Workshop -- Speicherzugriffskriege vermeiden

Performance-Probleme mit dem SRM-Tool analysieren

| Autor / Redakteur: Praveen Manohar, Head Geek, Solarwinds / Rainer Graefen

Praveen Manohar, Head Geek bei SolarWinds
Praveen Manohar, Head Geek bei SolarWinds (Solarwinds)

Auch die Virtualisierung löst nicht das Problem, dass Speicherkapazität letztendlich auf einer Festplatte oder einem Array provisioniert wird. Wird die übermäßige Belastung dieser Speichermedien nicht rechtzeitig erkannt, sind Zugriffskonflikte vorprogrammiert. Ein kleiner Leitfaden für die Suche nach Störquellen.

Aufgrund der verstärkten Vernetzung zwischen Unternehmen steigen die durchschnittlichen Kosten für Speicherlösungen für jedes Unternehmen jährlich um etwa 40 Prozent. Aus diesem Grund sind effizientere Speicherlösungen erforderlich.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder viele Speichertechniken, die im Trend liegen: beispielsweise das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) oder Intel Micron 3D Xpoint. Zur Zeit werden allerdings vorrangig andere Speichertechniken genutzt, die schon auf dem Markt etabliert sind:

  • Software-defined Storage
  • Integrated Computing Platform (ICP)
  • Open-Source-Speicherlösungen
  • Cloud-Speicher
  • Flash-Speicher
  • Objektspeicher

Bei der Auswahl der geeigneten Speicherlösung für das eigene Unternehmen müssen Administratoren sich daher unbedingt die folgenden Fragen stellen:

  • Wird damit die Datensicherheit verbessert?
  • Wird der Zugriff auf meine Daten beschleunigt?
  • Gibt es Optionen für komplexes Datenwachstum? Gibt es eine positive Kapitalrendite (Return on Investment, ROI)?
  • Und am allerwichtigsten: Ist diese Lösung für meine Umgebung geeignet?

Im Zusammenhang mit dem Datenspeicher müssen sie dabei eine Reihe komplexer Aspekte berücksichtigen:

  • Ein schnelles Unternehmenswachstum bedeutet mehr gespeicherte Daten.
  • Die gespeicherten Daten sollten sicher sein, aber gleichzeitig sollten alle Benutzer darauf zugreifen können. Um beide Punkte gewährleisten zu können, müssen Sie viel Zeit und Geld investieren.
  • Es ist schwierig, Naturkatastrophen oder vom Menschen verursachte Katastrophen vorherzusehen und für geeignete Datensicherungen in derartigen Situationen zu sorgen.
  • Komplikationen bei der Speicherarchitektur können sich als hartnäckig erweisen.

Darüber hinaus gibt es möglicherweise noch mehr Probleme. Und obwohl es unterschiedliche Speichertechniken für diese Probleme gibt, sollten beim Einrichten des Speichers unbedingt ein paar Dinge vermieden werden.

LUN-Konflikte

LUN-Konflikte sind die am häufigsten auftretenden und gängigsten Probleme, die alle Speicheradministratoren auf jeden Fall zu vermeiden versuchen. Im Folgenden sind einige der häufigsten Fehler von Datenbankadministratoren aufgelistet, die zu LUN-Konflikten führen:

  • Bereitstellung einer neuen Anwendung auf dem Volume, auf dem bereits ein System mit hoher Auslastung ausgeführt wird (z. B. E-Mail, ERP usw.),
  • Verwendung derselben Laufwerke für Anwendungen mit hohen IOPS-Werten,
  • Konfiguration vieler VMs für denselben Datenspeicher,
  • Fehlende Abstimmung von Speichertreibern und Prozessoren.

Bei Anwendungsproblemen lassen sich LUN-Konflikte nur dann ermitteln, wenn die betroffene Datenbank überwacht wird. Durch einen Drilldown für die entsprechende LUN-Performance können Admins den reibungslosen Betrieb der Anwendung sicherstellen.

