KI braucht Daten, viele Daten, sonst funktioniert sie nicht. Neben deren Qualität ist der uneingeschränkte Zugriff darauf entscheidend. Dafür braucht es ein neues Speicherkonzept: Unified Storage.
Die Grundlage einer künstlichen Intelligenz sind Daten – und die Speicherlösung, mit deren Hilfe diese gebändigt werden.
(Bild: ipopba, Getty Images via Canva.com)
Das Thema Datenspeicherung kommt in der Regel an zweiter oder dritter Stelle, wenn in der IT von Innovationen die Rede ist. Dies gilt auch dann, wenn sie für den Erfolg dieser Innovationen essenziell ist, wie bei künstlicher Intelligenz und speziell generativer KI der Fall. Eine leistungsfähige, hochverfügbare und flexible Speicherinfrastruktur ist die Grundlage für einen erfolgreichen KI-Betrieb.
Sie ist von zentraler Bedeutung für die Bereitstellung der Daten, die KI für das Training benötigt, und sie ist entscheidend für die Speicherung der Daten, die sie erzeugt und als Ergebnis der an sie gestellten Arbeitsaufträge ausgibt. Schon vor dem Aufkommen generativer KI hieß es: Alle zwei Jahre werden mehr Daten erzeugt als in der gesamten Zeit davor. Durch KI scheint sich dieses exponentielle Wachstum noch einmal massiv zu beschleunigen. Legendär ist die Prognose von IDC aus dem Jahr 2018, wonach die weltweit gespeicherte Datenmenge 2025 ein Volumen von 175 Zettabyte erreichen wird. Neben der schieren Menge ist an dieser Zahl der Anteil interessant, den unstrukturierte Daten am Gesamtvolumen ausmachen, nämlich 80 Prozent.
Effiziente Speicherstrategien und -fähigkeiten sind erforderlich, damit Unternehmen ihre unstrukturierten Daten auf sichere und wiederholbare Art und Weise nach Erkenntnissen durchsuchen können. Zu diesem Zweck sollten IT-Verantwortliche das Management ihrer Speicherlandschaften überarbeiten und Plattformen für Unified Storage implementieren, die sich zentral managen lassen. Dadurch können sie für optimale Transparenz, Leistung und Skalierbarkeit sorgen. „Mehr qualitativ hochwertige Daten + schneller Zugriff auf Daten aller Art = bessere KI-Modelle + Erfolg“ – darin besteht der Nutzen dieses Ansatzes, auf eine einfache Formel gebracht.
KI: Feuer mit Feuer bekämpfen
Das Datenwachstum ist in der Tat so groß, dass nicht nur die Speicherung selbst, sondern auch und vor allem das Speichermanagement eine ernste Herausforderung für die Unternehmen darstellen wird. Vor diesem Hintergrund ergeben laufende Forschungen, wie KI bei der Speicherverwaltung helfen kann, durchaus Sinn. Algorithmen für maschinelles Lernen und prädiktive KI könnten Speichermuster erkennen und daraus Empfehlungen ableiten, wie mit dem erwarteten künftigen Datenwachstum am besten umzugehen ist. Gleichzeitig sollten Unternehmen Routineaufgaben bei der Speicherverwaltung automatisieren, um den damit verbundenen Aufwand für Administratoren zu senken.
Die Verbindung von KI und Speichermanagement ist zwar ein relativ neues Phänomen. Doch lassen sich bereits heute zentrale Anforderungen dieser Verbindung zumindest in Umrissen erkennen. Dazu gehören ohne Zweifel schnelle E/A-Operationen, hohe Skalierbarkeit, Unterstützung für verschiedene Dateitypen (insbesondere unstrukturierte Daten) sowie integrierte Sicherheit und Backup. Außerdem ist davon auszugehen, dass in Zukunft immer mehr Storage-Anbieter spezifische Optimierungen für bestimmte Anwendungsfälle vornehmen werden.
