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Veeam unterstützt MCP-Standard und schützt MS EntraID Neue Standards für KI-Integration und Schutz der digitalen Identität

Von Michael Matzer 5 min Lesedauer

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Veeam integriert das Anthropics Model Context Protocol (MCP) und macht so Backup-Daten für KI-Anwendungen nutzbar. Das Data Resilience Maturity Model (DRMM) soll künftig Firmen helfen, ihre kritischen Sicherheitslücke zu schließen. „Veeam Data Cloud for Microsoft EntraID“ wiederum soll die digitale Identitätsverwaltung schützen.

Mit der MCP-Unterstützung will Veeam die nahtlose Integration seiner Data-Resilience-Plattform (DRP) in die KI-Anwendungen seiner Kunden erlauben, so dass Daten, die bisher nur gespeichert wurden, nun in Echtzeit einen Mehrwert schaffen. Dank der MCP-Integration könnten Kunden ihre Backup-Daten nun für eine Vielzahl KI-gestützter Anwendungsfälle nutzen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Mit der MCP-Unterstützung will Veeam die nahtlose Integration seiner Data-Resilience-Plattform (DRP) in die KI-Anwendungen seiner Kunden erlauben, so dass Daten, die bisher nur gespeichert wurden, nun in Echtzeit einen Mehrwert schaffen. Dank der MCP-Integration könnten Kunden ihre Backup-Daten nun für eine Vielzahl KI-gestützter Anwendungsfälle nutzen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Auf seiner jährlichen VeeamON-Konferenz hat Veeam neue Funktionen vorgestellt, mit denen KI-Systeme dank der Unterstützung des Model Context Protocol (MCP), einem von Anthropic entwickelten offenen Standard, sicher auf Daten in Veeam-Repositorys zugreifen und diese nutzen können. MCP erfreut sich breiter Unterstützung, etwa durch Neo4J.

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MCP ist ein offener Standard, der etwa KI-Agenten mit Unternehmenssystemen und Datenspeichern verbindet. Mit der MCP-Unterstützung will Veeam die nahtlose Integration seiner Data-Resilience-Plattform (DRP) in die KI-Anwendungen seiner Kunden erlauben, so dass Daten, die bisher nur gespeichert wurden, nun in Echtzeit einen Mehrwert schaffen. Dank der MCP-Integration könnten Kunden ihre Backup-Daten nun für eine Vielzahl KI-gestützter Anwendungsfälle nutzen.

Dazu gehören das Finden und Abrufen verwandter Dokumente mit Anfragen in natürlicher Sprache sowie das Zusammenfassen von Konversationen aus archivierten E-Mails oder Helpdesk-Tickets. MCP soll auch zur Automation von Compliance- und E-Discovery-Prozessen und zum Anreichern von KI-Agenten und Copiloten mit unternehmensspezifischem Kontext beitragen.

KI-Agenten können nun auf strukturierte und unstrukturierte Backup-Daten zugreifen und diese kontextbasiert durchsuchen. Veeam-basierte Daten verbessern die Genauigkeit und Geschwindigkeit von KI in realen Geschäftsprozessen. MCP vereinfacht die Konnektivität zwischen Veeam und jeder kompatiblen KI-Plattform, wodurch kundenspezifische Anpassungen überflüssig werden.

Diese Funktionen gehen über technischen Komfort hinaus, indem sie eine grundlegende Veränderung der Art und Weise ermöglichen, wie Unternehmen den strategischen Wert ihrer Daten betrachten und KI-Erkenntnisse aus Daten ziehen, die Unternehmen bereits schützen. Veeam hat bereits eine fünfstufige KI-Roadmap vorgestellt.

Veeam Data Cloud for Microsoft EntraID

Angesichts der Tatsache, dass Entra ID (ehemals Azure Active Directory) täglich über 600 Millionen Angriffen ausgesetzt sei, sei der Schutz der digitalen Identität von Unternehmen laut Veeam wichtiger denn je. „Veeam Data Cloud for Microsoft Entra ID“ sei eine SaaS-Backup-Lösung (Software-as-a-Service), welche die Datenresilienz für Entra-ID-Nutzer vereinfacht und dafür sorgt, dass Unternehmen ihre wichtigen Ressourcen schützen können.

Die Unterstützung für Entra ID ist die neueste Erweiterung der Veeam Data Cloud. Diese wird als SaaS bereitgestellt und integriert Cloud-native Technologien und KI-Beschleunigung, um Daten On-Premises und in der Cloud zu schützen und zu verwalten. „Wir bieten unseren Kunden mehr Einfachheit mit einer Enterprise-reifen, vorab gehärteten und selbstkonfigurierenden SaaS-Lösung, die den Aufwand für die Verwaltung und Wartung einer komplexen Backup-Infrastruktur eliminiert“, sagt Niraj Tolia, CTO bei Veeam.