Angenommen, bei einer Anwendungen, beispielsweise MSSQL, liegt ein Problem vor. Zunächst können sie den Server prüfen. Administratoren sollte wissen, auf welchem Server SQL ausgeführt wird. Sie können die Performance des betreffenden Servers direkt prüfen – Arbeitsspeicher, Festplatte usw.

Wenn die Anwendung jedoch in einer virtualisierten Umgebung ausgeführt wird (was heutzutage meist der Fall ist), können sie einen Drilldown durchführen, um den Host, den virtuellen Cluster, das virtuelle Datencenter und den Datenspeicher für die VM anzuzeigen.

Wenn bei einer dieser Komponenten ein Problem vorliegt, sollten die Admins einen weiteren Drilldown durchführen, um die genaue Ursache zu ermitteln. Ausführliche Details zum Knoten, Hyper-V-Host, ESX-Host, vServer usw. sollten geprüft werden. Wenn alles in Ordnung ist, können sie mit dem nächsten Anwendungsproblem fortfahren.

Kapazitätsplanung

Mangelhafte Performance kann für die meisten Anwendungen in einem Unternehmen oft auf eine höhere Nachfrage nach Services zurückzuführen sein und nicht selten handelt es sich dabei um Speicher und die damit verbundenen IOPS-Werte. Darüber hinaus ist Speicher kostspielig und kein Unternehmen möchte ungenutzten Speicher für Anwendungen verschwenden.

Administratoren sollten ihre Anwendung kennen und wissen, wie viel Speicherplatz oder welche Art von Speicher dieser Anwendung zugeteilt werden sollte. Dies wird kurzum als Kapazitätsplanung bezeichnet. Die Kapazitätsplanung unterstützt vorausschauende Analysen, mit deren Hilfe der Benutzer die Speicheranforderungen für die betreffende Anwendung festlegen kann. Diese Kapazitätsplanung sollte erfolgen, bevor die Anwendung in der Produktionsumgebung eingesetzt wird.

Solarwinds Storage Resource Monitor (SRM) ist eines jener Tools, das Speicheradministratoren bei der Kapazitätsplanung für Anwendungen unterstützen. Mithilfe dieser Software verschaffen sich Administratoren die erforderliche umfassende Transparenz für ihre heterogenen Speicher-Arrays. Auf diese Weise können sie den Anwendungsstapel effektiv verwalten und Speicherprobleme verhindern, die sich negativ auf die Anwendungsleistung auswirken.

Stets den Speicher überwachen

SRM erlaubt den Zugriff auf das Anwendungsstapel-Dashboard, um einen umfassenden Überblick über die Anwendungen und Infrastrukturressourcen zu erhalten. Hierzu zählen auch die in das Solarwinds SRM-Modul integrierten Speicher-Arrays.

Die Anwendungsstapelumgebung von SRM hilft Administratoren, die Integrität von IT-Umgebungen zu prüfen sowie bestimmte Probleme zu beheben, indem Leistungsprobleme von Anwendungen angezeigt werden, die in der Regel durch die Server-, durch die virtuelle oder physische Speicherinfrastruktur verursacht werden.

Systemadministratoren machen oft den Speicher für Leistungsprobleme von Anwendungen verantwortlich. Es empfiehlt sich, stets den Speicher zu überwachen, da dadurch gegenseitige Schuldzuweisungen vermieden werden. Mithilfe der Überwachung des Speichers können sie feststellen, ob Leistungsprobleme tatsächlich durch den Speicher und nicht durch den Server oder das Netzwerk selbst verursacht werden.

Durch die kontinuierliche Überwachung ihrer Datenbank können sie außerdem LUN-Konflikte vermeiden. Admins können auch die Performance ihrer Kapazitätsplanung überwachen und werden gewarnt, wenn die Performance nicht optimal ist. Es ist auf jeden Fall besser, auf Nummer sicher zu gehen, als später zu jammern: Der Speicher sollte auch dann überwacht werden, wenn keinerlei Probleme gemeldet werden. Sollten dann einmal Probleme auftreten, können Administratoren schnell und effektiv reagieren.

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