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Datenmanagement mit PanFS 9.3.x Panasas erhöht Datentransparenz und Datenmobilität

Von Michael Matzer 6 min Lesedauer

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Der Storage-Hersteller Panasas hat weitere Produkte für Datenerkenntnisse und -transparenz sowie für Datensicherheit und -mobilität vorgestellt, die seine PanFS-Software-Suite in der Version 9.3.1 ergänzen. Die Software-Lösungen PanView und PanMove erweitern die Datenmanagement- und Datenanalysefunktionen für Panasas Storage. Sie sollen die Transparenz und Mobilität von Ressourcen in Unternehmen erhöhen, die High-Performance-Computing, High-Performance-Data-Analytics sowie KI/ML in großem Umfang nutzen.

Panasas erweitert den Funktionsumfang seiner Datenmanagementplattform PanFS, um die Transparenz und Mobilität vorhandener Ressourcen in den Anwenderunternehmen zu verbessern.(Bild:  deepagopi2011 - stock.adobe.com)
Panasas erweitert den Funktionsumfang seiner Datenmanagementplattform PanFS, um die Transparenz und Mobilität vorhandener Ressourcen in den Anwenderunternehmen zu verbessern.
(Bild: deepagopi2011 - stock.adobe.com)

Panasas PanView und PanMove kommen aus der Software-Schmiede Atempo und entstammen deren Suite „Miria“. Jeff Whitaker, VP Marketing und Product Strategy bei Panasas, sagte im Gespräch, dass Anwendungen und KI-Modelle heutzutage den Datenstandorten folgen müssten, sei es am Edge, in der Cloud oder im Hochleistungsrechnen (HPC und HPDA). Das ständige Verschieben von Daten sei nicht nur teuer, sondern auch langsam, eine Folge der „Data Gravity“. Daher werde das leichte, sichere und effiziente Verschieben von Daten wichtiger denn je.

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PanMove

Mit dem Panasas-PanMove-Software-Paket sollen Unternehmen ihre Daten schnell und sicher zwischen verschiedenen Datenstandorten verschieben können. Das Paket enthält laut Whitaker PanMove Sync, eine parallele Version von Rsync für die Datenverschiebung von Posix zu Posix, und PanMove Advanced von Atempo. „Das Tool erweitert die Zuverlässigkeit über einen einzelnen Storage-Cluster hinaus“, so Whitaker. „Dieses Datenverschiebungs- und Data-Protection-Tool zeichnet sich durch eine einfache Benutzeroberfläche aus, mit der Daten zwischen PanFS-basierten Systemen verschoben, kopiert und synchronisiert werden können.“

Durch Regeln und Policies ließen sich diese Vorgänge automatisieren, so dass sich der Aufwand eines Admins auf ein Minimum verringere. Whitaker erzählt: „Wie Kundenumfragen ergeben haben, ist in vergleichbaren quelloffenen und kostenlosen Alternativen wie etwa Lustre der Admin die ganze Zeit damit beschäftigt, die Vorgaben einzustellen und die Ausführung zu kontrollieren. Ein Admin beschwerte sich, dass er zu nichts anderem mehr Zeit habe, und forderte die Rückkehr zur Automation, die Panasas PanFS erlaube.“ Diese Automation sei unter anderem mithilfe der neuen Befehlszeile (CLI) in PanMove CLI realisierbar.

PanMove für Object Stores

Der Einsatzbereich von PanMove Advanced lasse sich auch auf Cloud-basierte und lokale S3-kompatible Objektziele ausweiten. „Damit meinen wir AWS S3, Google Cloud Platform und Azure.“ Weitere Cloud Service Provider (CSPs) wie etwa das vollständig S3-kompatible Wasabi könnten eventuell noch hinzukommen. Whitaker weiter: „In Kombination mit den Add-on-Lizenzen Panasas PanMove Backup und Archive unterstützt die PanMove-Suite einen kompletten Datenlebenszyklus für alle HPC- und KI-Umgebungen.“ Den Namen eines deutschen Autoherstellers, den Panasas kürzlich als Kunden gewonnen habe, wollte der Marketingprofi indes nicht preisgeben.

Mit PanMove sollen Anwender große Datenmengen einfach und zuverlässig verschieben können – sowohl zwischen verschiedenen lokalen als auch zwischen weit entfernten Panasas-ActiveStor-Systemen sowie zwischen PanFS-Storage-Umgebungen und S3-Objektspeichern, in Public oder Private Clouds oder in On-Premises-Lösungen. Damit ähnelt diese Funktionsbreite der von Hammerspace und Arcitecta, allerdings mit völlig eigenständiger Technologie.

PanView

Mit dem neuen Panasas-PanView-Software-Paket sollen Kunden den Zugriff auf ihre Infrastruktur sowie die Kosten kontrollieren können. Das Paket analysiere hierzu die Datennutzung nach Zugriffshäufigkeit, den Footprint und die Auslastung der Speicherkapazitäten.

Zum Lieferumfang gehören zudem PanView Essentials für die native Panasas-Fast-Scan-Technologie, die Storage-Profiling und -Prognosen unterstützt, sowie ganz neu die Funktion PanView Analytics, „powered by Atempo“, die in einem zentralen Dashboard eine konsolidierte globale Datenansicht und umfassende Erkenntnisse über die Aktivitäten bereitstellt. „PanView Analytics liefert Anwendern einen konsolidierten globalen Überblick über ihre Daten in Panasas-eigenen Storage-Systemen und stellt umfassende Reports über Storage-Aktivitäten in einem zentralen Dashboard bereit“, ergänzte Whitaker.

