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Speichertipp: Selbst gehosteter S3-Speicher auf Linux Garage als verteiltes Objektspeichersystem

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Garage ist ein frei verfügbares Objektspeichersystem für Selbsthosting aus Frankreich. Die Software läuft als einzelnes, abhängigkeitfreies Binary auf gängigen Linux-Distributionen, skaliert über mehrere Rechenzentren und bleibt im Betrieb überschaubar. Ziel ist robuste Datenspeicherung mit geringer Eintrittshürde und klaren Schnittstellen.

Die Objektspeicherlösung Garage läuft auf gängigen Linux-Distributionen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die Objektspeicherlösung Garage läuft auf gängigen Linux-Distributionen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Garage verteilt Daten über Zonen, jede Dateneinheit wird in drei Zonen repliziert. Eine Zone bündelt mehrere Server, wodurch der Cluster Ausfälle einzelner Komponenten abfedert und Latenzen über das Netz toleriert. Die Software implementiert die Amazon-S3-API, Anwendungen sprechen den Speicher daher mit etablierten Werkzeugen an. Integrationen umfassen Nextcloud, Matrix, Rclone, PeerTube, Cyberduck und Mastodon. Grundlage bilden Konzepte aus Dynamo, konfliktfreien replizierten Datentypen und Maglev-Load-Balancing.

Betrieb auf heterogener Hardware

Die Anforderungen der Lösung sind niedrig. Unterstützt werden x86_64-CPUs der letzten Dekade sowie ARMv7 und ARMv8. Ein Gigabyte RAM genügt, 16 Gigabyte lokaler Speicher sind als Minimum vorgesehen. Für die Netzverbindung reichen 200 Millisekunden Latenz und 50 Megabit pro Sekunde. Der Cluster akzeptiert gemischte Hardware, sodass sich auch Bestandsmaschinen einbinden lassen. Die Lösung kompensiert typische Fehlerquellen im Alltag wie Netzstörungen, Plattenfehler oder Bedienfehler und hält den Fokus auf eine einfache Verwaltung ohne aufwendige Abhängigkeiten.

Der Einstieg beginnt mit dem Download des Binarys und einer kompakten Konfiguration. Der Ein-Knoten-Betrieb dient für Tests und Schulungen, für Produktion ist Redundanz über mehrere Zonen erforderlich. Der Dienst startet mit „garage server“ oder in Containerumgebungen über „docker run“. Die Protokollierung wird mit „RUST_LOG“ feinjustiert, Befehle wie „info“, bei Analyse „debug“ oder „trace“ ermöglichen die Überprüfung der Konfiguration. Der Status eines Knotens wird mit „garage status“ geprüft. Das Layout ordnet Kapazitäten und Zonen zu, zugewiesen mit „garage layout assign“ und aktiviert mit „garage layout apply“. Buckets werden über „garage bucket create“ erstellt, Zugriffsschlüssel über „garage key create“. Berechtigungen werden mit „garage bucket allow“ gesetzt. Für Dateioperationen steht „awscli“ zur Verfügung, konfiguriert über „AWS_ACCESS_KEY_ID“, „AWS_SECRET_ACCESS_KEY“, „AWS_ENDPOINT_URL“ und Region „garage“. Alternativ stehen „minio-client“, „s3cmd“, „rclone“, Cyberduck und WinSCP bereit.

Zielsetzung für den Einsatz von Garage

Garage richtet sich an Betreiber, die Speicher über das öffentliche Internet und mehrere Standorte hinweg aufbauen wollen. Die Entwicklung wurde mehrfach öffentlich gefördert. Das System lässt sich schnell ausrollen und sicher betreiben, ohne dediziertes Backbone und ohne proprietäre Bindungen.

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