Im Praxistest: Acronis Backup & Recovery 11 Advanced Server, Teil 1

Mit Images den Restore-Prozess beschleunigen

11.10.2011 | Autor / Redakteur: Elmar Török / Rainer Graefen

Acronis Backup und Recovery v.11, Advanced Server
Acronis Backup und Recovery v.11, Advanced Server

Wurde Imaging-Software früher vornehmlich für das Disaster Recovery eingesetzt, so rücken heute die Lösungen in klassische Backup-Bereiche vor. Das und viele neue Funktionen erfordern vom Administrator ein gewisses Umdenken im Konfigurationsprozess. Unser Autor erläutert im ersten Teil die wichtigen Schritte im Detail.

Als die ersten Imaging-Tools auf dem Markt auftauchten, ging es den Herstellern vor allem um das schnelle Deployment von mehreren identischen Festplattenimages auf PCs. Dementsprechend drehten sich die Funktionslisten vor allem um Dinge wie schnelle und netzwerkschonende Verteilung per Multicast, Remote-Deployment Management und Imagebearbeitung.

Das die 1:1-Kopie der Festplatte auch als Sicherungsmedium genutzt werden konnte war zwar bekannt, wurde aber erst im großen Umfang genutzt, als das Thema Disaster-Recovery und Bare-Metall Restore an Bedeutung gewann.

Images mit Rücksicherungsoption einzelner Dateien

Mit den Images ließen sich komplette Server samt aller Anwendungen und Daten unkompliziert und in einem Bruchteil der Zeit wiederherstellen, die eine traditionelle Backup-Lösung dafür benötigte.

Mittlerweile sind die Hersteller von Imaging-Lösungen wieder einen Schritt weiter. Acronis, einer der Pioniere in diesem Bereich, hat zwar nach wie vor die 1:1-Kopie als wichtiges Feature im Programm.

Doch die Enterprise-Variante der Software – Acronis Backup & Recovery 11 Advanced Server – beherrscht nun auch Backup-Funktionen, wie Deduplizierung, Verschlüsselung und Wiederherstellung von einzelnen Dateien, anstelle des ganzen Images. Acronis führt damit die, früher als True Image Echo bekannte, Produktreihe weiter.

Nun zentrales Netzknoten-Management

Mit dem Produkt wollte Acronis eine universelle Lösung schaffen, die „mehr als Imaging“ kann und zielt vor allem auf größere Unternehmen ab. Diese Intention wird schon in der Architektur deutlich. Es gibt – neben anderen Tools – ein übergreifendes Managementwerkzeug, mit dem alle zu sichernden Netzknoten verwaltet werden können.

Dazu gehören auch andere Programmversionen, wie beispielsweise Recovery für Microsoft Exchange oder Recovery für MS SQL-Server. Das ist auch der wesentliche Unterschied vom „Advanced“ zum normalen Server, der das Management nur direkt auf den Netzknoten zulässt.

Ist das zentrale Management den Preis wert? Auf alle Fälle, wenn mehr als eine Handvoll Netzknoten mit ABR verwaltet werden sollen. Der zentrale Sammelpunkt macht die Arbeit mit dem Produkt durch die Fülle an Funktionen und möglichen Konfigurationseinstellungen, erheblich übersichtlicher.

Skalierbarer Ansatz

Alle drei, eigentlich sogar vier, Elemente können auf einem Server vereint laufen, aber auch über mehrere Maschinen verteilt werden. Es gibt zum einen den Lizenzserver, der über die freien und benutzten Lizenzen wacht, verschiedene Versionen der Managementkonsole sowie die Datenbanken, in denen ABR seine Indexe speichert.

Eigentlich vier Komponenten sind es, da Acronis eine Möglichkeit anbietet, Images in einem Container mit speziellen Fähigkeiten – einer Storage-Node – abzulegen. Storage-Nodes stellen die Basis für das Konzept der Depots (engl. = Vaults) dar, die verwaltet oder unverwaltet sein können.

Sobald der Administrator ein zentrales Depot erstellt, werden dessen Name und der Pfad zum Depot an alle, auf dem Server registrierten Maschinen verteilt. Ein verwaltetes Depot kann zusammen mit den anderen ABR-Komponenten auf einem Server liegen, oder über mehrere Speichersysteme, auch NAS-Geräte, verteilt sein.

Logisch fasst ABR dann die einzelnen Speicherorte zu einer Einheit zusammen und erlaubt weitere Funktionen innerhalb des Depots wie Deduplizierung oder Verschlüsselung.

weiter mit: Mit der richtigen Lizenz geht fast alles

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2053130 / Restore-Software)