Backup, Recovery und Archivierung

PanMove und PanView Advanced entstammen der Miria-Suite von Atempo. In Verbindung damit sollen Anwender diesen Schutz, die Synchronisierung und die Replikation noch weiter auf Backup-, Recovery- und Archivierungsziele wie Tape und Tape-Robotics sowie Azure und Google Cloud Object Storage ausdehnen können. „Über die zentrale Verwaltungsschnittstelle von Miria können sie den Status und die Herkunft von Daten an all diesen Standorten nachverfolgen und so einen wichtigen Schritt in Richtung einer Multi-Cloud-Strategie machen“, so Whitakers Versprechen.

Strenge Sicherheitsmaßnahmen

Immer wieder betont Panasas die Sicherheit aller Datenbewegungen und der ruhenden Informationen in den verwalteten Speichersystemen. Die notwendigen Sicherheitsfunktionen beruhen auf Technologien, die Panasas und die Partner Thales und Atempo liefern. „Ruhende Daten lassen sich auf SED-Festplatten ablegen, die sich selbst mit dem Algorithmus AES-256 verschlüsseln“, erläutert Whitaker. AES-256 ist der State-of-the-Art-Standard. Es soll dabei laut Whitaker keine Leistungseinbußen unter PanFS geben. Auch sei eine Löschung solcher SED-Festplatten vollständig, so dass sie sich wiederverwenden ließen.

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Das Protokoll „Key Management Interoperability Protocol“ (KMIP) erlaube die Verwaltung der Schlüssel mit entsprechenden KLMS-Lösungen. KMIP bietet einen einheitlichen Standard für die Kommunikation zwischen einem Key-Lifecycle-Management-System (KLMS) und dessen Clients. Dadurch können eine zentrale Schlüsselverwaltung eingesetzt werden und die Datensicherheit erhöht werden. „Die Technologie ist getestet und mit dem Thales CipherTrust Manager integriert“, erläutert Whitaker.

Nutzt ein Kunde zusätzlich Security-Enhanced Linux (SELinux), so ließen sich mehrere Ebenen der Sicherheit realisieren, etwa in geteilten Clustern. SELinux ist eine Sicherheitsarchitektur für Linux-Systeme, die Administrationsteams über Zugangskontrollen (Access Control Lists und so weiter) noch mehr Kontrolle darüber bietet, wer auf das System zugreifen darf. Es wurde ursprünglich von der US-amerikanischen NSA (National Security Agency) in mehreren Patches entwickelt, die mit LSMs (Linux Security Modules) auf den Linux-Kernel angewendet wurden.

Der Anbieter Red Hat erläutert: „SELinux definiert Zugangskontrollen für Anwendungen, Prozesse und Dateien eines Systems. Dabei nutzt es Sicherheitsrichtlinien, die aus mehreren Regeln bestehen und den Zugriff je nach Richtlinie gewähren oder verweigern.

Wenn eine Anwendung oder ein Prozess, auch ,Subjekt‘ genannt, den Zugriff für ein ,Objekt‘ wie etwa eine Datei anfordere, prüfe SELinux per Access Vector Cache (AVC), wo die Berechtigungen für die Subjekte und Objekte im Cache gespeichert würden.

Wenn SELinux auf der Basis der im Cache gespeicherten Berechtigungen keine Entscheidung über den Zugriff treffen kann, leitet es die Anfrage an den Sicherheitsserver weiter. Dieser wiederum prüft den Sicherheitskontext der Anwendung beziehungsweise des Prozesses und der Datei. Dieser Sicherheitskontext wird aus der SELinux-Richtliniendatenbank vorgegeben. Und auf dieser Grundlage wird die Berechtigung entweder erteilt oder abgelehnt.“ Ablehnungen würden im System vermerkt: „Bei einer Ablehnung wird unter ,/var/log.messages‘ eine ,avc: denied‘-Meldung gespeichert.“

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Verfügbarkeit

Die Lösungen PanView und PanMove sollen ab dem ersten Quartal 2023 für Kunden verfügbar sein. Die allgemeine Verfügbarkeit der Tools PanView und PanMove erfolgt zeitgleich mit der Einführung von PanFS 9.3.1. Dieses neue Release soll Updates und Performanceverbesserungen für Panasas-Storage-Umgebungen bieten. Die zusätzlichen Software-Tools resultieren aus der Zusammenarbeit zwischen Panasas und Atempo.

„Unternehmen, die HPC und KI/ML einsetzen, benötigen heute die mit herkömmlichen HPC-Storage-Architekturen verbundene fortschrittliche Performance, Skalierbarkeit und Funktionalität, doch müssen diese auch einfach zu verwalten und äußerst zuverlässig sein. Unsere integrierten Software-Lösungen setzen direkt an diesen beiden Herausforderungen an und erfordern keine zusätzlichen Schulungen“, fasst Whitaker zusammen.

Abschließend hebt er noch den Nutzen für die Anwenderunternehmen hervor: „Mit PanMove und PanView stellt die PanFS-Software-Suite die notwendigen Datenverschiebungen und -erkenntnisse bereit, die datengesteuerte Unternehmen für die Unterstützung unterschiedlichster High-Performance-Anwendungen benötigen. So können sie den vollen Nutzen aus ihren Daten ziehen und die Gesamtbetriebskosten des Unternehmens senken.“

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(Bild: Storage-Insider)

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