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Mythos 7. Microsoft-Windows-VMs können von NFS-Datenspeicher nicht booten
Microsoft Windows Server unterstützt tatsächlich nicht das NFS-Protokoll und kann auch nicht von NFS booten. Meist wird dann irrtümlich angenommen, dass es beim Einsatz als VM in VMware auch keine NFS-Datenspeicher nutzen kann. VMware integriert jedoch das NFS-Protokoll in die ESX-und vSphere-Virtualisierungsschicht. Microsoft-Windows-VMs sehen daher das NFS-Protokoll nicht und können folglich auch nicht erkennen, dass sie einen NFS-Datenspeicher nutzen.
Weitere Aspekte
Obwohl NFS-Datenspeicher gut für VMware geeignet sind, gibt es doch einige nicht ganz triviale Aspekte im Hinblick darauf, wie die meisten Anbieter NFS in ihre Speichersysteme implementieren. Solche Systeme haben normalerweise:
- 1. Ein 16-Terabyte-Dateisystem, das die Größe des NFS-Datenspeichers auf 16 Terabyte beschränkt
- 2. Ein Software-basierendes NFS, das die I/O-Performance der einzelnen Ports stark einschränkt.
- 3. Einschränkungen im Hinblick auf das Dateiobjektmanagement des Dateisystems
- 4. Manuelles Speicher-Tiering
Fazit
Auf NFS basierende Netzwerkspeicher vereinfachen deutlich das VM-Speicher-Provisioning, ebenso wie die Datensicherung, das Management, das Task Management und eine Fehlersuche. Mutmaßliche Probleme bei der Größe der NFS-Datenspeicher, der I/O-Performance der Ports und Einschränkungen bei den Dateiobjekten sowie intensives, Anwendungs-unterbrechendes Speicher-Tiering und Datenmigration haben dazu geführt, dass die VMware-Vereinfachung selten genutzt wird. Man sollte allerdings diese Mythen ignorieren und stattdessen nach Lösungen suchen, die NFS-basierende NAS-Speicher mit intelligenter Datenmanagementsoftware kombinieren. Dann lassen sich die vollen Vorteile von VMware und NFS nutzen und die althergebrachten Einschränkungen vermeiden.
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