Höhere OLTP-Leistung, geringere Latenz: die Plattform für Oracle-Datenbanken Schneller und bezahlbarer: Oracle Exadata X9M

Redakteur: Ulrike Ostler

Die Oracle-Plattform Exadata X9M ist nach Aussagen des Herstellers „noch schneller“ und zugleich „erschwinglicher“. Das System könne die OLTP-Leistung um 70 Prozent auf bis zu 27,6 Millionen IOPS und die analytischen Scans um 87 Prozent auf über 1 Terabyte pro Sekunde Durchsatz pro Rack steigern und unterstütze bis zu 42 Prozent mehr Arbeitslasten zum gleichen Preis wie die vorherige Generation.

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Oracle stellt die Exadata-X9M-Plattformen vor.
Oracle stellt die Exadata-X9M-Plattformen vor.
(Bild: Oracle)

Die Datenbankplattform Exadata ist schnell; laut Hersteller Oracle ist es „die schnellste der Welt“. Auf dem System, das etwa T-Systems, Deutsche Bank, Telefonica und Intel nutzen, läuft die Oracle-Datenbank. So bestätigt Martin Lehner, Leiter Unix, Middleware und Database Services Alpine bei T-Systems in der Schweiz: „Als professioneller Dienstleister arbeiten wir schon länger mit Oracle-Exadata-Plattformen im Dienste unserer Kunden. Das hochverfügbare Design der Exadata-Infrastruktur bietet eine zukunftssichere, performante Plattform für DBaaS (Database-as-a-Service), die eine High-Density-Konsolidierung von Oracle-Datenbanken mit einem hohen Grad an eingebetteter Automatisierung zur Senkung der Betriebskosten ermöglicht.“

Oracle stellt die Exadata-X9M-Plattformen vor.
Oracle stellt die Exadata-X9M-Plattformen vor.
(Bild: Oracle)

Die Version X9M ist nun die jüngste für den Betrieb von Oracle Databases. Einher mit der Vorstellung geht auch die Ankündigung des Systems Exadata Cloud@Customer X9M – der einzigen Plattform, auf der Oracle Autonomous Database in Kundenrechenzentren läuft.

Die Exadata-X9M-Plattformen können laut Hersteller die Online-Transaktionsverarbeitung (OLTP) deutlich beschleunigen: mit mehr als 70 Prozent höheren IOPS-Raten (Input/Output Operations Per Second) und IO-Latenzen von unter 19 Mikrosekunden. Darüber hinaus bieten sie eine Steigerung von bis zu 87 Prozent beim analytischen SQL-Durchsatz und bei Workloads für Maschinelles Lernen.

Keine Preissteigerung

Zugleich soll die Leistungssteigerung den Preis nicht verändern: Durch die höhere Leistung zum gleichen Preis wie bei der Vorgängergeneration könnten Kunden mit Exadata X9M die Kosten für den Betrieb von Transaktions-Workloads um bis zu 42 Prozent und von Analyse-Workloads um bis zu 47 Prozent senken, teilt Oracle mit.

Juan Loaiza, Executive Vice President, Mission-Critical Database Technologies bei Oracle, sagt: „Für X9M haben wir die neuesten CPUs, Netzwerk- und Speicher-Hardware eingesetzt und unsere Software optimiert, um eine deutlich höhere Leistung zu erzielen. Die Kunden erhalten das schnellste OLTP, die schnellsten Analysen und die beste Konsolidierung – und das alles zum gleichen Preis wie bei der vorherigen Generation. Keine andere Plattform, Do-it-yourself-Infrastruktur, Datenbank oder Cloud-Service kommt an die Leistung, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Einfachheit von Exadata X9M heran.“

Holger Müller, Principal Analyst & VP bei Constellation Research Inc., ergänzt: „Oracle Exadata X9M und Oracle Exadata Cloud@Customer X9M sind eine weitere Manifestation von Oracles Vision des ,Chip-to-Click‘-integrierten Technologie-Stacks, und mit dem höchsten Grad an Identität sowohl bei den Cloud- als auch bei den On-Premises-Implementierungen erhalten CxOs die Flexibilität zu wählen, wo sie ihre Oracle-Datenbank-Workloads bereitstellen wollen – in der Cloud und/oder On-Premises.“

Oracle habe bewiesen, wie dieser strategische Ansatz in Verbindung mit der neuesten Hardware- und Software-Technologie eine führende Leistung liefert, einschließlich unerreichten 27,6 Millionen Lese-IOPS mit einer Latenz von weniger als 19 Mikrosekunden und einer Scan-Rate von 1 TB/s – und das alles zum gleichen Preis wie bei der vorherigen Generation. Müller weiter: „Es ist gut zu sehen, dass Oracle die Modernisierungsvorteile seiner Plattform an seine Kunden weitergibt und so deren TCO verbessert.“

Oracle Exadata Cloud@Customer X9M

Das gilt auch für die Variante Exadata Cloud@Customer X9M. Sie ist ebenfalls schneller als die Vorgängergeneration mit bis zu 80 Prozent schnelleren Scanraten, 87 Prozent höheren IOPS und einer SQL-Lese-Latenz von weniger als 19 Mikrosekunden. Auch hier gilt: Höhere Leistung bei gleichem Preis senkt die Kosten um bis zu 47 Prozent im Vergleich zu Systemen der vorherigen Generation, während die elastische Speichererweiterung jetzt bis zu 45 Prozent niedrigere Infrastrukturkosten für große Workloads bietet. Die Funktion Operator Access Control bietet Kunden die vollständige Kontrolle darüber, wie ihre Systeme aus der Ferne verwaltet werden, was die Sicherheit in sensiblen und regulierten Umgebungen erhöht.

