Heute ist der Welttag des Backups – die Bedrohungen für Unternehmensdaten werden zwar nicht weniger, sind aber zumindest bekannt. Was den Schutz erschwert, sind die zunehmend komplexen IT-Infrastrukturen. Hyland-CIO Stephen Watt kommentiert die Lage für Anwender und rät zum Einsatz von Datenplattformen mit umfangreichen Disaster-Recovery-Funktionen.
Jährlich erinnert der World Backup Day an die Wichtigkeit der Datensicherung angesichts der (immer weiter steigenden) Bedrohungen.
(Bild: wsf-f - stock.adobe.com)
Happy World Backup Day! Der auf den IT-Berater Ismail Jadun zurückgehende „Gedenktag“ mahnt seit 2011 immer am 31. März, alle Dateien in Sicherheit zu bringen. Denn gerade am folgenden 1. April seien viele „Spaßvögel“ im Netz unterwegs, die es auf die Daten der Nutzergemeinde abgesehen haben – mittels Ransomware und anderer Cyberattacken.
Stephen Watt findet, dass die Bedeutung dieses Aktionstages nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Er ist CIO beim Experten für Enterprise Content Management (ECM) Hyland. Denn wir alle wissen: In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Cyberangriffe enorm gestiegen, insbesondere Ransomware-Attacken haben für Schlagzeilen gesorgt. „Wenn Kriminelle Daten und Systeme verschlüsseln, droht der Geschäftsstillstand – verbunden mit hohen Verlusten“, kommentiert Watt knapp. So viel sei ja klar.
Er betrachtet das Problem aber als ein holistisches: „Mit dem Umstieg auf Cloud-Plattformen hat sich die Risikowahrnehmung verändert: War früher die Hochverfügbarkeit der größte Treiber, ist es heute die Sorge um die Zerstörung oder Verschlüsselung von Daten durch Malware oder auch Insider-Bedrohungen.“ Für ihn als CIO eines immer stärker in der Cloud agierenden Unternehmens stellten die neuen Ransomware-Varianten ein besonderes Problem dar, weil sie nicht nur Dateien auf lokalen Rechnern oder Netzwerken verschlüsseln können, sondern auch Datenfelder auf SaaS-Plattformen.
Plattformen sorgen für ordentliches Backup
Der CIO ergeht sich aber nicht in Endzeitszenarien, sondern weiß Positives zu vermelden: „Es ist ein erfreulicher Trend, dass sich Unternehmen zunehmend der wachsenden Bedrohung insbesondere durch Ransomware bewusst sind.“ Leider sorge eine zunehmend komplexe IT-Landschaft dafür, dass die Schwachpunkte im Firmennetzwerk eher zu- denn abnähmen: „Früher, zu Zeiten von On-Premise-Installationen, wurden Backups hauptsächlich auf physischen Datenträgern gespeichert, was man heute als ‚Air-Gapped‘-Lösung bezeichnen würde“, so Watt. „Hybride und Cloud-Infrastrukturen haben die Komplexität erhöht. Hinzu kommt, dass oft Verwirrung und Unsicherheit darüber herrschen, welche Schutzmaßnahmen von Cloud-Anbietern integriert sind und welche nicht.“
Stephen Watt, CIO bei Hyland
(Bild: Hyland)
Er rät – wie könnte es anders sein – zum Einsatz von Cloud-Plattformen, die vielfältige Backup- und Recovery-Optionen bieten. (Die entsprechende Lösung von Hyland nennt sich „OnBase“.) Es müsse aber bereits im Vorfeld geprüft werden, welche Backup-Optionen die gewählten Cloud-Lösungen bieten: „Eine Kopie der Daten zu erstellen, ist in der Regel der einfachste Teil. Viel komplexer und zeitaufwändiger ist es, ein effektives Programm zu entwickeln, das alle anderen Aspekte der Datenkontinuität berücksichtigt.“
Anwender benötigen einen Plan
Grundlage einer soliden Backup-Strategie sei eine 360-Grad-Sicht auf alle zu schützenden Systeme. „Nur wer weiß, welche Daten überhaupt im Unternehmen vorhanden sind, kann diese auch sichern“, kommentierte der CIO. Wichtig seien dabei eine genaue Bestandsaufnahme und ein Verständnis aller Sekundärsysteme, die die Funktionsgruppen in ihren Prozessen nutzen. Darüber hinaus würde ein detaillierter Wiederherstellungsplan benötigt, der sowohl die geschäftskritischen Daten und Systeme identifiziert als auch die Reihenfolge für deren Wiederherstellung festlegt. „Entscheidend ist dabei, dass Business und IT die Abhängigkeiten dieser Cloud-Systeme verstehen und wissen, wie diese bei einer Hybridlösung mit den Prozessen und der lokalen Infrastruktur interagieren“, berichtet der Manager aus der Praxis.
Darüber hinaus sei es unentbehrlich, ein strategisches Risikoprogramm für Szenarien zu entwickeln, die am wahrscheinlichsten einträten und die größten Auswirkungen auf das Unternehmen hätten. „Auf dieser Grundlage können dann Business-Continuity- und Notfallpläne erstellt und sichergestellt werden, dass die notwendige Infrastruktur vorhanden ist, um diesen Risiken zu begegnen“, sagt Watt. „Mithilfe einer Test- und Auditstrategie kann auch überprüft werden, ob die Backup-Strategie im Falle eines Datenverlustes funktioniert. Ein vollständiger Failover und eine vollständige Wiederherstellung sollten durchgespielt werden, um alle Eventualitäten zu verstehen, die in einer realen Situation auftreten könnten.“
Stand: 08.12.2025
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