Proxmox bietet für seine Virtualisierungsumgebung Proxmox VE einen eigenen Backup-Server an, der kostenlos genutzt werden kann – wie auch Proxmox VE selbst. Unternehmen, die Support benötigen, können Proxmox Backup Server lizenzieren.
Proxmox-VE-Nutzer können den kostenlosen Proxmox Backup Server für VM-Backups nutzen. Die Verwaltung erfolgt über eine Weboberfläche, ähnlich der von Proxmox VE. Unternehmen haben die Möglichkeit, optionalen Support zu lizenzierten.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Unternehmen, die auf Proxmox VE setzen, sollten sich für das Backup von VMs auch die dazu gehörige Backup-Lösung Proxmox Backup Server anschauen. Die Verwaltung der VM-Backups erfolgt über eine Weboberfläche, ähnlich zu der von Proxmox VE.
Die Installation von Proxmox Backup Server erfolgt auf einem eigenen Server. Nach der Installation können Proxmox-VE-Server die auf ihnen betriebenen VMs auf den Proxmox Backup Server (PBS) sichern. Es ist auch möglich die Sicherung zu kaskadieren. Ein PBS kann seine Daten auf einen weiteren PBS sichern. Auch das ist kostenlos möglich.
Die Sicherung der VMs erfolgt als Push-Backup von den Proxmox-VE-Servern aus. Hier lassen sich auch mehrere Backups am Tag durchführen, inklusive inkrementeller Backups. Ein PBS kann selbst wiederum seine eigenen Daten sichern. Die Installation von PBS ist im Grunde genommen identisch mit der Installation von Proxmox VE. Die Entwickler stellen auf der Webseite des PBS eine ISO-Datei zur Verfügung, mit der die Installation auf der entsprechenden Hardware erfolgt.
Proxmox Backup Server: Installation und Einrichtung
Durch die Auswahl von „Install Proxmox Backup Server (Graphical)“ beginnt die Installation der Umgebung. Standardmäßig nutzt PBS das Dateisystem ext4; über „Options“ kann man auch andere Dateisysteme wie beispielsweise ZFS auswählen. Nach der Installation erfolgt die Verwaltung über die URL, die der Installationsassistent anzeigt.
Bei „Storage/Disks“ erfolgt die Konfiguration der Datenträger, die zur Sicherung verwendet werden sollen. Über „ZFS -> Create ZFS“ erstellt man zum Beispiel einen Datenträger-Verbund auf Basis von ZFS. Über „Directory“ ist es möglich, vorhandenen Datenträgern einzelne Verzeichnisse als Sicherungsziel zuzuweisen. Als Dateisystem für hier verwendete Datenträger kann man wiederum auf ext4 oder xfs setzen. Unter „Disks“ zeigt das System sämtliche eingebauten Laufwerke, die sich als Ziel für Sicherungen verwenden lassen. Nach der Basiskonfiguration lohnt sich ein Performance-Check über die Shell. Der Befehl „proxmox-backup-client benchmark“ liefert einen schnellen Überblick über die Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Gerade bei großen Datenvolumen ist diese Information entscheidend, um Engpässe frühzeitig zu erkennen.
Um Proxmox VE mit dem Proxmox Backup Server zu verbinden, navigiert man in der Weboberfläche von Proxmox VE zu „Datacenter“, dann weiter zu „Storage“. Über „Add -> Proxmox Backup Server“ beginnt die eigentliche Verknüpfung. Im folgenden Dialog sind mehrere Angaben notwendig, um die Verbindung herzustellen.
Im Abschnitt „General“ wird bei „ID“ ein Name für die Verbindung vergeben. Dieser erscheint später in der Oberfläche. Unter „Server“ trägt man den Hostnamen oder die IP-Adresse des Backup-Servers ein. Der Benutzername „root@pam“ sowie das dazugehörige Kennwort des Administrators sind erforderlich, um Zugriff zu erhalten. Im Feld „Datastore“ gibt man den Namen jenes Datastores an, der die Sicherungen aufnehmen soll. Zusätzlich muss der Fingerprint des Backup-Servers eingetragen werden, den man in dessen Weboberfläche unter „Dashboard -> Show Fingerprint“ findet.
