard Disk Drives (HDDs) und Solid State Drives (SSDs) auf Fehler hin zu überwachen und dadurch Ausfälle vorher anzukündigen. Das Tool kann herkömmliche Festplatten sowie SSDs überwachen. Der Vorteil von CrystalDiskInfo besteht auch darin, dass bereits nach dem Start wichtige Informationen angezeigt werden. Zunächst wird sofort ersichtlich, ob eine Festplatte Probleme hat oder ein Defekt vorliegt. Auch die wichtigsten SMART-Daten sowie die aktuelle Temperatur der Festplatte werden angezeigt.

Die Installation von CrystalDiskInfo erfolgt zunächst in Englisch. In den meisten Fällen erkennt der Installationsassistent die Sprache des Betriebssystems und stellt entsprechend die Anzeige um. Soll die Sprache nach der Installation geändert werden, lässt sich das über den Menüpunkt Sprache (Language) leicht durchführen. Hier stehen über verschiedene Menüpunkte zahlreiche Sprachen zur Verfügung.

SMART-Daten im Fokus von CrystalDiskInfo

Die SMART-Technologie (Self-Monitoring, Analysis, and Reporting Technology) analysiert und überprüft Festplatten. Datenträger, die diese Technologie unterstützen, senden die entsprechenden Daten an Tools, die diese auslesen können. Dadurch haben Anwender sofort alle Daten von Festplatten im Griff. Zusätzlich werden auf der Startseite des Tools auch die genaue Bezeichnung der SSD sowie die Seriennummer angezeigt. Auch die Firmware der SSD sowie deren Version sind zu sehen. Das heißt, das Tool hilft dabei zu erkennen, welche SSD in einem PC oder Notebook verbaut ist und wie der Status der Festplatte ist.

Das Tool muss nur einmal gestartet werden. Es liest automatisch alle Datenträger im PC oder Notebook ein. Im oberen Bereich wird anschließend eine Schaltfläche für jede Festplatte eingeblendet. Die Schaltfläche zeigt den Status einer Festplatte sowie die Temperatur an. Durch einen Klick auf die Schaltfläche einer Festplatte wird der Status angezeigt.

Hierüber ist dann auch zu sehen, welche Umdrehungen eine Festplatte hat oder ob es sich um eine SSD handelt.

CrystalDiskInfo bietet verschiedene Anzeigemöglichkeiten. Über das Menü Optionen lassen sich verschiedene Ansichten aktivieren, darunter auch die Ansicht Diagramm. Diese ermöglicht das grafische Aufbereiten von Informationen, wie zum Beispiel den Temperaturverlauf einer Festplatte.

Echtzeitüberwachung von SSD und HDD

Über die Optionen kann auch eingestellt werden, dass CrystalDiskInfo mit Windows startet. In diesem Fall können Festplatten auch im laufenden Betrieb in Echtzeit überwacht werden. Durch Aktivieren der Option Im Infobereich anzeigen werden der aktuelle Status und die Temperatur von Festplatten im Tray-Bereich der Taskleiste angezeigt. Über Optionen\Erweiterte Optionen kann CrystalDiskInfo an die eigenen Anforderungen angepasst werden. Hier besteht zum Beispiel die Möglichkeit, den Windows-Start zu verzögern und die Abfragezyklen zu steuern. Außerdem lassen sich hier verschiedene Informationen ein- und ausblenden.

Über den Menüpunkt Ansicht kann die generelle Anzeige von CrystalDiskInfo angepasst werden. Hier stehen noch die Anzeige mit grüner Farbe sowie die Möglichkeit, die Statusfenster anzupassen, zur Verfügung. Über Festplatten lässt sich die Festplatte wechseln, die aktuell im Fenster angezeigt wird.

10 Cloud-Speicher im Vergleich – Teil 1

Wer ist der günstigste? Wer ist der sicherste?

10 Cloud-Speicher im Vergleich – Teil 1

08.07.19 - Beim Ablegen privater oder unternehmensrelevanter Daten in der Cloud geht es vorrangig um den Preis; darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Sicherheit der Daten. Außerdem spielt bei der Wahl des Anbieters auch eine Rolle, welche weiteren Features die jeweilige Plattform offeriert. Wir untersuchen das Angebot der fünf wichtigsten Cloud-Anbieter mit Servern ausschließlich in Deutschland. lesen

Wichtige Informationen mit CrystalDiskInfo anzeigen

Mit der Software lassen sich also auch Diagnosen und Analysen von Festplatten durchführen. Die Temperatur, Schreib- und Lesefehlerrate, die Betriebsstunden und vieles mehr sind problemlos anzeigbar. In den Standardeinstellungen werden die Daten ausreichend eingeblendet. Wer mit CrystalDiskInfo dauerhaft arbeitet, kann die Einstellungen anpassen und auch die Anzeige entsprechend optieren. Auch persönliche Daten wie die Seriennummer lassen sich ausblenden.

Die Software kann SSDs und HDDs nicht nur überwachen, sondern bei Problemen auch warnen. Dazu lassen sich auch Schwellenwerte definieren. Eine Möglichkeit dazu besteht darin, auf den Status zu klicken, also zum Beispiel auf Gut. Anschließend lassen sich eigene Schwellenwerte definieren, wenn die Festplatte das unterstützt.

Datenträger mit SSD-Z testen

Das kleine Tool SSD-Z kann ohne Installation direkt gestartet werden. Nach dem Start werden automatisch alle Daten von SSD eingelesen. Auf der Startseite sind die wichtigsten Daten sowie der Hersteller zu sehen. Im Dropdown-Menü im unteren Bereich kann die Festplatte gewechselt werden. Generell zeigt SSD-Z auch Daten von HDDs an, hier aber nicht alle. Auf verschiedenen Registerkarten werden weitere Informationen der aktuellen SSD aufgeführt. Die SMART-Daten werden auf der Registerkarte SMART aufgeführt. Teilweise werden nicht alle Daten angezeigt, die eine SSD übermitteln kann. In diesem Fall kann es helfen, das Tool über das Kontextmenü mit Administratorrechten zu starten.

Die Registerkarte Partition zeigt die Partitionen und deren Namen an, die auf der SSD angelegt wurden. Über einen Doppelklick auf eine SSD öffnet sich der Windows-Explorer. Auf der Registerkarte Benchmark kann über die Schaltfläche Benchmark ein Leistungstest für die SSD durchgeführt werden. Wer die Leistung seiner SSD testen will, nutzt aber besser ein anderes Tools. Die Freeware AS SSD Benchmark misst die Geschwindigkeit von SSD-Festplatten und funktioniert ähnlich wie CrystalDiskInfo. Auch dieses Tool muss nicht installiert werden.

Ein weiteres Tool, das bei der Analyse von SSD und HDD helfen kann, ist Drive Info. Die Freeware muss ebenfalls nicht installiert werden, sondern zeigt die entsprechenden Daten nach dem Start an.

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45982865 / Allgemein)