Marktübersicht – Backup für kleine und mittlere Unternehmen

Kompakte Backup-to-Disk-Lösungen gewinnen an Bedeutung

20.04.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Nico Litzel

Festplattenhersteller Seagate bietet ab Mai die kompakten NAS-Systeme „BlackArmor NAS 420/440” an, die neben Windows und Mac-OS auch Linux-Versionen ab Kernel 2.6.7 unterstützen.
Festplattenhersteller Seagate bietet ab Mai die kompakten NAS-Systeme „BlackArmor NAS 420/440” an, die neben Windows und Mac-OS auch Linux-Versionen ab Kernel 2.6.7 unterstützen.

Seit mit den Datenmengen auch die Anforderungen an die digitale Verfügbarkeit rechtlich und steuerlich relevanter Unterlagen ständig wachsen, befindet sich der Markt für Backup-Lösungen im Umbruch. Bewährte Technologien und Konzepte greifen nicht mehr, lange Zeit erfolgreiche Produktlinien werden eingestellt und durch neue ersetzt. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die Neuerungen und zeigt, welche Produktkategorien sich für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen eignen.

Als ich Anfang der 90er-Jahre bei einem Schreibwarengroßhandel arbeitete, waren Backups noch eine einfache Sache: Sechs bis acht Mal pro Quartal, gelegentlich auch öfter, hängte die Sekretärin oder der Chef freitagnachmittags einen Streamer an den zentralen Büro-PC, über den Warenwirtschaftssystem, Buchhaltung und Schriftwechsel liefen. Spätestens am Montagmorgen war der Job abgeschlossen und das System wieder betriebsbereit.

Stress gab es höchstens zu Zeiten der Inventur, wenn das Laufwerk eine knappe Woche Dauerschicht fuhr und die Medien knapp wurden (oder ein Tape mitten in der Nacht hätte nachgeladen werden müssen). Ansonsten konnte man sich nichts Solideres vorstellen – selbst die hie und da fällige Rücksicherung verlor unter diesen Umständen viel von ihrem Schrecken.

15 Jahre und etliche Rechnergenerationen später stellt sich die Situation grundlegend anders dar: Statt einiger hundert Megabyte liegt das Datenvolumen eines Voll-Backups heute auch bei „klassischen“ Mittelständlern (also Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten) und Freiberuflern nicht selten bei knapp einem Terabyte, manchmal mehr. Selbst Heimanwender versorgt die Industrie mittlerweile mit NAS-Systemen, die noch vor wenigen Jahren jeden gestandenen IT-Leiter beeindruckt hätten.

Diese Datenmenge will jedoch in der gleichen Zeit gesichert werden wie anno dazumal, was bedeutet, dass die Transferraten bei Bandlaufwerken 120 Megabyte pro Sekunde (gültiger LTO-4-Standard) nicht unterschreiten und für Sicherungen auf Festplattenlaufwerke eine Gigabit-Ethernet-Anbindung bestehen sollte. Andernfalls besteht die Gefahr, dass zwar der Speicherplatz ausreicht, das Backup-Fenster sich aber bis in den regulären Arbeitstag hinein ausdehnt und Rechnerkapazitäten bindet. Mit anderen Worten, die Auswahl von Backup-Lösungen für kleine und mittlere Betriebe orientiert sich wie im Enterprise-Bereich zunächst an zwei grundlegenden Kriterien: Speichervolumen und Performance.

Weiter mit: Leistung ist wichtig, aber nicht alles

 

Backup- und Archivierungsstrategien

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