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Containerisierung mit Open-Source-Ansatz Migration von VMware zu kosteneffizienter Kubernetes-Lösung

Ein Gastbeitrag von Sebastian Scheele* 4 min Lesedauer

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Wie sich mit einem Open-Source-Ansatz kritische Teile der VMware-Infrastrukturangebote durch eine kosteneffiziente Kubernetes-Lösung ersetzen lassen.

Im Gastbeitrag erläutert Sebastian Scheele die Vorteile, die eine Migration von VMware zu Cloud-Native- und Open-Source-Produkten bietet.(Bild:  ©Violka08, Getty Images via Canva.com)
Im Gastbeitrag erläutert Sebastian Scheele die Vorteile, die eine Migration von VMware zu Cloud-Native- und Open-Source-Produkten bietet.
(Bild: ©Violka08, Getty Images via Canva.com)

Broadcom hat nach der Übernahme von VMware alle Lizenzen gekündigt und nur wenigen Kunden in Aussicht gestellt, die bislang führende Virtualisierungs-Software auch nach dem 1. April 2024 weiterhin nutzen zu dürfen. Zugleich hat der neue Eigentümer kräftig an der Preisschraube gedreht. Viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind jedoch auf die bislang dominierende Virtualisierungs-Software angewiesen. Vor allem Cloud-Provider, deren Geschäftsmodell zu einem großen Teil auf VMware-Technologie aufgebaut ist, trifft es hart.

VMware-Kunden halten nach Alternativen Ausschau

Einige VMware-Kunden haben nach der Ankündigung der Übernahme im Mai 2022 vorsorglich ihre Verträge verlängert. Längst hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, nach Alternativen Ausschau zu halten. Das Cloud-Native-Ökosystem bietet hier durchaus Lösungen, um die bereits vorhandene Hardware weiter nutzen zu können. Mit einem Open-Source-Ansatz lassen sich kritische Teile der VMware-Infrastrukturangebote ersetzen – und das sogar zu geringeren Kosten.

Wie können Unternehmen vorgehen, um die Herausforderungen der Modernisierung anzugehen und eine Open-Source-basierte Lösung aufzubauen? Bei typischen VSphere-Setups erfolgt die meiste Nutzung auf der Basis traditioneller virtueller Maschinen. Der Grund dafür ist, dass in bestehenden Unternehmen nie eine Greenfield-Situation vorliegt im Sinne einer „grünen Wiese“ als Bauland. Es mag zwar neue IT-Projekte geben, die mit einer solchen Ausgangslage starten, aber in der Regel müssen die IT-Architekten bestehende Strukturen berücksichtigen.

IT-Abteilung sind bei anstehenden Neuprojekten oft mit Altlasten verschiedener Art konfrontiert. Mitarbeiter, die wichtige Software geschrieben haben, verlassen das Unternehmen, und die Software wird nicht mehr weiterentwickelt, sondern nur noch oder mitunter auch gar nicht mehr gewartet. Oft entfällt ein wesentlich größerer Teil des IT-Budgets auf die Wartung des Portfolios als auf die eigentlich nötige Innovation und strategische Weiterentwicklung zugunsten des Geschäftserfolgs. Anzustreben wäre hier ein Gleichgewicht.

Modernisierung der Anwendungslandschaft

Um eine Anbieterbindung zu vermeiden, sollten Unternehmen einen Ansatz wählen, der auf agilen Methoden wie DevOps oder Cloud-Nutzung basiert. Nicht zuletzt gilt es, technische Altlasten zu beseitigen oder wenigstens zu verringern. Das übergeordnete Ziel sollte daher eine Modernisierung des Stacks sein, was eine Umgestaltung der Infrastruktur erfordert. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um nicht einfach auf einen anderen Hypervisor umzusteigen, sondern die bisherige Strategie in Frage zu stellen und ebenso die Anwendungslandschaft zu modernisieren. Hierbei sind drei Möglichkeiten gegeben.

