Midrange Arrays

Primärspeicher für den Mittelstand

15.11.2006 | Redakteur: Claudia Wissing

Ein Midrange Array: Hitachi Thunder 9520V
Ein Midrange Array: Hitachi Thunder 9520V

Die 14 wichtigsten Midrange-Arrays werden in diesem Beitrag in alphabetischer Reihenfolge beschrieben. Im folgenden stellt Storage-Insider,de Arrays vor, die annähernd dieselbe Funktionsvielfalt anbieten wie die monolithischen Speichersysteme etablierter Hersteller — allerdings zu einem günstigeren Preis.

1. 3Par Inserv Storage Server

Durch ein so genanntes Overprovisioning der Speicherkapazität bietet 3Par eine effiziente Art und Weise, Festplattenplatz sparsam zu gebrauchen.

Im Inserv Storage Server verwendet Hersteller 3Par aus Fremont, Kalifornien, eine Cluster-Architektur für das Array, um erstens die Verfügbarkeit des Array zu garantieren, zweitens dessen Performance zu verbessern und drittens die Skalierbarkeit des Arrays zu gewährleisten. Zwar bieten diese Arrays nicht dieselbe umfangreiche Speicherkapazität anderer Midrange-Systeme, doch 3Par macht diesen Nachteil durch eine technische Neuerung wett. Um die Verteilungsmöglichkeit des vorhandenen Speicherplatzes zu optimieren wurde die Cluster-Architektur durch „Thin-Provisioning“ verbessert.

Bisher wurden mit dem S400 und dem S800 zwei verschiedene Systeme von 3Par auf den Markt angeboten. Zu einem Preis von 100.000 US-Dollar kann man das S400 erwerben, das aus einem Cluster-System mit bis zu vier Controllern besteht. Das S800 arbeitet mit acht Cluster-Controllern. In beiden Systemen sind die einzelnen Steuereinheiten durch eine Full-Mesh-Backplane verbunden. Zudem verfügt jeder Cluster-Controller über eine eigene, ein Gigabyte pro Sekunde schnelle Verbindung, so dass bei der Erweiterung des Systems nicht nur die Kapazität steigt, sondern auch die Performance verbessert wird. Wie von einem System mit Cluster-Architektur nicht anders zu erwarten, übernimmt auch hier beim Ausfall eines Cluster-Controllers ein anderer dessen Aufgabe.

Die Controller sind mit den Laufwerks-Chassis verbunden. Ein Inserv-Server kann bis zu 64 Einschübe mit insgesamt 2.560 Festplatten unterstützen, wobei jedes Gehäuse mit einem der Kontrollpunkte verbunden ist. Zusätzlich bieten die Inserv-Modelle viele verschiedene Ausbaustufen an: Beide Systeme starten mit einer Kapazität von 600 Gigabyte und lassen sich auf bis zu 192 Terabyte (S400) bzw. 364 Terabyte (S800) erweitern. Außerdem können auch die Arrays mit einem beachtlichen Cache-Speicher ausgestattet werden: Beim S400 ist der Cache bis auf 40 Gigabyte (8 Gigabyte zur Kontrolle und 32 Gigabyte für Daten) ausbaufähig, und beim S800 kann der Cache 80 Gigabyte (16 Gigabyte zur Kontrolle und 64 Gigabyte für Daten) umfassen. Inserv unterstützt die Betriebssysteme AIX, HP-UX, Linux, Windows, Novell Netware und Sun Solaris.

Die Leistungsfähigkeit der 3PAR-Server wurde durch eindrucksvolle Ergebnisse beim Standard Benchmark Test SPC-1 des Storage-Performance-Councils (SPC) bestätigt:

  • Ein S800 mit zwei Kontrollpunkten erreicht annähernd 13.000 I/Os pro Sekunde und
  • ein S800 mit acht Kontrollpunkten erzielte sogar 47.000 I/Os.

Das eigentliche Highlight der Inserv-Geräte ist jedoch das Thin-Provisioning. Dieses Tool versetzt den Inserv-Controller in die Lage, einer Anwendung vorzutäuschen, dass der gesamte vorhandene Platz auf dem Storage-System für die Anwendung „virtuell“ zur Verfügung steht. Der Trick dabei ist, dass der Anwendung vermeintlich so viel Speicherplatz zur Verfügung gestellt wird, wie sie auch mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig benötigt. Tatsächlich aber wird erst dann der Speicherplatz zugeteilt, wenn er denn wirklich verwendet werden soll – und wird demzufolge auch erst dann belegt. Im Normalfall überdimensionieren Anwender ihre Speicherplatzwünsche mit dem Ergebnis das große Speicherkapazitäten nicht genutzt werden. Dieses Tool hilft dem Anwender nicht nur, Fehler bei der Speicherplatzaufteilung zu vermeiden, sondern kann auch den Kauf eines zusätzlichen Laufwerks zeitlich herauszögern, bis wirklich weiterer Speicherplatz gebraucht wird. Im Bedarfsfalle werden dann einfach weitere Festplatten in das Hotplug-fähige System installiert.

weiter mit: Bluearc

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2000895 / Speichersysteme)