Schon seit einigen Jahren bemüht Oracle Vergleiche mit der Konkurrenz von Amazon Web Services. Jetzt heißt es: Im Vergleich zu Amazon RDS mit All-Flash-Speicher bietet Exadata Cloud@Customer X9M eine 50-fach bessere OLTP-Latenz.

Auch im Vergleich zu Microsoft Azure SQL mit All-Flash-Speicher liefert Exadata Cloud@Customer X9M eine bessere OLTP-Latenz, laut Oracle eine hundertmal bessere. Für Analysen liefere Exadata Cloud@Customer X9M einen bis zu 25-mal schnelleren Durchsatz als Microsoft Azure SQL und einen bis zu 72-mal schnelleren Durchsatz als Amazon RDS.

Oracle Autonomous Database auf Exadata Cloud@Customer X9M

Oracle Autonomous Database steht auf Exadata Cloud@Customer X9M zur Verfügung. Dabei muss es sich nicht um riesige Systeme Handeln. Laut Hersteller gehört es zu den Verbesserungen, dass es Unterstützung für kleine Datenbanken gibt, die mit fraktionierten CPUs laufen. Das erlaube eine agile, kostengünstige Konsolidierung, Anwendungsentwicklung und Tests.

Zudem ermögliche die jüngste Version eine Verbesserung des Schutzes vor Datenverlusten und Ransomware-Attacken, und zwar durch die Integration mit der Oracle Zero Data Loss Recovery Appliance. Darüber hinaus können Kunden von erweiterten Sicherheitsfunktionen wie vom Kunden verwaltete Verschlüsselungsschlüssel und Zugriffskontrolllisten (ACL) auf Datenbankebene profitieren. Schließlich ermöglicht ein vereinfachtes Disaster Recovery mithilfe des regionsübergreifenden Oracle Autonomous Data Guard und Oracle Golden Gate das Bereitstellen heterogener Datenreplikation und Streaming-Datenverarbeitung für Echtzeitanalysen.

Oracle Exadata Database Machine X9M – die Kernplattform

Die Exadata X9M-Kernplattform selbst basiert auf einer Scale-Out-Architektur, die die jüngsten Intel-CPUs, Intel Optane Persistent Memory (PMem) und RDMA over Converged Ethernet (RoCE) kombiniert. Zur Beschleunigung von Analysen liefert jedes Exadata-X9M-Rack einen analytischen Scandurchsatz von über 1 TB/s und bietet bis zu 576 CPUs in intelligenten Speicherservern zur Verarbeitung von Low-Level-SQL-Abfragen, Analysen und maschinellen Lernalgorithmen.

Außerdem erlaubt Exadata X9M eine beliebige Kombination von OLTP-, Analyse-, maschinellen Lern- und In-Memory-Arbeitslasten. Das trägt zur Vereinfachung des IT-Betriebs bei, ermöglicht schnellere Verarbeitung und benötigt dadurch weniger Ressourcen. Mit 33 Prozent mehr Datenbankserver-CPUs und Arbeitsspeicher sowie 28 Prozent mehr Speicher als bei früheren Generationen können Exadata-X9M-Kunden so noch mehr Oracle-Datenbanken auf einem einzigen Exadata-System konsolidieren.

Die Ergänzung: Oracle Zero Data Loss Recovery Appliance X9M

Oracle hat zudem die Verfügbarkeit der Zero Data Loss Recovery Appliance X9M angekündigt. Diese wurde speziell für den Schutz von Oracle-Datenbanken entwickelt und verfügt über Funktionen zur Wiederherstellung von Datenbanken ohne Datenverlust und zur automatischen Validierung von Backups, um die Wiederherstellbarkeit von Datenbanken zu gewährleisten. Darüber hinaus stellt Oracle weitere Cyber-Vault-Funktionen für die zuverlässige Wiederherstellung nach Malware- und Ransomware-Angriffen vor.

Zu den neuen Funktionen gehört zudem die Synchronisation zwischen mehreren Recovery-Appliances, um die Kontinuität von Backup und Recovery bei ungeplanten und geplanten Ausfällen zu gewährleisten. Darüber hinaus werden Optionen für die langfristige Backup-Aufbewahrung unterstützt, darunter die Oracle ZFS Storage Appliance vor Ort und Oracle Cloud Infrastructure Object Storage.

Schließlich erhöht die jüngste Version der Recovery Appliance laut Oracle die Speicherkapazität um 30 Prozent und senkt die Einstiegspreise um 50 Prozent.

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