1. Migration der VMs

Die VM-Migration ist die einfachste und schnellste Möglichkeit. Ältere Anwendungen bleiben intakt, während ein neuer Hypervisor neue Funktionen ermöglicht. Oft besteht die Option, VMs von einem bestehenden Hypervisor zu importieren. Außerdem eröffnen sich dadurch neue Integrationspunkte zwischen älteren und neuen Schichten.

Die Umsetzung der VM-Migration kann mit einer Kubernetes-Management-Plattform erfolgen. Die Ausgangssituation sind meist monolithische Anwendungen, die ohne Zerstörung der Funktionalität schwer zu ändern sind. Mittels einer Funktion wie „Open Source & Enablement“ lassen sich Integrationen nutzen, um Daten und Funktionen mit Open-Source-Stack offenzulegen. Cloud-Native-Enablement ermöglicht das Aktivieren auf Kubevirt, um das gewünschte Ziel zu erreichen, nämlich das Ausführen von VMs mit Kubevirt neben dem Container auf der Kubernetes-Management-Plattform.

2. Lift & Shift

Lift & Shift bewegt die Anwendungen mehr in Richtung eines Cloud-nativen Ansatzes. Bestehende Komponenten werden containerisiert, so dass sie in jeder CaaS-Plattform nutzbar sind, sei es On-Premises oder in der Cloud. Die Beibehaltung externer Integrationen und Daten in ältere Anwendungen wäre möglich. Allerdings müssen diese sogenannten Legacy-Anwendungen in guter Qualität geschrieben und optimal angepasst sein.

Die Umsetzung einer Lift-&-Shift-Modernisierung mit einer Kubernetes-Management-Plattform würde wie folgt aussehen: Von Nicht-Open-Source-basierten Middleware-Anwendungen erfolgt über Open Source & Enablement eine Migration zu einem Open-Source-Stack. Cloud-Native-Enablement ermöglicht hierbei eine Aktivierung auf der Kubernetes-Management-Plattform, um Anwendungen auf API- und Microservices-Cloud-Architektur in Form von Containern zu modernisieren.

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3. Neugestaltung der Architektur

Die letzte Option wäre eine komplette Neugestaltung der Architektur, wobei die bestehende Infrastruktur ersetzt wird. Der größte Vorteil ergibt sich durch eine vollständige Modernisierung und Nutzung von PaaS. Auch verschiedene SaaS-Angebote sind denkbar, um eine widerstandsfähigere, leichter zu wartende und im Idealfall auch kostengünstigere IT-Umgebung zu erreichen.

Die Umsetzung einer vollständigen Neuerstellung mittels einer Kubernetes-Management-Plattform ist auf folgende Weise möglich: Ausgehend von monolithischen Anwendungen oder Anwendungen auf Nicht-Open-Source-basierter Middleware, die ausgemustert werden sollen, bildet Open Source & Enablement die Fähigkeiten der Architektur und das Design des alten Systems auf der neuen Architektur ab. Mit Cloud-Native-Enablement können Unternehmen beim Einrichten und Trainieren praktische Erfahrungen mit der modernen Container-Plattform sammeln. Damit ist die Erstellung einer neuen Gruppe von Anwendungen auf modernen Cloud-Native-Anwendungen realisierbar.

Sebastian Scheele, CEO und Mitbegründer von Kubermatic.(Bild:  Kubermatic)
Sebastian Scheele, CEO und Mitbegründer von Kubermatic.
(Bild: Kubermatic)

Migration zu Cloud Native und Open Source

Es ist an der Zeit, sich die Kontrolle über die eigene Infrastruktur zurückzuholen. Eine Migration zu Cloud-Native- und Open-Source-Produkten ist nicht nur eine mögliche Option, sondern bietet Unternehmen auch zahlreiche Vorteile, um ihre bestehende Infrastruktur noch besser zu nutzen. Eine Kubernetes-Management-Plattform erleichtert es, das Broadcom-Ökosystem zu verlassen und mit einem Cloud-Native- und Open-Source-Ansatz die Infrastruktur zukunftssicher neuzugestalten.

* Der Autor: Sebastian Scheele, CEO und Mitbegründer von Kubermatic

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