Der Schutz von Entra ID umfasst nicht nur die Abwehr von Cybersicherheitsbedrohungen, sondern auch die Verwaltung von Compliance-Anforderungen, Papierkorb-Limits, versehentlichen Löschungen und Fehlkonfigurationen von Richtlinien. „Veeam Data Cloud for Microsoft Entra ID“ bietet laut Tolia umfassende Backup- und Wiederherstellungsfunktionen für Entra-ID-Nutzer, Gruppen, Anwendungsregistrierungen und andere Objekte. Es stellt einen All-in-one-Cloud-Service mit unbegrenztem Speicherplatz und einer einheitlichen Benutzeroberfläche für eine optimierte Benutzererfahrung bereit. Damit sollen Unternehmen die Datenresilienz aufrechterhalten und Probleme, die Entra ID betreffen, schnell beheben können.

Analystenstimme

„Der Schutz von Microsoft Entra ID war noch nie so wichtig wie heute“, erläutert die Analystin Krista Case, Research Director bei The Futurum Group. „Tatsächlich gibt jeder fünfte Befragte in der Cybersecurity-Decision-Maker-IQ-Studie von Futurum an, dass die Kompromittierung von Anmeldedaten beziehungsweise die Übernahme von Konten der Sicherheitsvorfall ist, der die größte Auswirkung auf sein Unternehmen hat. Veeam macht die Ausfallsicherheit für diese Umgebungen, einschließlich der Transparenz potenziell böswilliger Aktivitäten und automatisierter Backup-Jobs, für einen größeren Kundenkreis zugänglich, indem es sie in einem verwalteten und gehosteten Modell mit zusätzlichem Entra-ID-Schutz für die Veeam Data Cloud bereitstellt.“

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Integriert mit MS365

Die Veeam Data Cloud bietet Unternehmen bereits die Möglichkeit, Microsoft-365- Workloads zu schützen. Mit der neuesten Ergänzung um Entra ID können bestehende Kunden die Veeam Data Cloud für Entra ID mit ihren bestehenden Investitionen in die Veeam Data Cloud für Microsoft 365 Flex und Premium bündeln und weiterhin nur pro Microsoft-365-Benutzer bezahlen. Veeam Data Cloud for Microsoft Entra ID ist ab sofort verfügbar.

DRMM

Veeam hat das erste Data Resilience Maturity Model (DRMM) der Cybersecurity-Branche eingeführt. Das neue Framework soll Unternehmen in die Lage versetzen, ihre tatsächliche Widerstandsfähigkeit objektiv zu bewerten und entschlossene, strategische Maßnahmen zu ergreifen, um die Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität zu schließen und sicherzustellen, dass ihre Daten angesichts der zunehmenden Cyberangriffe und -ausfälle widerstandsfähig sind.

Eine von Veeam und McKinsey gemeinsam durchgeführte Studie hat nämlich eine erhebliche Diskrepanz aufgezeigt: Während 30 Prozent der CIOs glauben, dass ihre Unternehmen bei der Datenresilienz überdurchschnittlich gut aufgestellt sind, sind es in Wirklichkeit weniger als 10 Prozent – eine riskante Fehleinschätzung. Dem Bericht zufolge kosten IT-Ausfallzeiten die Global-2.000-Unternehmen jährlich über 400 Milliarden US-Dollar, wobei jedes Unternehmen 200 Millionen US-Dollar an Verlusten durch Ausfälle, Rufschädigung und Betriebsunterbrechungen erleidet.

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So funktioniert DRMM

Das Veeam-DRMM-Framework soll Führungskräfte in die Lage versetzen, die Resilienz ihrer Daten zu bewerten und zu verbessern, indem es wertvolle Erkenntnisse für die Ausrichtung von Mitarbeitern, Prozessen und technischen Fähigkeiten auf die Gesamtdatenstrategie liefert.

Das Veeam DRMM kategorisiert Unternehmen nach vier Reifegraden der Cyberresilienz:

  • Basis: reaktiv und manuell, stark gefährdet,
  • Intermediär: zuverlässig, aber fragmentiert, fehlende Automatisierung,
  • Fortgeschritten: strategisch und proaktiv, aber ohne vollständige Integration,
  • Best-in-Class: autonom, KI-optimiert, vollständig widerstandsfähig.

Das „Digital Resilience Maturity Model“ soll Wege aufzeigen, wie sich Unternehmen für die Herausforderungen von heute rüsten und gleichzeitig auf die Chancen von morgen vorbereitet sein können. Unternehmen können ihren Reifeprozess in Richtung Datenresilienz starten, indem sie an den maßgeschneiderten Veeam-Workshops für Führungskräfte teilnehmen, die darauf abzielen, die Reifekurve zu erhöhen, das Risiko zu verringern und neue Innovationen zu erschließen.

Aktuelles eBook

Ransomware-Schutz durch Object Lock und WORM

eBook „Ransomware-Schutz“
(Bild: Storage-Insider)

Um ein Storage-System effektiv von Ransomware-Angriffen zu schützen, bieten sich neben Backup/Disaster Recovery und Verschlüsselung vor allem Object Lock und WORM an. Das gelingt nicht nur im eigenen Haus, sondern auch in der Hybrid-Cloud.

Die Themen im Überblick:

  • Ransomware-Trends
  • Air-Gapping
  • Amazon S3 Object Lock
  • WORM mit Bandspeicher
  • Schutz durch Algorithmen

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