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Midrange Arrays

Primärspeicher für den Mittelstand

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4. EMC Clariion CX700

Ausgestattet mit sehr fortschrittlicher Replikations- und Managementsoftware, entpuppt sich der CX700 von EMC als wahres Arbeitstier in einem Rechenzentrum.

Der Clariion CX700 ist ohne Zweifel die Top-Maschine aus EMCs Modular-Storage-Reihe. Wenn Storage-Experten davon reden, dass modulare Speichersysteme in den High-End-Storage-Markt für Unternehmen mit einem großen Bedarf an Speicherplatz vordringen, meinen sie Geräte wie den CX700 (Preise beginnen bei 100.000 US-Dollar), der mit sehr fortschrittlicher Replikations- und Managementsoftware ausgestattet ist.

„Der CX ist das erfolgreichste Produkt in diesem Marktsegment,“ sagt Randy Kerns, Senior Partner der Evaluator Group aus Greenwood Village, Colorado. Das große Softwarebundle, mit dem EMC den CX700 und die kleinere CX500-Version verkauft, enthält die Navisphere Management Suite, Snapview, Mirrorview, SAN Copy, Powerpath, Visual-SAN und Visual-SRM. „Die CX-Baureihe verfügt über ein umfassendes Datenmanagement Softwarepaket, unterstützt eine Vielzahl von Applikationen und Betriebssystemen und bietet eine hohe Leistung. Zudem unterstützt sie FC- und ATA-Laufwerke in ein und dem selben System,“ erklärt Tony Asaro, Senior Analyst der Enterprise Strategy Group (ESG) aus Milford, Massachusetts.

Kerns zeigte sich bei der CX-Baureihe vor allem von der asynchronen und synchronen Remote-Replikation, insbesondere deren Unterstützung von Konsistenz-Gruppen beeindruckt. Durch dieses Feature wird garantiert, dass die Schreib-Reihenfolge während des Daten-Abgleichungsprozesses beibehalten wird, was bei Datenbanken sehr wichtig ist.

Momentan wird der CX700 noch hauptsächlich mit FC- und ATA-Laufwerken ausgeliefert, jedoch betont Jay Krone, Marketingdirektor für Clariion, dass das Unternehmen sich dafür ausgesprochen hat, die ATA-Technologie weiter zu verfolgen. So kann die CX700 auch mit 250-Gigabyte-SATA-Festplatten bestückt werden. Da die Design-Grundsätze für Clariion auch besagen, dass nur serienmäßige Standardkomponenten und keine spezialangefertigten ASICs verwendet werden dürfen, findet sich das fertige Produkt immer einen Schritt hinter der Konkurrenz an der Marktspitze. Jedoch sind dieselben Design-Grundsätze auch dafür verantwortlich, dass Clariion in der Lage ist, den Preis der Geräte zu drücken, ohne die Verlässlichkeit aufs Spiel zu setzten.

Im Low-End-Marktsegment hat sich EMC, wie zuvor öffentlich bekannt gemacht wurde, auch zu einem weiteren Schritt entschieden. Obwohl der CX700 iSCSI nicht unterstützt, gibt es die kleineren Modelle der Clariion-CX-Baureihe (den CX300 und den CX500) auch mit dieser Schnittstelle (erkennbar ist das an einem angehängten „i“ in der Modellbezeichnung). Von Analysten wurde dieser Schritt begrüßt, da, wie Asaro meint, „die Unterstützung von EMC den iSCSI-Standard in den Augen vieler Menschen legitimiert.“

Desweiteren moniert Asaro, dass EMC vielleicht ein bisschen langsam bei der Implementierung von neuen Technologien sei. „ Der Clariion ist ein großartiges Produkt für die vorhergehende Generation von Storage-Systemen,“ sagte er. „ESG empfiehlt EMC, dass die Firma weiter fortgeschrittene Techniken wie Thin-Provisioning, eine Snapshot-Technologie oder N-Wege-Skalierbarkeit einsetzt.“ Thin-Provisioning würde eine dynamische Speicherplatzzuweisung während Schreibvorgängen ermöglichen und durch N-Wege-Skalierbarkeit wird ein Array dazu aufgefordert, mehr als zwei Controller zu unterstützen. Kerns fügt noch an, dass momentan wenige Hersteller modulare Arrays mit Thin-Provisioning oder N-Wege-Skalierbarkeit arbeiten, dieses jedoch bald passieren wird.

