Rückkehr zu den alten Lizenzbestimmungen

Microsoft koppelt Office 2013 nicht mehr an die Hardware

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Microsoft stellt klar: die Office-Lizenzen werden nicht an die Hardware gebunden.
Microsoft stellt klar: die Office-Lizenzen werden nicht an die Hardware gebunden. (Bild: Microsoft)

Der Software-Riese wollte bei seiner aktuellen Office-Version die Lizenzen an die Hardware koppeln. Aufgrund von „Kundenfeedback“ gilt nun wieder wie bei Office 2010: Der Kunde kann seine erworbene Lizenz auch auf neuer Hardware nutzen.

Jevon Fark vom Office-Team von Microsoft stellt im Office-Blog klar, dass die Kunden ab sofort wieder Herr über ihre installierte Software sind. „Basierend auf dem Feedback der Kunden“ habe Microsoft die Lizenzbestimmungen für Office-Retail-Versionen mit sofortiger Wirkung geändert. Kunden können nun die Lizenz auch auf anderen Rechnern einsetzen, wenn das Gerät beispielsweise kaputt geht oder sie sich einen neuen Rechner kaufen.

Nach den zuvor gültigen Bestimmungen hätte man die Lizenz nur auf dem Rechner nutzen dürfen, auf dem die Software erstmalig installiert wurde. Mit dem „Ableben“ der Hardware wäre dann auch die Software-Lizenz ersatzlos erloschen.

Wie Fark betont, werden die gleichen Lizenzbestimmungen in Kraft gesetzt, die bereits für Microsoft Office 2010 gegolten hatten. Mit einem künftigen Software-Update sollen die Lizenzbestimmungen, die in den Programmen hinterlegt sind, auf den neuesten Stand gebracht werden. Gültig sei die Änderung aber ab sofort, und zwar bei den Versionen Office Home and Student 2013, Office Home and Business 2013, Office Professional 2013 sowie bei den Standalone-Office-2013-Applikationen.

Wichtige Klarstellung

Man habe den Kunden zugehört, die in diesem Punkt mehr Flexibiltät verlangt hätten, heißt es auf dem Office-Blog. Das ist eine nette Umschreibung für den Sturm der Entrüstung, der bei Kunden, aber auch bei Partner losgebrochen sein dürfte, nachdem die Bindung der Software-Lizenz an die Hardware öffentlich geworden war.

Denn die Microsoft-Partner wären unter bestimmten Umständen dem Kunden gegenüber ersatzpflichtig geworden: innerhalb des Verjährungszeitraums von zwei Jahren nach dem Kauf (§ 438 BGB). Denn der Anspruch des Kunden auf mangelfreie Ware ergibt sich aus dem geschlossen Kaufvertrag, und der Anspruch richtet sich zunächst gegen den Verkäufer, nicht gegen den Hersteller.

Nicht wenige Partner und Kunden unterstellen Microsoft inzwischen, dass der Hersteller die Anwender bewusst weg von On-Premise-Software hin zu Cloud-Lösungen treiben will – und es dabei manchmal auch übertreibt. Mit der jetzigen Änderung der Lizenzbestimmung ist der Status Quo wieder hergestellt, zum Wohle der Kunden und der Partner.

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