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Feierlichkeiten und Software-Updates Proxmox präsentiert fortschrittliche Lösungen für Speicher und Netzwerke

Von Barbara Gribl 3 min Lesedauer

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Proxmox Server Solutions veröffentlicht mit seinem Jubiläum zwei wichtige Updates: Virtual Environment 9.0 und Backup-Server 4.0, basierend auf Debian 13 „Trixie“. Profitieren sollen Anwender von erweiterten Speicher- und Netzwerkfunktionen.

Beide neue Lösungen von Promox sind Open-Source unter AGPLv3 lizenziert und bieten umfassenden Support für Unternehmen. (Bild: ©  bluebay2014 - stock.adobe.com)
Beide neue Lösungen von Promox sind Open-Source unter AGPLv3 lizenziert und bieten umfassenden Support für Unternehmen.
(Bild: © bluebay2014 - stock.adobe.com)

Anlässlich zu seinem 20-jährigen Jubiläum veröffentlicht Proxmox Server Solutions seine Lösung Proxmox Virtual Environment (VE) in Version 9.0. Besonders an diesem Update ist der modernisierte Kern, der auf Debian 13 „Trixie“ basiert und eine robuste Grundlage für die entsprechende Plattform bietet.

PVE 9.0 bietet darüber hinaus signifikante Verbesserungen bei Speicher- und Netzwerkfunktionen und erfüllt damit kritische Unternehmensanforderungen. Ein Highlight ist die lang erwartete Unterstützung von Snapshots auf Thick-Provisioned-LVM-Shared-Storage. Dies verbessert die Speicherverwaltung insbesondere für Unternehmensanwender mit Fibre-Channel- oder iSCSI-SAN-Umgebungen. Mit der neu hinzugefügten „Fabric“-Unterstützung für Software-Defined Networking (SDN) können Administratoren laut Hersteller hochkomplexe und skalierbare Netzwerkarchitekturen aufbauen.

Das macht Proxmox Virtual Environment 9.0 aus

Mit dem Kern-Update Debian 13 „Trixie“ bietet die neueste Debian-Version die Grundlage für Proxmox VE, einschließlich neuerer Pakete, verbesserter Hardware-Unterstützung und erhöhter Sicherheit. Proxmox VE verwendet den neueren Linux-Kernel 6.14.8-2 als stabilen Standard, der die Hardware-Kompatibilität und Leistung verbessert.

Darüber hinaus sind Updates auf die neuesten Versionen von Open-Source-Technologien für virtuelle Umgebungen wie QEMU 10.0.2, LXC 6.0.4, Ceph Squid 19.2.3 und ZFS 2.3.3 enthalten. ZFS unterstützt nun das Hinzufügen neuer Geräte zu bestehenden RAIDZ-Pools mit minimalen Ausfallzeiten. Für bestehende Nutzer von Proxmox VE 8.4 oder älteren Versionen steht ein umfassend getesteter sowie detaillierter Upgrade-Pfad für ein reibungsloses Upgrade zur Verfügung.

Snapshots für Thick-Provisioning-Shared-LVM-Speicher

Virtuelle Maschinen (VMs), die LVM-Shared-Storage mit hoher Provisionierung nutzen, wie sie beispielsweise auf iSCSI- oder FC-basierten SANs basieren, profitieren jetzt von der einsatzbereiten Snapshot-Funktionalität. Dies wird durch die Implementierung von Snapshots als Volume-Ketten erreicht, wobei ein auf einem Snapshot basierendes Volume nur Unterschiede zum übergeordneten Snapshot-Volume aufzeichnet. Auch Verzeichnis-, NFS- und CIFS-Speicher erhalten zusätzliche Unterstützung für Snapshots als Volume-Ketten.

Diese neue Funktion dient dazu, eine leistungsstarke und stark nachgefragte Funktion für Kunden mit traditioneller SAN-Infrastruktur zu bieten, die bisher auf Cluster-Dateisysteme angewiesen waren. Kunden sollen nun unabhängiger sein, genauer gesagt ihre Snapshots unabhängig von ihrer Hardware nahtlos verwalten können.

Verbesserte Netzwerkverwaltung, Hochverfügbarkeitssteuerung und mobile Benutzeroberfläche

Version 9.0 von Proxmox VE bringt mehrere innovative Funktionen. Die SDN-Fabrics-Erweiterung vereinfacht die Konfiguration und Verwaltung komplexer Netzwerke und bietet zuverlässige Lösungen mit mehreren Pfaden und automatischem Failover. Es unterstützt dynamisch geroutete Netzwerke und bietet Protokolle wie OpenFabric und OSPF.

Die Einführung von Ressourcenaffinitätsregeln in Hochverfügbarkeitsclustern (HA) gibt Administratoren mehr Kontrolle über die Platzierung von Ressourcen, was die Leistung optimiert und die Ausfallsicherheit erhöht. Komplexe Anwendungen lassen sich besser steuern, indem interdependente Ressourcen effizient verteilt werden.

Die mobile Benutzeroberfläche wurde basierend auf dem Rust-basierten Yew-Framework neugestaltet, um den Zugriff auf Verwaltungsfunktionen zu verbessern. Proxmox VE 9.0 steht als Download zur Verfügung, bietet sämtliche Management-Tools und ermöglicht Upgrades von Version 8.

Die Software ist Open-Source unter der GNU-Affero-General-Public-License verfügbar. Unternehmen können gegen eine Jahresgebühr Support-Abonnements erwerben, welche den Zugang zum Enterprise-Repository und technischen Support bieten.

Neue Funktionen und Verbesserungen für nahtlose S3-Integration und erweiterbare Speicherlösungen

Proxmox hat außerdem als zweite Neuheit Proxmox Backup Server 4.0 veröffentlicht, der auf Debian 13 „Trixie“ basiert und neue Funktionen wie die Unterstützung für S3-kompatiblen Objektspeicher bietet, um effiziente Backup- und Recovery-Lösungen zu ermöglichen. Die Version bringt verbesserte Skalierbarkeit mit der Live-RAID-Z-Erweiterung und führt automatische Sync-Jobs für Wechsel-Datastores ein. Der neue Kernel 6.14 verbessert die Hardware-Kompatibilität, während ZFS 2.3.3 eine erweiterte Speicherflexibilität bietet. Die Software integriert sich nahtlos in Proxmox VE und ist als Open-Source unter AGPLv3 lizenziert verfügbar. Support-Abonnements bieten technischen Support und Zugriff auf das Enterprise-Repository.

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