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Die Langzeitspeicherung ersetzt das Archiv

LTFS macht Archivare zu Aktivisten

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Bekanntermaßen kann Linear Tape Open Bänder beschreiben, die eine Generation älter sind und Bänder lesen, die zwei Generationen früher auf den Markt gekommen sind. Das bedeutet umgekehrt, dass in etwa zehn Jahren die LTO Generation 8 mit einer Speicherkapazität von 100 Terabyte auch noch die Medien der LTO-5-Generation, die mit LTFS formatiert wurden, lesen kann. IBM kündigte gerade die TS3500-Bandbibliothek an, die mit LTO-6-Laufwerken bestückt, bis zu 1,8 Exabyte komprimierte Daten speichern kann.

LTFS beim Netzwerk-Share

LTFS ist somit innerhalb von nur zwei Jahren zum Industriestandard geworden, so dass Daten auf jedem beliebigen LTO-5-Bandlaufwerk, das mit LTFS formatiert wurde, lesbar sind.

Krieger von Crossroads gibt für seine LTFS-Appliance Strongbox an, dass die Kosten für die Archivierung nicht mehr linear mit dem Datenwachstum steigen, sondern degressiv verlaufen, da viele klassische Verwaltungsarbeiten überflüssig werden.

In der Strongbox hat sich der Hersteller auf den Datenzugriff per NFS- und CIFS-Share fokussiert. Die LTFS-Partitionen und damit die Inhaltsverzeichnisse aller in der Strongbox verwalteten Bandmedien liegen als Kopie auf einer SSD in der Appliance vor.

Crossroads hat diese Appliance zusätzlich mit der Funktionalität der Read-Verify-Appliance kombiniert, so dass ständig die Verfügbarkeit von Band und Zugriffswegen überprüft wird. Soweit der grobe Rahmen.

Kombinierter Datenstrom

Damit nicht jeder Dateizugriff zu einem Geduldsspiel wird, speichert die Strongbox die Archivdaten zuerst auf dem lokalen respektive einem externen NAS-Cache. „Heiße“ Archivdaten, man spricht wohl besser von einer Langzeitspeicherung, sind so innerhalb weniger Sekunden abrufbar.

Die spätere Auslagerung auf das LTO-Medium erfolgt nach HSM-Kriterien wie Alter, Größe oder Füllstand des NAS-Speichers. Das Streaming-Problem löst Crossroads so, dass ca. 40 GByte Daten gesammelt werden, so dass man eine Spur kontinuierlich vollschreiben kann.

Als zweite Maßnahme für den relativ schnellen Datenzugriff, werden auch bei einer Auslagerung auf Tape standardmäßig 512 Kilobyte Daten im NAS-System vorgehalten. Damit sind auch bei „kälteren“ Dateien sofort Daten aus dem Cache abrufbar und verhindern, dass die Anwendung in einen Time Out läuft.

Während diese Daten zur Anwendung geschickt werden sucht du liest die Strongbox weitere Daten von Band ein und führt diese in den schon offenen Datenstrom zur Anwendung zu. Da einmalige Archivzugriffe selten sind, werden die von Band gelesenen Daten auch gleichzeitig wieder in das NAS-System nachgeladen.

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