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Wie CIOs konsolidieren und gleichzeitig die Entwicklung planen

IT-Architektur-Management – IT für Konzernlenker

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Features im Architektur-Tool

Das Eskalations-Management für Arbeitsprozesse ermöglicht die Spezifikation kompensierender Aktivitäten im Falle nicht termingerechter Erledigung von Workflow-Aktivitäten. Zum Beispiel können Nutzer festlegen, dass die Aktivität einer anderen Person zugewiesen wird, dass ersatzweise eine andere Aktivität erfolgen oder der Workflow mit der nächsten Aktivität fortgesetzt werden soll.

Das Planning-IT-Release 4.1 umfasst ein Framework für frei definierbare Projekthierarchien, Bild: Alfabet (Archiv: Vogel Business Media)

Das Project Definition Framework für das Programm-Portfolio-Management-Modul erlaubt die Definition von Projekten gemäß unternehmensinterner Konventionen. Einerseits können Nutzer die Projekthierarchie, zum Beispiel als Programm, Projekt oder Subprojekt, gemäß der Unternehmenskonventionen frei bestimmen. Und andererseits können sie auch die Projektmanagement-Aktivitäten, wie Budgetierung, Planung der Lösungsarchitektur oder Kontrolle der Kosten, jeder dieser Ebenen frei zuordnen.

Durch die Funktionalität „Objektgruppe verschieben“ wird im Release 4.1 sichergestellt, dass auch der Lebenszyklus der von einem Objekt abhängigen Klassen entsprechend verschoben wird, falls das Start- und Enddatum des Objektes geändert werden. (Archiv: Vogel Business Media)

Daneben bietet die Version 4.1 neue Möglichkeiten für die Priorisierung von Projekten und Planungsinvestitionen, die die Verfolgung der notwendigen Projektbudgets über die Budgetallokationen mehrerer Jahre gewährleistet. Damit lässt sich die finanzielle Realisierbarkeit eines Projekts über eine bestimmte Zeit einfacher als bisher nachvollziehen.

Im Rahmen der Szenarien-Diskussion können Unternehmen Budget-Überschreitungen auf einer jährlichen Basis einfach ermitteln und zur Auflösung solcher Konflikte einzelne Projekte um ein Jahr verschieben, falls dann mehr Budget verfügbar wird.

Erik Masing, CEO der Alfabet AG, auf dem Podium der Exchange 2008 im Martin-Gropius-Haus, Berlin. (Foto: Alfabet)

Erik Masing, Gründer und CEO der Alfabet AG wirbt: „Die Version 4.1 erleichtert die Zusammenarbeit der IT mit Business-Anwendungen, um geschäftliche und strategische Ziele zu erreichen.“

Naisbitt-Merksätze bei Evonik

Ganz in diesem Sinne lautet der Vortrag von Carsten Schmies „The Road to Success – Enterprise Architecture Management bei Evonik“. Schmies ist bei dem ehemaligen RAG-Unternehmen Manager Corporate IT – Technology und Architecture. Dabei zitiert er einige Weisheiten aus dem Buch „Mind Set“ des US-Autors John Naisbitt.

  • Es ändert sich einiges, aber das meiste bleibt erhalten, lautet der erste Merksatz. Umgesetzt heißt das für Schmies, das Einführen einer dreistufigen Dokumentation: „basic“, „enhanced“ und „full“. Das meiste lässt sich laut Schmies einfach und schnell beschreiben, der Aufwand ist gering. Bei Dingen allerdings, die einigen Wandel in sich tragen, lohnt sich ein Mehraufwand, im Verständis von Schmies heißt das: Es werden mit Hilfe des Alfabet-Tools Beziehungen zwischen Applikationen und Prozessen her- und dargestellt. Volle Aufmerksamkeit erfordern die Dinge, die sich komplett ändern können. Das Projekt Portfolio Management hilft laut Schmies dabei, alle Komponenten im Blick zu behalten.
  • Die Gegenwart beinhaltet die Zukunft. „Diese Aussage bedeutet für uns: Wir betreiben ein Innovations-Management“, erläutert Schmies. Es gibt einen Prozess, der dazu dient, neue Technik auf die Brauchbarkeit im Unternehmen zu bewerten. Der Prozess beginnt mit neuen Anforderungen an das Geschäft und den neuen IT-Möglichkeiten – Funktionen, Technik und Konzepte. Bei der Evaluation, die dann folgt, entstehen Kurzprofile, Whitepaper, Prototypen und Pilotprojekte.
  • Am Ende steht eine Bewertung, entweder ready to rollout, falls das Untersuchte tatsächlich Zukunftschancen bietet oder das Verwerfen. In jedem Fall aber ist bereits ein Staus erreicht, von dem aus die IT-Abteilung sofort loslegen kann, falls eine Entscheidung der Geschäftsleitung kommt. Denn der Innovationsprozess erlaubt es zugleich, das Konzern-Management frühzeitig in IT-Entwicklungen einzuweihen.
  • Sieh die Zukunft als Puzzle! Für die Evonik-IT folgt daraus, es wird kein Projekt genehmigt, ohne dass es Mindestanforderungen an das Enterprise Application Management genügt. Das zentrale Tool ist „Planning IT“. Doch um es möglchst effizient einzusetzen, werden möglichts viele Schnittstellen zu anderen IT-Systemen genutzt, zum Beispiel zum Projekt-Management von Lotus Notes.
  • Marschiere nicht so weit vorne, dass die Menschen nicht mehr wissen, dass du zur Parade gehörst. „Das ist mein Lieblings-Mind-Set.“, sagt Schmies. Der Merksatz erinnert daran, dass alle miteinander reden müssen. Zugleich bedeutet es aber auch, für die Einführung von Neuerungen braucht es eine Art Treuhänder. Diese kommen in der Regel aus dem IT-Management oder sind Key-User.
  • Widerstand kippt, wenn die Vorteile spürbar werden. „Quick wins“ seien einfach unersetzlich, sagt Schmies und sei Auditorium nickt. Aber auch aufzuspringen wenn sich etwas gut entwickelt, sei ein unbezahlbarer Vorteil. Deshalb sei es ratsam, sich für erste Projekte solche Bereiche auszusuchen, die gut dokumentiert sind. Werde Transparenz gepflegt, zeige sich insbesondere in neuen Projekten deren Vorteil sehr schnell.
  • Nicht das Lösen von Problemen überzeugt, sondern die Vorteile, die eine Lösung bietet.

Dennoch ist auch bei Evonik nicht alles eitel Sonnenschein. „Wir halten Schnittstellen aufrecht, von denen wir nicht wissen, ob wir sie noch brauchen“, erläutert Schmies, „haben zirka 80 verschiedene SAP-Systeme im Einsatz und Stakeholder für bestimmt Applikationen und Schnittstellen sind nicht auffindbar.“

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