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Marktübersicht – Backup für kleine und mittlere Unternehmen

Kompakte Backup-to-Disk-Lösungen gewinnen an Bedeutung

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Disk-Backup ist auf dem Vormarsch

Als Alternative empfehlen sich stattdessen „Komplettsysteme“, die Anwendern den größten Teil dieser Aufgaben abnehmen. Hiervon existieren zurzeit zwei Arten. Die erste, kleinere Gruppe bilden interne oder externe Wechselfestplattenlaufwerke mit proprietärer Datenträger-Technik, die auf den ersten Blick vor allem für den mobilen Einsatz geeignet scheinen, aber gleichwohl als vollwertige Backup-Lösungen beworben werden.

Wichtigste Vertreter dieser Gattung sind einerseits die REV-Systeme von Iomega, andererseits Quantums Lösung GoVault. Beide lassen sich als Nachfolger der Mitte der 90er-Jahre recht erfolgreichen ZIP-Technologie betrachten, jedoch weisen die Speichermedien deutlich höhere Kapazitäten von nativ 35, 70 und 120 Gigabyte (REV) und 40, 80 und 120 Gigabyte (GoVault) auf, die sich bei REV durch Komprimierung verdoppeln und bei GoVault durch die integrierte Deduplizierung im Verhältnis 20:1 sogar noch weiter aufbohren lassen.

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Während GoVault lediglich als Einbaulösung (wahlweise für 3,5- und 5,25-Zoll-Schächte) mit SATA-II-Schnittstelle verfügbar ist, bietet Iomega sowohl externe Laufwerke mit USB 2.o als auch interne Varianten an, die mit SATA-, ATAPI- oder SCSI-Interface ausgestattet sind. Die durchschnittlichen Übertragungsraten entsprechen bei beiden Systemen mit 25 bis maximal 35 Mbit/s etwa der halben WLAN-Geschwindigkeit. Sind REV-Medien durch die Bündelung mit Datensicherungs-Software von CA (wahlweise ARCServe Backup oder Data Protection Suite for Microsoft Small Business Server Premium Edition) attraktiv, so sticht bei Quantums Alternative die Robustheit hervor: Laut Hersteller sollen die Datenträger Stürze aus einem Meter Höhe schadlos überstehen.

Aktuell nehmen sowohl REV- als auch GoVault-Laufwerke lediglich ein Speichermedium auf; zur Produktpalette zählte eine Zeitlang zudem ein Autoloader in verschiedenen Konfigurationen, der in der maximalen Ausbaustufe mit acht Platten à 70 (140) Gigabyte bestückt wurde und somit bis knapp über die Terabyte-Grenze skalierte. Einzelstücke sind im Fachhandel zwar noch zu finden, Nachschub wird es aber voraussichtlich nicht geben.

Das liegt vor allem daran, dass die Industrie seit circa zwei Jahren vermehrt kompakte NAS-Systeme im Minibar-Format ins Rennen schickt. Diese zweite Gattung der Komplettsysteme zeichnet sich durch deutlich höhere native Speicherkapazitäten – zwischen 500 Gigabyte für knapp bemessene Einsteigerlösungen und acht Terabyte für den Einsatz in anspruchsvollen Arbeitsgruppen-Szenarien – sowie Gigabit-Ethernet-Anbindung aus. Zum Lieferumfang gehören außerdem meist herstellerspezifische Backup-Programme, jedoch unterstützen viele Systeme auch Software von Drittanbietern wie Symantec oder Yosemite.

Weiter mit: Grenzen zwischen Consumer-Produkten und Profi-Lösungen weichen auf

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