Infinibox im Rechenzentrum der Kisters AG

Performanter Storage im Handumdrehen

| Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Software unter der Fahne effizientes Ressourcen-Management: die Kisters AG aus Aachen.
Software unter der Fahne effizientes Ressourcen-Management: die Kisters AG aus Aachen. (Bild: Kisters AG)

Die Kisters AG bietet Softwarelösungen im Umfeld Energie, Wasserwirtschaft und Luftqualität an. Um den Kunden flexible und einfach skalierbare Lösungen zu bieten, setzt das Aachener Unternehmen auf Cloud-Lösungen.

Energie, Wasser, Luft und noch viel mehr – die Kisters AG entwickelt Software rund um das effiziente Management von Ressourcen. Zu ihrem Kundenstamm gehören unter anderem Nahversorger, Stadtwerke, Energieerzeuger, Behörden und Unternehmen aus dem Arbeitsschutzumfeld. Die weltweit tätige Aktiengesellschaft mit Sitz in Aachen bietet neben Softwarelösungen für den Energiemarkt, die Wasserwirtschaft und die Luftqualität auch 3D-Viewer, Ingenieurleistungen, Umwelt-Consulting sowie Großformatdrucker und -scanner.

Zukunft liegt in der Cloud

Das Unternehmen setzt stark auf Cloud-Lösungen, um seinen Kunden größtmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit der Lösungen zu bieten, damit diese ebenfalls flexibler und skalierbarer arbeiten können. Besonders sichtbar wird dieser Bedarf anhand der Veränderungen in der Energieerzeugung: Gerade der Einsatz regenerativer Energiequellen zieht große Veränderungen bei den Energieunternehmen mit sich.

Diese erzeugen den Strom nun – anders als in der Vergangenheit, als die Gewinnung durch einige große Kraftwerke erfolgte – mit Hilfe einer Vielzahl an Solarparks, Windrädern oder auch kleineren Wasserkraftwerken. Dies erfordert einen weit höheren Grad an Koordination und ein flexibleres Management der beteiligten Erzeugungsanlagen als früher. Hier erfüllt die flexible Software aus der Kisters-Cloud genau den Bedarf.

Erfolgsfaktor Storage

Welche Faktoren sind für Kisters für den Betrieb einer Cloud nun wichtig? Da einer der Hauptfaktoren eines Cloud-Dienstes die in ihm gespeicherten Daten sind, ist einer der Hauptstützpfeiler eine gute Storage-Lösung. Diese muss die Daten ausfallsicher, performant und geschützt vorhalten können. Bei der Suche nach einer entsprechenden Lösung war den IT-Verantwortlichen des Unternehmens daher Verlässlichkeit wichtig.

Allerdings war noch ein weiterer Faktor von Bedeutung: einfache Implementierung und Wartung. Kisters operiert mit einem schlanken IT-Team, um den dadurch gewonnenen Kostenvorteil an seine Kunden weiterreichen zu können. Bei der Suche nach einer Storage-Lösung kamen daher Lösungen in die engere Wahl, die das gewährleisten konnten.

Der Weg zum Ziel

Der Ausgangspunkt waren Internetrecherchen. Dabei fiel Armin Förster, Senior Engineer Systemadministration bei Kisters, Infinidat besonders ins Auge, da dessen integriertes Storage-Array Infinibox ein in sich geschlossenes System darstellt, das ohne Änderungen in der bestehenden Infrastruktur einfach zu implementieren ist. Förster führt seine Erwartungshaltung wie folgt aus: „Eine knallhart einfache Bedienung, die Zeit, Geld und Nerven spart, ist notwendig.“

Klarer Favorit

Bei der Suche nach entsprechenden Anbietern kristallisierte sich Infinidat am Ende als Favorit heraus. Deswegen entschied sich Kisters, eine Evaluierung durchzuführen. Gegenüber anderen Systemen überzeugte die Infinibox durch ihr Konzept. Anders als die klassische Lösung, die eine tiefe Einbindung in die Struktur der sonstigen IT-Systeme des Unternehmens bedingt, arbeitet die Infinibox autark.

Die Aufgaben, die zur Installation der Lösung nötig sind, sind sehr überschaubar. Laut Förster lag der Administrationsaufwand bei lediglich fünf Minuten. Seinen Worten zufolge war sogar der Zeitbedarf, der für die Verkabelung der Infinibox mit dem Switch notwendig war, höher.

Ein Blick ins Kisters-Rechenzentrum.
Ein Blick ins Kisters-Rechenzentrum. (Bild: Kisters AG)

Wie einfach sich die Arbeit mit der Infinibox gestaltet hat, macht Förster am Beispiel der Datenkompression in einer Oracle-Datenbank fest. Das einfache Setzen eines Häkchens in der grafischen Infinibox-Benutzeroberfläche reiche aus, um den Platzbedarf um den Faktor vier zu verringern; die Oracle-Administratoren müssten sich nicht mehr um die Kompression der Daten kümmern. Dabei habe der Kompressionsvorgang selbst keine Auswirkungen auf die Anwendung; er erfolge unbemerkt im Hintergrund.