5. Equallogic PS100E

Für Kleinbetriebe ist der PS100E sehr interessant, da er einfach einzurichten und zu betreiben ist.

Als Equallogic Inc. die PeerStorage-Arrays der PS-Baureihe auf dem Markt einführten, wurden sie vor allem als ein einfacher und schneller Weg angesehen, ein SAN in eine Unternehmensstruktur zu implementieren. Das Unternehmen rühmt sich damit, dass für das Setup des iSCSI-Gerätes keine speziellen Kenntnisse vorausgesetzt werden und dies auch ohne Training in nur 20 Minuten geschehen kann.

Der Preis für den mit Dual-Controllern und SATA-Laufwerken sowie 3,5 Terabyte Speicherplatz ausgestatteten PS100E beträgt etwa 40.000 US-Dollar. Die Standardausstattung sieht SATA-Festplatten mit 7.200 Umdrehungen pro Minute vor, doch ist die PS-Baureihe durch eine Softwareerweiterung in der Lage, auch SATA-Laufwerke mit 10.000 Umdrehungen pro Minute zu unterstützen.

Zusätzlich zu der Hardwareausstattung verfügt der PS100E über ein umfangreiches Paket von Management Tools, die aus jedem Browser aufgerufen werden können, wie Point-in-time-Kopien, Volume-Cloning, eine Self-Healing-Technologie, die den Ausfall einer Festplatte automatisch erkennt und eine im Gehäuse sitzende Ersatzfestplatte aktiviert, sowie Multi-Path-I/O. Für die Sicherheit dient eine Authentifizierung mittels CHAP. Das ebenfalls enthaltene Load-Balancing dient zur automatischen Verteilung der Daten-„Last“ auf alle vorhandenen Festplatten. Falls neuer Speicherplatz hinzugefügt wird, wird die vorhandene Speichermenge sogar auf die neuen Platten verteilt. Das heißt, man kann die PS-Reihe durch Anschließen von weiteren Arrays ganz einfach erweitern. Allerdings ist die Management-Konsole des PS100E geschützt und unterstützt CIM nicht. Das könnte eventuell Probleme verursachen, falls jemand den Storage-Umgebung mit einem anderen Managementtool verwalten will.

„Equallogic ist ein junges Unternehmen, das anfängt, sich auf dem Markt zu etablieren,“ sagt Dianne McAdam, Senior Analyst und Partner der Data Mobility Group aus Nashua, North Hampton. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sprach der PS100E kleine und mittlere Unternehmen durch seine einfache Inbetriebnahme und den geringen Preis an, doch hat die PS-Baureihe in letzter Zeit vor allem wegen ihrer Skalierbarkeit für größeres Aufsehen gesorgt.

„Die Storage Systeme von Equallogic verfügen über eine Cluster-Architektur, die es dem Benutzter ermöglicht, durch einfaches Hinzufügen von Cluster-Controllern zusätzliche Prozessoren zu addieren sowie die Bandbreite, den Cache-Speicher und die Kapazität in fast linearer Art und Weise zu erweitern,“ sagt Tony Asaro, Senior Analyst der Enterprise Stategy Group (ESG) aus Milford, Massachusetts.

In einer Studie der ESG aus dem Jahr 2004 geht hervor, dass ein einziges PS-Array in der Lage ist 50.000 IOPS aus dem Cache-Speicher zu unterstützen. Nach ESG-Berechnungen könnte demnach ein PS-System mit 25 Arrays 1,2 Millionen und eines mit 32s Array 1,6 Millionen IOPS aus dem Cache Speicher unterstützen.

Zudem sind die Preise der PS-Systeme in ihrem jeweiligen Marktsegment sehr kostengünstig. „Die Verwendung von iSCSI an sich reduziert schon die Kosten und die Komplexität des Systems, da keine teure FC-Technik mehr verwendet werden,“ sagt Tony Asaro.

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