Ein sinnvoller Anwendungsfall für diese Verbindung ist Unified Storage. „Vereinheitlichung des Speichers“ bedeutet in diesem Zusammenhang, Block-, Datei- und Objektspeicher bequem mit einem einzigen System und von einer zentralen Konsole zu managen. Klassische Probleme separater Speicherlösungen wie eingeschränkte Interoperabilität oder unabdingbare Spezialkenntnisse und als Folge von beiden höhere Gesamtbetriebskosten treten hier nicht auf. Außerdem schafft Unified Storage wegen seines zentralen Managements und trotz rasanten Datenwachstums umgebungsübergreifend – in On-Premises-Umgebungen genauso wie in der Private oder Public Cloud – umfassende Transparenz. Den gesamten Speicher von zentraler Stelle aus zu analysieren und wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, ist dadurch viel einfacher als bisher.
Viele Unternehmen haben sich ambitionierte Ziele in Sachen KI gesteckt. Um sie jedoch zu erreichen, müssen sie nicht nur die Qualität ihrer Daten, sondern auch deren Aufbewahrung und Verwaltung in Ordnung bringen. Ohne gut verwaltete Daten kann KI ihr Potenzial nicht entfalten und sogar fehlerhafte Ergebnisse erzeugen. Umgekehrt gilt: Je besser die Daten sind und je besser sie genutzt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass KI-Projekte erfolgreich sind. Unified Storage schafft die notwendige Voraussetzung dafür.
Unternehmen profitieren am meisten von Unified Storage, wenn sie ohne Verzögerung auf konsistent bereitgestellte Daten, strukturierte wie unstrukturierte, zugreifen können. Das gelingt ihnen am besten, wenn sie klassische Drei-tier-Architekturen in ihren Infrastrukturen hinter sich lassen und Speicher-, Rechen- und Netzwerkressourcen in einer reinen Software-Schicht zusammenfassen. Sie sparen dadurch nicht nur Platz, Energie und damit Geld, sondern fassen auch sämtliche Speicher- und sonstige Kapazitäten in einem einheitlichen Ressourcenpool zusammen.
Stand: 08.12.2025
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Einfachheit ist das Schlüsselwort in diesem Zusammenhang. Infrastruktur als Software-Schicht, in der alle Komponenten vereint sind, wirkt sich positiv auf Interoperabilität und Analysen, aber auch auf Sicherheit und Governance aus. Angreifer haben es in dieser Software-Schicht schwerer, unentdeckt zu bleiben, gleichzeitig sorgen Transparenz und eingebaute Verteidigungsfähigkeiten zum Beispiel zur Abwehr von Ransomware für mehr Sicherheit.
Plattform: die bessere Speicherlösung für KI
Seien wir ehrlich: Unified Storage kann nicht die Lösung für alle KI-Herausforderungen sein. Die verschiedenen Phasen der KI-Entwicklung erfordern unterschiedliche Fähigkeiten. So ist beispielsweise die Inferenz ein besonders GPU- und speicherintensiver Prozess, die Vorverarbeitung von Daten und die Anpassung von Modellen haben ebenfalls große Auswirkungen auf die Speicherverwaltung.
Stuart Heade, Sales Director EMEA, Unified Storage bei Nutanix.
(Bild: Nutanix)
Unified Storage ist jedoch ein leistungsfähiges Konzept, vor allem wenn es als Plattformlösung mit einem einheitlichen und zentralen Management und nicht in Form von Einzeltools implementiert und bereitgestellt wird. Mithilfe einer Unified-Storage-Plattform können IT-Verantwortliche für dynamische Skalierbarkeit und schnelle Analyseergebnisse sorgen. Damit schaffen sie eine tragfähigere Basis, um die Anforderungen, die KI an das Speichermanagement stellt, zu erfüllen.
* Der Autor: Stuart Heade, Sales Director EMEA, Unified Storage bei Nutanix
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