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In zehn Schritten zur NIS-2-Konformität

NIS-2 – Anschnallpflicht für Unternehmen

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Schritt 2: Projektteam etablieren

NIS-2-konform wird ein Unternehmen nicht so nebenbei. Es gilt also, ein Projekt aufzusetzen. Doch wie sollte das Projektteam aussehen? „Der Geschäftsführer oder CEO sollte der Sponsor der Arbeitsgruppe sein, weil er es ist, der von seiner Position entfernt werden kann“, so Schneider. Neben der Geschäftsleitung, dem IT-Leiter, dem IT-Sicherheits- und dem Datenschutzbeauftragten (ISB, DSB) sollten Unternehmen laut dem Experten immer den Rechtsbeistand hinzuziehen.

Auch Check-Point-Mann Eggerling rät, DSB und ISB ins Boot zu holen, da diese sich mit den juristischen Aspekten auskennen. Seine Begründung leuchtet ein: „Dies sind die zwei relevanten Personen, die die Geschäftsleitung angesichts der Managerhaftung, die in NIS-2 vorgesehen ist, aus dem Gefängnis heraushalten.“

Laut Dr. Sebastian Schmerl, VP Security Services EMEA bei Arctic Wolf, gehören bei größeren Unternehmen die Hauptprozesseigner der betriebskritischen Prozesse mit ins Team. Er rät aber: „Machen Sie die Runde nicht zu groß!“

Andere Fachleute plädierten gegenüber Security-Insider hingegen für eine breiter gefächerte Projektgruppe: „Ich brauche in der Regel den IT-Leiter und den Facility-Manager, falls es ihn im Unternehmen gibt, zudem jemanden von der Personalabteilung, weil Personalsicherheit in NIS-2 eine große Rolle spielt“, so Dirk Wocke, IT-Compliance-Manager bei Indevis. Auch brauche das Team aufgrund des geforderten Lieferantenmanagements jemanden aus der Einkaufsabteilung, zudem eventuell auch vom Marketing, um Kommunikation und Krisenkommunikation zu steuern. Wockes Tipp: „Vielleicht gibt es einen Qualitätsmanagement-Beauftragten, weil das Unternehmen ISO 9001 eingeführt hat.“ Dann sei dieser ein wichtiger Ansprechpartner. Denn ein QMB kennt sich mit Prozessen aus, und darum geht es letztlich bei der Erfüllung von NIS-2.

„Ein Projekt hat per Definition einen Start und ein Ende, das ist bei Cybersicherheit nicht der Fall“, mahnt Robert Stricker, VP Security Consulting bei Materna. Ein Unternehmen könne durchaus für den initialen Push ein Projekt starten, müsse aber auch langfristig internes Personal zur Verfügung stellen, um das Thema nachhaltig voranzutreiben. Es gehe dabei nicht nur um finanzielle Ressourcen, sondern auch um den Rückhalt, den das Thema von der Geschäftsleitung erhält.

Schließlich sind Cyberrisiken wie überfüllte Straßen: Sind sie einmal da, gehen sie so schnell nicht wieder weg. Dann hilft nur: anschnallen und dauerhaft vorsichtig fahren.

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