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Die Prinzipien für eine schlanke IT-Architektur

Doch als Hug und seine Mannschaft von den Fachbereichen wissen wollte, wie die Prozesse aussehen, ließen diese wissen: „Keine Ahnung.“ Diese in der Finanzkrise durchaus spektakuläre Aussage, insbesondere für eine Bank, relativiert Hug jedoch. Gemeint sei, gewesen, dass Manager und Sachbearbeiter kein Wissen darüber hatten, auf welche Weise ein Prozess in der IT abgebildet wurde. „Sagt Ihr es uns!“ habe die Bitte an die CTO-Abteilung geheißen.
Hier kommt das Alfabet-Tool zum Einsatz. Mit dessen Hilfe konnte Hug eine nach Geschäftsinteressen geordnete Struktur in seine IT-Landschaft bringen. Dazu mussten die IT-Systeme eingeordnet werden und fünf Prinzipien genügen:
- Zugehörigkeit zu einer Domäne (domain).
- Lose Kopplung
- Kapselung möglich
- Prozesszuordnung
- Governance
„Alle fünf Elemente müssen definiert und gelebt werden“, sagt der CTO von Credit Suisee.
Die Bausteine der IT-Architektur
Eine Domäne entsteht bei der Bank aus einer funktionalen Zerlegung. Zu ihr gehört jeweils ein Set an Attributen und eine Zuordnung zu einem Rollenmodell. So gibt es etwa Domain-Architekten und eine CTO-Abteilung, die die „Leitplanken“ für die Applikationsentwicklung, den -einkauf- und das -Management vorgibt.
Die Aufteilung in Domänen zieht sich durch bis auf die technische Ebene und zieht eine Standardisierung der technischen Plattformen sowie ein Life Cycle Management nach sich. Das verhindere, dass irgendwo Komponenten schlichtweg verrotten, nur weil keiner weiß, wozu sie nützen, so Hug.
Bei den Business Komponenten allerdings musst sich Hug Hilfe besorgen. Er kaufte die „Component Business Map“ von IBM. „Jetzt kann das Business sagen: Ja, das ist meine Aktivität, da setze ich Prioritäten“, so Hug.
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