Spielwiese für Hersteller - Einstieg in Desktop-Speichersysteme

NAS-Systeme für jedermann

| Autor / Redakteur: Tina Billo / Rainer Graefen

(Bild: VBM-Archiv)

Ob privat oder geschäftlich: E-Mails, Video- und Audiokonferenzen, Chat-Anwendungen, Streaming oder das Hochladen multimedialer Inhalte erzeugt jede Menge Daten. Kaum verwunderlich, dass NAS-Systeme sich zu einem Kassenschlager entwickeln. Das Spektrum reicht von Geräten für den Heimeinsatz und kleineren Büros über kostengünstige KMU-Lösungen bis hin zu High-End-Systemen für Großunternehmen.

„Prosumer“ heißt das Schlagwort, das einen sich äußerst dynamisch entwickelnden Absatzmarkt überschreibt. Immer mehr Hersteller bieten daher NAS-Systeme an, die auf die Anforderungen professioneller Home-User und kleinerer Unternehmen zugeschnitten sind. Leistung, Skalierbarkeit, Redundanz, Funktionsumfang und der Anschaffungspreis sind die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale.

Einstiegssysteme

Einstiegssysteme bieten eine moderate Leistung, die erzielbare Performance hängt von den Prozessoren und Hauptspeichergröße ab. Zur Ausstattung zählen zwei bis vier Festplatten, ein Gigabit-Ethernet-Port, USB-Anschlüsse oder interne SATA-Schnittstellen. RAID-Level 0 und 1 sind gängig und gewährleisten, dass Striping oder Mirroring.

Basisfunktionen zur Benutzerverwaltung - Authentifzierung oder die Vergabe von Zugriffsrechten einschließlich der Freigabe einzelner Dateien und Ordner - sind ebenso Standard wie ein webbasiertes Management, der Remote-Zugang und über die Cloud angebotene Backup-Funktionen.

Die KMU-Klasse

Eine Preisklasse darüber liegen Lösungen für KMUs. Die Integration von Multicore-Prozessoren, ausreichend Hauptspeicher und mehrere Gigabit-Ports sorgen für Geschwindigkeit und die bereitstehende Speicherkapazität bedarfsgerecht bis über 100 TB ausbauen.

Die redundante Auslegung systemkritischer Bauteile, die Unterstützung verschiedener RAID-Level und der Verzeichnisdienste Microsoft Active Directory und LDAP sind selbstverständlich. Verfahren zur Erstellung von Snapshots, der Datenreplizierung und bessere Backup-Funktionen sind weitere Leistungsmerkmale. Dennoch lassen sich Installation, Konfiguration und Management unaufwändig meistern.

Die Enterprise-Kategorie

NAS-Systeme für Enterprise-Zwecke zeichnen sich durch eine hohe Performance, hunderte TB bis PB an Kapazität, Hochverfügbarkeit und eine Plethora an Enterprise-Features aus. Die Kombination block- und dateibasierter Zugriffsverfahren, Deduplizierung, Load-Balancing, Fehlertoleranz sowie Backup- und Restore-Funktionalitäten sind einige davon.

Der Einsatzzweck heiligt die Mittel

Prosumer-Systeme können mehr als nur Daten speichern und lassen sich zusätzlich als Media-, Drucker-, FTP- und iTunes-, manchesmal auch als E-Mail-, Backup- oder Datenbank-Server nutzen. Selbst der Anschluss von Videokameras ist denkbar.

Sollen Audio- und Videogeräte angebunden sowie Smart-TVs und Smartphones erkannt werden, ist die Unterstützung von UPnP und DLNA unerlässlich. Steht Webfunktionalität im Vordergrund, sind als Multimedia-Station aktivierbare Lösungen das Richtige.

Wer hohen Wert auf Sicherheit legt, sollte darauf achten, dass neben klassischen Authentifizierungsmethoden weitere Zugriffskontrollen inbegriffen sind und sich Backups sinnvoll durchführen lassen.

Teilweise sind Geräte verfügbar, bei denen sich die Festplatten im laufenden Betrieb austauschen lassen. Dies ist für kleinere Unternehmen interessant, die im Tagesgeschäft keine oder nur geringfügige Unterbrechungen hinnehmen können.

Der Preis ist heiß

NAS-Einstiegssysteme sind ab 150 Euro zu haben, der Preis für besser ausgestattete Geräte bewegt sich derzeit zwischen 500 und 2.500 Euro. KMUs müssen mehr Geld in die Hand nehmen. Je nachdem, ob Low-End- oder Midrange-Lösung können die Kosten bis zu 25.000 Euro betragen.

Service und Support sind für Prosumenten weniger entscheidend, für kleinere Büros und KMUs kann sich der Abschluss eines Wartungsvertrags trotz höherer TCO schlussendlich jedoch als günstiger heraussstellen.

Kostenfaktor Energie

Ein wichtiger Faktor sind die Energiekosten: NAS-Systeme kommen mit 10 bis 20 Watt gegenüber Fileservern aus, deren Leistungsaufnahme zwischen 120 bis 200 Watt liegt. Bei vielen Produkten lässt sich per Konfiguration der Strombedarf zusätzlich drosseln. Abhängig von der Einstellung wechseln die Festplatten nach einer zugriffsfreien Zeitspanne automatisch in den Schlafmodus oder schalten sich vollständig ab. Per Power-On- und -Off nach Zeitplan lässt sich der Energieverbrauch senken.

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