Wie lange Sicherungen aufbewahrt werden, lässt sich über „Backup Retention“ bestimmen. Voreingestellt ist „Keep all backups“, was bedeutet, dass keine automatische Löschung erfolgt. Im Bereich „Encryption“ lässt sich optional eine Verschlüsselung aktivieren. Sobald alle Felder ausgefüllt sind, schließt man die Einrichtung mit „Add“ ab. Nach erfolgreicher Integration erscheint der Proxmox Backup Server unter „Storage“. Dort lassen sich bei Bedarf weitere Backup-Server hinzufügen, um mehrere Sicherungsziele parallel zu betreiben.
Starten von VM-Backups
Sollen VMs oder Container manuell gesichert werden, geschieht dies über den Punkt „Backup“ in der jeweiligen Konfiguration der VM oder des Containers. Oben rechts wird unter „Storage“ das Ziel ausgewählt. Mit „Backup now“ startet man den Sicherungsvorgang. Danach öffnet sich ein Dialogfenster mit weiteren Optionen, etwa zur Wahl des Sicherungsmodus oder zur Aktivierung von Benachrichtigungen. Der Klick auf „Backup“ löst den Vorgang aus.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Alle laufenden oder abgeschlossenen Sicherungen lassen sich auf dem Proxmox Backup Server unter dem Menüpunkt „Tasks“ kontrollieren. Erfolgreiche Backups erscheinen im Bereich „Backup“. Wer tiefer in die Konfigurationsmöglichkeiten einsteigen möchte, findet hier detaillierte Informationen in der offiziellen Dokumentation.
Für automatisierte Sicherungen klickt man in der Proxmox-VE-Oberfläche auf „Datacenter -> Backup“. Mit „Add“ beginnt die Einrichtung eines neuen Backup-Jobs. Unter „General“ wählt man den zu sichernden Knoten, das Ziel-Storage und Einstellungen zu Benachrichtigungen. Über „Schedule“ definiert man, wann der Sicherungslauf starten soll.
Unter „Retention“ lässt sich erneut regeln, wie lange Sicherungen aufbewahrt werden. Auch hier steht „Keep all backups“ als Voreinstellung bereit, um das automatische Löschen zu unterbinden. Im Abschnitt „Advanced“ stehen weitere Optionen zur Verfügung, die jedoch nicht zwingend erforderlich sind. Nach dem Klick auf „Create“ ist der Job eingerichtet. Mit „Run now“ kann er direkt manuell gestartet werden. Der Fortschritt ist anschließend in der Oberfläche des Proxmox Backup Servers sichtbar.
Die gespeicherten Sicherungen findet man im Proxmox Backup Server unter dem Bereich „Datastore“, genauer gesagt unter „Content“ im gewählten Datastore. Dort können auch Aufbewahrungsrichtlinien gesetzt werden. Zusätzliche Proxmox Backup Server lassen sich unter „Remotes“ im Abschnitt „Configuration“ ergänzen. Damit lassen sich mehrere Instanzen kaskadieren und zentral verwalten. Auch zu diesem Thema bietet diese Dokumentation weiterführende Hinweise.
Mit der geeigneten Storage-Software kann sich ein Unternehmen einen Effizienzbooster ins Haus holen oder in der Cloud abonnieren. Dieser Booster steigert nicht nur die Performance der geschäftskritischen Anwendungen, sondern optimiert auch die Kosten der bereits installierten Speichersysteme.
Die Themen im Überblick:
Herausforderungen eines modernen Speichersystems
Methoden und Technologien effizienter Speichersysteme
Effizienter Speicher mit Pure Storage, AWS, Cohesity und Dell