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Mythos 2. VMware-Performance ist bei NFS-Datenspeichern viel langsamer
Diese Behauptung wird meist von SAN-Anbietern und Fachleuten vorgebracht, um ihre eigenen Lösungen zu beschönigen. Hierfür gibt es viele Gegenbeweise. In Tests konnte VMware zeigen, dass NFS auf 1-GbE-Ethernet eine Performance erreicht, die nur neun bis zehn Prozent unter der von 4-Gbit/s-Fibre-Channel liegt. Bei diesem Test wurde nicht die Performance gebündelter 1-GbE-Ports auf der Seite des VMware-Servers und des NFS-Speichersystems geprüft. Die Tests von Dell und BlueArc haben aber bewiesen, dass die Performance von VMware mit NFS auf 10 GbE ähnlich oder sogar höher ist als bei 8-Gbit/s-Fibre-Channel mit VMFS.
Mythos 3. Die CPU-Last ist mit NFS deutlich höher
Der Mythos basiert auf Tests, welche die VMware-CPU-Last bei einem NFS-Datenspeicher und dem TCP/IP-Protokoll mit der VMware-CPU-Last von Fibre Channel und iSCSI (Software- und Hardware-basierende) Protokolle vergleichen. Die Tests zeigten bei NFS-TCP/IP einen um 15 bis 40 Prozent höheren CPU-Overhead als beim Fibre-Channel-Protokoll bzw. -Treiber. Allerdings wurde die VMware-CPU-Last für VMFS-Datenspeicher beim Einsatz von Fibre-Channel-oder iSCSI- Protokollen/-Treibern nicht gemessen. Es wurde nur der Protokoll-/Treiber-Overhead gemessen, nicht aber der Overhead von VMFS. Da bei einem NFS-Datenspeicher der Overhead eines VMFS-Datenspeichers entfällt, wäre ein Vergleich der gesamten CPU-Last weit aussagekräftiger gewesen. Abgesehen davon waren die Unterschiede der Testergebnisse statistisch nicht relevant, da das Fibre-Channel-Protokoll komplett Hardware-basierend ist, NFS und TCP/IP-Protokolle dagegen Software-basierend sind. Mittlerweile sind aber auch Lösungen verfügbar, bei denen sowohl das NFS- als auch das TCP/IP-Protokoll Hardware-basierend sind, sodass dieser Aspekt der CPU-Last künftig hinfällig ist.
Mythos 4. VMware ist auf acht NFS-Datenspeicher beschränkt
Dieser Mythos basiert auf den Setup-Grundeinstellungen von ESX und vSphere-NFS-Datenspeichern. In Wirklichkeit unterstützt ESX bis zu 32 und vSphere bis zu 64 NFS-Speicher.
Mythos 5. VMware-NFS-Datenspeicher erlauben nur eine Skalierung bis zu 16 Terabyte
Die 16-Terabyte-Beschränkung bei NFS-Datenspeichern hat nichts mit VMware zu tun, sondern ist die typische Dateisystem-Größenbeschränkung der meisten NFS-Speichersysteme. Hat das NFS-Dateisystem diesen Grenzwert, dann gilt das auch für den NFS-Datenspeicher. Es gibt allerdings NFS-Dateisysteme mit bis zu 256 Terabyte, die einen globalen Namensraum von bis zu vier Petabyte unterstützen. Damit kann ein Datenspeicher bis auf vier Petabyte wachsen oder 256 Mal größer als ein 16-TB-Datenspeicher werden.
Mythos 6. VMDK mit NFS Thin Provisioning benötigt automatisch eine Rehydration, wenn es verlagert oder geklont wird
Das trifft für ESX, nicht aber für vSphere zu! Thin Provisioning ist die Standardeinstellung für NFS-VMDK-Datenspeicher mit vSphere 4 und benötigt keine Rehydration mehr, wenn man es von Vmotion in einen anderen NFS-Datenspeicher verlagert oder klont.
Weiter mit: Mythos 7. Microsoft-Windows-VMs können von NFS-Datenspeicher nicht booten
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