Im Praxistest: Acronis Backup & Recovery 11 Advanced Server, Teil 1

Mit Images den Restore-Prozess beschleunigen

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Geführter Installationsprozess

Auch wenn das Konzept des Image-basierten Backups klar ist, sollte man sich als Administrator vor der Installation auf alle Fälle die Kurz-Installationsanleitung von der Webseite des Herstellers besorgen und durchlesen. Zu viele Funktionen des Produkts führen sonst zu verfrühten – möglicherweise zeitaufwändig zu korrigierenden – Entscheidungen.

Die Software selbst ist aber problemlos im Umgang. Große freundliche Symbole und gute Erklärung auf den einzelnen Seiten des Setup-Wizard zeigen einem erfahrenen Anwender, was von ihm erwartet wird.

Sobald der Lizenzserver läuft, können die erworbenen Schlüssel eingetragen werden, was man wegen der Länge der einzelnen Keys unbedingt mittels Import aus einer Datei abwickeln sollte. Kleiner Tipp: Wer sich bereits bei der Webseite registriert und dort seine erworbenen Produkte hinterlegt hat, kann alle oder ausgewählte Schlüssel in eine Datei exportieren lassen.

Die Keys können auch nachträglich im Lizenzserver aufgenommen werden, doch wenn es an das Setup der eigentlichen Software geht, zieht der Wizard ohnehin wieder den Lizenzserver zurate und sperrt sich, wenn dort nicht die korrekten Lizenzen hinterlegt sind.

Kommunikationsprofi(l)

Bei der Installation von Komponenten, die Admin-Rechte benötigen, meldet sich die Software mit einer Rückfrage, ob ein eigenes Dienstkonto angelegt oder der Admin-Account um den Zusatz „Service-Logon“ erweitert werden soll. Aus Sicherheitsgründen sollte man natürlich ein separates Konto benutzen, dennoch ist diese Rückfrage in kleinen Umgebungen ein Komfortgewinn.

Als Port zur Kommunikation der Agent mit den Serverkomponenten wird per Default TCP 9876 genutzt, es lassen sich auch beliebige andere Ports eintragen. Die Freischaltung des Ports bei einer aktivierten Windows-Firewall ist auf Wunsch automatisch möglich.

Ein SQLServer 2005 Express ist mit dabei und reicht für kleine Systemumgebungen, der Verweis zu anderen SQL-Datenbanken ist möglich. Der PXE-Server zum Start der Acronis Bootumgebung über die Netzwerkkarte wird übrigens installiert, auch wenn es dazu keine separate Meldung gibt.

Überraschend zu diesem Zeitpunkt, mitten im Installationsprozess, ist eine „Kundenzufriedenheitsermittlung“. Sie lässt sich allerdings überspringen. Das Kopieren und Finalisieren der Installation dauert von hier an nochmals etwa 10 bis 15 Minuten.

Keine Reboots bei Installation notwendig

Insgesamt nimmt die Installation, mit der Planung aller Speicherorte und Pfade, je nach Größe des Netzwerks und ob man die Software auf mehrere Server verteilt oder nicht, eine bis drei Stunden in Anspruch.

Sehr angenehm ist, dass Acronis es tatsächlich schafft, ohne Reboots auszukommen, sowohl bei den Serverkomponenten als auch später, wenn die Agents auf den Backupsystemen ausgebracht werden. Das ist für viele Firmen, die keine Möglichkeit haben, Server zwischendurch abzuschalten, eine enorme Erleichterung.

Und so kann ab diesem Moment bereits das erste Backup des Masterservers erfolgen. Im Test klappte das auf Anhieb wunderbar, auch wenn sich der Auswahlbildschirm für die Backups deutlich von den Vorgängerversionen unterscheidet.

Der zweite Teil dieses Artikels erscheint Mittwoch, dem 12.10.2011

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