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Mainframe-Betriebssystem mit verbesserter Speicheranbindung

Fujitsu Siemens Computers verpasst BS2000/OSD eine Runderneuerung

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Native LTO-4-Unterstützung

Interessant sind dabei neben der x86-Anpassung, einer Vereinfachung der Bedienung sowie der Integration aktueller POSIX- und Apache-Versionen vor allem Funktionserweiterungen, die die Speicheranbindung verbessern. Den Angaben in den Datenblättern zufolge hat sich unter der Haube gerade in diesem Bereich eine Menge getan.

Das beginnt bei einer erweiterten Unterstützung peripherer Speichergeräte: Neben LTO-Bandlaufwerken der ersten, zweiten und dritten Generation lassen sich jetzt auch LTO-4-Geräte an die mit BS2000/OSD V8 betriebenen Mainframes koppeln – das umfasst u. a. Bandbibliotheken von Quantum und MBK-Wechsler, die über Fibre Channel angebunden werden, sowie die hauseigene CentricStor-VTA. Die maximale Datentransferrate steigt in diesen Fällen auf 120 Megabyte pro Sekunde. Darüber hinaus unterstützt die neue BS2000-Version die „eingebaute Hardware-Verschlüsselung“ von LTO 4. Benötigt wird dazu jedoch Version 12 des Datenträger-Sicherungssystems MAREN, außerdem müssen die Tape Libraries direkt (also ohne Umweg über eine VTA) angeschlossen sein.

Parallele I/O-Aufträge, schnelle Sicherung auf Band

Gefeilt haben die FSC-Ingenieure auch an der I/O-Performance des Betriebssystems, will sagen, der Geschwindigkeit, mit der Daten an aktuelle Festplattensysteme übertragen bzw. von dort abgerufen werden. Bei den Servern der S-Linie sorgt künftig die Funktion Parallel Access Volume (PAV) dafür, dass mehrere Aufträge gleichzeitig auf ein logisches Laufwerk abgesetzt werden.

Bei den SX- und SQ-Modellen heißt das vergleichbare Feature Remote System Call (RSC), wobei zu beachten ist, dass Letzteres für das Zusammenspiel mit emulierten Platten gedacht ist. Genauere Angaben zum Durchsatz bzw. den Übertragungsraten macht das Unternehmen jedoch nicht. Mehr Tempo bei der schnellen Datensicherung auf Band soll zudem eine Erhöhung der internen Transferlängen bringen; der Wert für eine EMC Symmetrix verdreifacht sich hier z. B. von 160 auf 480 Kilobyte.

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