Einfache Implementierung – einfache Wartung

Überzeugt hat die Infinibox auch durch ihre Einfachheit im Umgang. So benötigte das IT-Team von Kisters keine Schulungsmaßnahmen und auch keine Zeit für die Konfiguration der Lösung für die Anwendungen und die IT-Umgebung. Sie ist fertig vorkonfiguriert und lässt sich somit als fertige IT-Komponente nahtlos in die bestehende Architektur einbinden. Förster dazu: „Das Aufsetzen der Infinibox erfolgte quasi nebenbei.“ Somit ist die Ausbildung gesonderter Storage-Administratoren nicht notwendig.

Bei der täglichen Arbeit mit der Storage-Lösung können IT-Administratoren entweder auf die webbasierte grafische Benutzeroberfläche oder die Kommandozeile zurückgreifen. Die Experten bei Kisters haben sich dabei für letztere Option, die Infinishell unter Linux, entschieden. Alternativ verwenden sie auch die Infinidat-Software Host Power Tools for VMware. Dabei handelt es sich um eine REST API. Diese bezieht sich sowohl auf die Struktur als auch das Verhalten im World Wide Web und kommt den Anforderungen, die im Netz üblich sind, sehr entgegen.

Viele Aufgaben können so mittels Einzeiler durchgeführt werden – auch Aufrufe aus Drittsystemen sind auf diese Weise möglich. Beispielsweise können die IT-Administratoren bei Kisters derart Monitoring-Werkzeuge problemlos einbinden. Die grafische Benutzeroberfläche wird im Unternehmen lediglich zur Überprüfung des Status genutzt – bietet dort aber einen guten Überblick über den Gesamtzustand.

Stabil im Einsatz

Die Infinibox wurde im Juli 2018 zunächst testweise implementiert und ist seit September operativ. Sie bietet dem Unternehmen ein Storage-Volumen von 249 Terabyte. Optional wäre sogar eine maximale Kapazität von 499 Terabyte verfügbar. Durch die flexible Preisgestaltung von Infinidat bezahlt Kisters nur die Kapazität, die tatsächlich benötigt wird. Das gibt die Flexibilität, bei etwaigen Spitzen schnell reagieren zu können.

Nach bereits sieben Monaten, in denen die Lösung im Einsatz ist, zieht Förster ein positives Fazit. In der gesamten Zeit hat das System seinen Dienst einwandfrei geleistet, und es gab keine Ausfälle der Datenträger. Dies lag nicht nur an der Qualität der verwendeten Festplatten, sondern auch an dem Umstand, dass Infinidat ein besonders ausfallsicheres InfiniRAID einsetzt, welches das System im Falle von Problemen mit Massenspeichern besonders schützt.

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Insgesamt sorgen drei – anstelle der üblichen ein oder zwei – Controller für höchste Ausfallsicherheit. Auch in puncto Service konnte der Storage-Anbieter die IT-Experten bei Kisters überzeugen. So bietet Infinidat die Betreuung durch einen technischen Berater an – diese ist im Anschaffungspreis der Infinibox bereits enthalten. Ein kostenloses und unterbrechungsfreies Update auf die neueste Softwareversion hat Förster mit ihm bereits abgestimmt.

Gleichbleibende Qualität

Auch die Kunden der Kisters AG ziehen ihren Nutzen aus dem Einsatz der Infinibox beim Cloud-Anbieter. Durch das gleichbleibende Qualitätsniveau erhält jeder Kunde die Leistung, die er bestellt hat: Obwohl andere interne oder externe Nutzer hohe Lasten auf der Lösung erzeugen könnten, kann jeder Kunde gewiss sein, dass seine Anwendung zuverlässig und mit der von ihm erwarteten Performance läuft. Mit der vom Hersteller garantierten „Quality of Service“ kann Kisters eine hohe Leistungsfähigkeit an seine Kunden weitergeben.

Für das Management der Kisters AG ist der Einsatz der Infinibox ebenfalls ein Gewinn. So sieht Bernd Kisters, der IT-Leiter des Unternehmens, eine besondere Rolle der Storage-Lösung für das Leistungsportfolio. „Die Infinibox ermöglicht unser Cloud-Business erst“, betont Kisters. Auch für Christian Barmala, Systems Engineer bei Infinidat, ist eine gute Kundenerfahrung essentiell. „Wir freuen uns über Rückmeldungen, wie wir sie von der Kisters AG erhalten haben, denn diese fließen in unseren ständigen Produktentwicklungen ein. So können wir jederzeit unseren Kunden ein Angebot unterbreiten, das sich an den tatsächlichen Anforderungen im Markt orientiert.“

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