Im Praxistest: Acronis Backup & Recovery 11 Advanced Server, Teil 1

Mit Images den Restore-Prozess beschleunigen

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Restore auf neue Hardware, wenn SATA-II und Lizenz vorhanden

Der Umfang der sicherbaren Objekte ist ziemlich weitreichend: Bei Servern und virtuellen Maschinen werden sowohl Bare Metal Recovery als auch Einzeldateiwiederherstellung unterstützt. Seit Version 11 sind alle Dateien über einen Suchkatalog indiziert, der eine logische Sicht auf alle Backup-Daten bietet.

Damit lassen sich einzelne Dateien schneller wiederherstellen. Workstations können ebenfalls integriert werden, erfordern allerdings separate Lizenzen. Auch für die optionalen Komponenten Deduplizierung und Universal Restore fallen Zusatzkosten an.

Mit Universal Restore lassen sich Images auch auf unterschiedlicher Hardware wieder herstellen, zum Beispiel wenn ein älterer Server ausfällt oder migriert werden soll und das neue Modell mit SATA-Interfaces ausgestattet ist. Die Funktion ist eigentlich unerlässlich für viele Restore-Aufgaben, dass hierfür zusätzliche Kosten anfallen, ist lästig.

Auch Asianux wird gesichert

Andere Imaging-Backup Produkte enthalten so ein Feature im Standardlieferumfang. Allerdings ist mit der neuen Version 11 die Möglichkeit hinzugekommen, Daten auch unter Linux auf abweichende Hardware wiederherzustellen.

Als Betriebssysteme werden für Server alle Windows-Versionen ab Windows 2000 SP4 unterstützt, Windows Server 2003 und 2008 auch in 64 Bit. Linux Anwender können von Red Hat Enterprise über CentOS, Fedora, Ubuntu, Debian, OpenSUSE und SLES bis zu Asianux wählen.

Bei den Workstations geht es ebenfalls bei Windows 2000 SP4 los und reicht bis Windows 7. Die Home-Editionen lassen jedoch keine Remote-Verbindungen zu und können daher nicht über die zentrale Konsole gemanagt werden.

Manuelle Vorarbeiten bei Linux notwendig

Unser Schwerpunkt lag im Test auf Windows. Zum einen, weil das die Mehrheit der typischen Zielkunden als Serverplattformen einsetzen und zum anderen, weil die Managementkonsole nur bei Windows Betriebssystemen die volle Kontrolle der Agents, einschließlich deren Deployment, bietet.

Bei Linux Plattformen müssen die Agents manuell auf den Zielsystemen installiert werden. Als zentraler Server, der auch die Acronis Komponenten beherbergte, kam ein Dell Poweredge 2950 mit zwei Xeon E5410 Quad-Core Prozessoren und je 2,33 GHz Taktfrequenz zum Einsatz.

Er war mit 16 GByte Arbeitsspeicher und einem RAID-1 Array aus zwei 146 GByte SAS Festplatten ausgestattet. Über zwei Fibre-Channel HBAs von Brocade war er mit einem Xyratex RS1602 Speichersystem mit dualen 2 GBit/s Controllern verbunden.

Praxisnaher Hardware-Test mit virtuellen und physischen Maschinen

Dort standen in einem Volume 1 TByte Speicherplatz für die Images zur Verfügung. Für die Tests der Depots wurde auch Kapazität auf einem Windows 2008 Storage Server sowie von verschiedenen lokalen Festplatten in Servern hinzugezogen.

Gesichert wurden sowohl physikalische Geräte als auch virtuelle Maschinen. Ein Core 2 Duo E7400 mit 8 GByte RAM diente als Host für VMware vSphere 4.1.0 sowie vier virtuelle Maschinen: je ein Mal Windows Server 2003, Windows 7, Windows XP SP3 und Fedora Linux.

Vier physikalische Clients mit Windows XP SP3, Windows Vista und Windows 7 kamen ebenfalls zum Einsatz, mit Motherboards von Asrock sowie verschiedenen Intel Prozessoren. Das Testnetzwerk wurde auf ein VLAN beschränkt, dass ein 48-Port-Gigabit-Switch vom Typ D-Link DGS-1248T bereitstellte.

weiter mit: Geführter Installationsprozess

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