Speichertipp: Schneller lesen und schreiben mit PCIe NVMe, SSD, M.2 und U.2 verstehen

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dr. Jürgen Ehneß

Wer im PC oder Server neue Datenträger einbauen will, steht häufig vor der Wahl, auf herkömmliche SSDs oder auf NVMe-SSDs zu setzen. Wir erklären den Unterschied.

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Durch den Einsatz von NVMe gewinnen SSDs deutlich an Geschwindigkeit.
Durch den Einsatz von NVMe gewinnen SSDs deutlich an Geschwindigkeit.
(Bild: ©Oleksandr Delyk - stock.adobe.com)

Herkömmliche SSDs werden in den meisten Fällen an herkömmlichen SATA/AHCI im Computer angeschlossen. Dadurch ergeben sich Übertragungsgeschwindigkeiten von etwa 500 Mbit/s. Für viele Einsatzzwecke reicht das vollkommen aus. Wenn ein Server aber über mehr Leistung verfügen soll, vor allem, wenn es um das Speichern und Lesen von Daten auf Festplatten geht, sind NVMe-SSDs besser geeignet.

NVMe-SSD versus SSD

Beim Einsatz von Non-Volatile Memory Express (NVMe) erfolgen der Anschluss und die Kommunikation direkt mit PCIe. Sind auf einem Computer vier PCIe-Bahnen (Lanes) verfügbar, sind hier Übertragungsraten von bis zu 4 Gbit/s möglich. Das macht schnell klar, dass diese Art der SSD deutlich schneller, aber leider auch teurer ist. Allerdings fallen auch hier die Preise, sodass sich der Einsatz durchauslohnen kann.

Neben herkömmlichen Bauformen von 2,5 Zoll stehen NVMe-SSDs auch als M.2-Bauform zur Verfügung. Bei dieser Bauform wird die NVMe-SSD direkt als Speicherkarte auf der Hauptplatine verbaut. Die Bauform U.2 hat sich nicht durchgesetzt. Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit, NVMe-SSDs direkt in einem 2,5-Zoll-Schacht zu verbauen.

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 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist