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VMs in Proxmox VE kostenlos sichern Proxmox Backup Server: Backup von VMs für VMware-Alternative

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

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Proxmox bietet für seine Virtualisierungsumgebung Proxmox VE einen eigenen Backup-Server an, der kostenlos genutzt werden kann – wie auch Proxmox VE selbst. Unternehmen, die Support benötigen, können Proxmox Backup Server lizenzieren.

Proxmox-VE-Nutzer können den kostenlosen Proxmox Backup Server für VM-Backups nutzen. Die Verwaltung erfolgt über eine Weboberfläche, ähnlich der von Proxmox VE. Unternehmen haben die Möglichkeit, optionalen Support zu lizenzierten.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Proxmox-VE-Nutzer können den kostenlosen Proxmox Backup Server für VM-Backups nutzen. Die Verwaltung erfolgt über eine Weboberfläche, ähnlich der von Proxmox VE. Unternehmen haben die Möglichkeit, optionalen Support zu lizenzierten.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Unternehmen, die auf Proxmox VE setzen, sollten sich für das Backup von VMs auch die dazu gehörige Backup-Lösung Proxmox Backup Server anschauen. Die Verwaltung der VM-Backups erfolgt über eine Weboberfläche, ähnlich zu der von Proxmox VE.

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Proxmox Backup Server: Vorteile und Einsatzgebiet

Die Installation von Proxmox Backup Server erfolgt auf einem eigenen Server. Nach der Installation können Proxmox-VE-Server die auf ihnen betriebenen VMs auf den Proxmox Backup Server (PBS) sichern. Es ist auch möglich die Sicherung zu kaskadieren. Ein PBS kann seine Daten auf einen weiteren PBS sichern. Auch das ist kostenlos möglich.

Die Sicherung der VMs erfolgt als Push-Backup von den Proxmox-VE-Servern aus. Hier lassen sich auch mehrere Backups am Tag durchführen, inklusive inkrementeller Backups. Ein PBS kann selbst wiederum seine eigenen Daten sichern. Die Installation von PBS ist im Grunde genommen identisch mit der Installation von Proxmox VE. Die Entwickler stellen auf der Webseite des PBS eine ISO-Datei zur Verfügung, mit der die Installation auf der entsprechenden Hardware erfolgt.

Proxmox Backup Server: Installation und Einrichtung

Durch die Auswahl von „Install Proxmox Backup Server (Graphical)“ beginnt die Installation der Umgebung. Standardmäßig nutzt PBS das Dateisystem ext4; über „Options“ kann man auch andere Dateisysteme wie beispielsweise ZFS auswählen. Nach der Installation erfolgt die Verwaltung über die URL, die der Installationsassistent anzeigt.

Bei „Storage/Disks“ erfolgt die Konfiguration der Datenträger, die zur Sicherung verwendet werden sollen. Über „ZFS -> Create ZFS“ erstellt man zum Beispiel einen Datenträger-Verbund auf Basis von ZFS. Über „Directory“ ist es möglich, vorhandenen Datenträgern einzelne Verzeichnisse als Sicherungsziel zuzuweisen. Als Dateisystem für hier verwendete Datenträger kann man wiederum auf ext4 oder xfs setzen. Unter „Disks“ zeigt das System sämtliche eingebauten Laufwerke, die sich als Ziel für Sicherungen verwenden lassen. Nach der Basiskonfiguration lohnt sich ein Performance-Check über die Shell. Der Befehl „proxmox-backup-client benchmark“ liefert einen schnellen Überblick über die Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Gerade bei großen Datenvolumen ist diese Information entscheidend, um Engpässe frühzeitig zu erkennen.

Proxmox VE mit Proxmox Backup Server verbinden

Um Proxmox VE mit dem Proxmox Backup Server zu verbinden, navigiert man in der Weboberfläche von Proxmox VE zu „Datacenter“, dann weiter zu „Storage“. Über „Add -> Proxmox Backup Server“ beginnt die eigentliche Verknüpfung. Im folgenden Dialog sind mehrere Angaben notwendig, um die Verbindung herzustellen.

