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Strategische Entscheidung
Harte Leistungswerte allein geben indes schon seit langem nicht mehr den Ausschlag, wenn es um die Wahl geeigneter Speicherprodukte für kleine und mittlere Unternehmen geht. Mindestens ebenso wichtig sind Verlässlichkeit, eine leichte Bedienbarkeit sowie – in jüngster Zeit potenziert – das schnelle und einfache Wiederauffinden von Informationen.
In puncto Verlässlichkeit galt die Datensicherung auf Tape lange als Maß aller Dinge: Die seit Mainframe-Zeiten ständig optimierte Technik war (und ist) robust und dank eines hohen Automatisierungsgrads inzwischen weitgehend resistent gegen im manuellen Betrieb unvermeidliche Bedienungsfehler. Bei der Benutzerfreundlichkeit wiederum punkteten optische Medien – wohl nur wenige Arbeitsschritte am Computer sind schneller zu erlernen als das Brennen einer Datei auf CD oder DVD. Sogenannte Jukeboxen machen auch hier das Auswechseln der Datenträger von Hand überflüssig.
Die dritte Hürde jedoch erweist sich oft genug für beide Verfahren als zu hoch. Wer je einem spezifischen „verlorenen“ Datensatz nachgespürt und sich dabei durch eine Vielzahl von Trägermedien gehangelt hat, weiß genau, warum er diese Arbeit so selten wie möglich verrichten möchte – und wenn schon, dann fix. Spätestens hier ist der Zeitpunkt gekommen, über alternative Lösungen zumindest nachzudenken und das einzuführen, was Experten eine Speicher- oder Backup-Strategie nennen.
Die Backup-Strategie legt fest, welche Informationen an welchem Ort und auf welchen Medien gesichert respektive aufbewahrt werden. Dabei gilt das Prinzip: Je aktueller und je wichtiger für den täglichen Geschäftsablauf ein Datensatz ist, desto schneller muss der Zugriff darauf möglich sein. Das schließt eine Speicherung auf Band oder CD/DVD (sowie gegebenenfalls Blu-ray-Disk/BD) von vornherein aus.
Im Enterprise-Umfeld hat sich stattdessen seit längerem Backup-to-Disk durchgesetzt, also die Datenübertragung vom Client beziehungsweise Host an direkt oder per Netzwerkverbindung angekoppelte RAID-Arrays oder andere Disk-Subsysteme. Als simpelste Form stellt sich bei dieser Betrachtungsweise bereits die Sicherung auf eine preisgünstige SATA-Festplatte dar, die per USB mit dem Zentralrechner im Büronetz verbunden und regelmäßig mit den neusten Dokumenten beschickt wird.
Für den professionellen Einsatz bietet sich diese Variante jedoch nur als absolute Notlösung an, da sie erstens nach wie vor viel Handarbeit erfordert, zweitens große Disziplin voraussetzt und drittens spätestens dann schnell an technische Grenzen stößt, wenn der Disk-Hersteller keine Treiber mehr für aktuelle Betriebssystem-Generationen bereitstellt.
Weiter mit: Disk-Backup auf dem Vormarsch
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