Im Abschnitt „General“ wird bei „ID“ ein Name für die Verbindung vergeben. Dieser erscheint später in der Oberfläche. Unter „Server“ trägt man den Hostnamen oder die IP-Adresse des Backup-Servers ein. Der Benutzername „root@pam“ sowie das dazugehörige Kennwort des Administrators sind erforderlich, um Zugriff zu erhalten. Im Feld „Datastore“ gibt man den Namen jenes Datastores an, der die Sicherungen aufnehmen soll. Zusätzlich muss der Fingerprint des Backup-Servers eingetragen werden, den man in dessen Weboberfläche unter „Dashboard -> Show Fingerprint“ findet.

Wie lange Sicherungen aufbewahrt werden, lässt sich über „Backup Retention“ bestimmen. Voreingestellt ist „Keep all backups“, was bedeutet, dass keine automatische Löschung erfolgt. Im Bereich „Encryption“ lässt sich optional eine Verschlüsselung aktivieren. Sobald alle Felder ausgefüllt sind, schließt man die Einrichtung mit „Add“ ab. Nach erfolgreicher Integration erscheint der Proxmox Backup Server unter „Storage“. Dort lassen sich bei Bedarf weitere Backup-Server hinzufügen, um mehrere Sicherungsziele parallel zu betreiben.

Starten von VM-Backups

Sollen VMs oder Container manuell gesichert werden, geschieht dies über den Punkt „Backup“ in der jeweiligen Konfiguration der VM oder des Containers. Oben rechts wird unter „Storage“ das Ziel ausgewählt. Mit „Backup now“ startet man den Sicherungsvorgang. Danach öffnet sich ein Dialogfenster mit weiteren Optionen, etwa zur Wahl des Sicherungsmodus oder zur Aktivierung von Benachrichtigungen. Der Klick auf „Backup“ löst den Vorgang aus.

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Alle laufenden oder abgeschlossenen Sicherungen lassen sich auf dem Proxmox Backup Server unter dem Menüpunkt „Tasks“ kontrollieren. Erfolgreiche Backups erscheinen im Bereich „Backup“. Wer tiefer in die Konfigurationsmöglichkeiten einsteigen möchte, findet hier detaillierte Informationen in der offiziellen Dokumentation.

Für automatisierte Sicherungen klickt man in der Proxmox-VE-Oberfläche auf „Datacenter -> Backup“. Mit „Add“ beginnt die Einrichtung eines neuen Backup-Jobs. Unter „General“ wählt man den zu sichernden Knoten, das Ziel-Storage und Einstellungen zu Benachrichtigungen. Über „Schedule“ definiert man, wann der Sicherungslauf starten soll.

Unter „Retention“ lässt sich erneut regeln, wie lange Sicherungen aufbewahrt werden. Auch hier steht „Keep all backups“ als Voreinstellung bereit, um das automatische Löschen zu unterbinden. Im Abschnitt „Advanced“ stehen weitere Optionen zur Verfügung, die jedoch nicht zwingend erforderlich sind. Nach dem Klick auf „Create“ ist der Job eingerichtet. Mit „Run now“ kann er direkt manuell gestartet werden. Der Fortschritt ist anschließend in der Oberfläche des Proxmox Backup Servers sichtbar.

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Die gespeicherten Sicherungen findet man im Proxmox Backup Server unter dem Bereich „Datastore“, genauer gesagt unter „Content“ im gewählten Datastore. Dort können auch Aufbewahrungsrichtlinien gesetzt werden. Zusätzliche Proxmox Backup Server lassen sich unter „Remotes“ im Abschnitt „Configuration“ ergänzen. Damit lassen sich mehrere Instanzen kaskadieren und zentral verwalten. Auch zu diesem Thema bietet diese Dokumentation weiterführende Hinweise.

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