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6:1-Datenreduktionsgarantie und Ransomware-Erkennung mit KI Dell PowerStore Elite: Storage-Systeme für Enterprise-Workloads

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Dell hat auf der Dell Technologies World in Las Vegas eine neue Storage-Lösung vorgestellt: Mit PowerStore Elite könnten Block-, File-, VM- und Container-Workloads auf einer einheitlichen Plattform konsolidiert werden – mit deutlich mehr Leistung und Kapazität als bei Vorgängermodellen.

Dell PowerStore Elite soll neue Maßstäbe bei der Modernisierung und Performance von Speichersystemen setzen.(Bild:  Dell)
Dell PowerStore Elite soll neue Maßstäbe bei der Modernisierung und Performance von Speichersystemen setzen.
(Bild: Dell)

Das wesentliche Differenzierungsmerkmal von PowerStore Elite liegt nach Angaben von Dell in den Weiterentwicklungen auf Software-Ebene. So biete die neue Plattform gegenüber der Vorgeneration bis zu dreimal mehr Leistung sowie dreifachen Netzwerkdurchsatz – gemessen in internen Vergleichstests unter definierten Workload-Bedingungen; tatsächliche Ergebnisse können laut Dell variieren.

Ein neues Feature namens „Autonomous Data Path Intelligence“ nutzt Machine Learning auf I/O-Ebene, um sowohl TLC- als auch QLC-Flash-Medien zu optimieren. Damit könnten Unternehmen Entscheidungen für Speichermedien primär nach Kapazitäts- und Kostengesichtspunkten treffen, anstatt Kompromisse bei der Performance in Kauf nehmen zu müssen. Ergänzend dazu soll „Metadata Acceleration“ Lesevorgänge für alle PowerStore-Nutzer um bis zu 70 Prozent beschleunigen – verglichen mit PowerStoreOS 4.3 in internen Tests.

Für unstrukturierte Daten führt Dell „Unaligned Deduplication“ ein. Verbesserte Compression-Offloads sollen die nutzbare Kapazität erhöhen, ohne Auswirkungen auf laufende Workloads zu haben.

Hardware auf Basis offener Standards

Die Hardwarebasis von PowerStore Elite setzt auf Intel-Xeon-Scalable-Prozessoren mit nach Unternehmensangaben bis zu 50 Prozent mehr CPU-Kernen als in der Vorgeneration, DDR5-Speicher sowie PCIe Gen5. Hinzu kommt eine neue 200-GB-RDMA-Node-Interconnect-Technologie, die Load-Balancing und Failover verbessern soll.

PowerStore Elite erscheint in drei Modellen: PowerStore 1500, 5500 und 9500. Das Topmodell könne in einem einzigen 3HE-Gehäuse bis zu 40 Laufwerke und – bei angenommener 6:1-Datenreduktion – bis zu 5,8 Petabyte effektive Kapazität unterbringen. Dell betont dabei, dass die verwendete Low-Profile-E3-NVMe-Flash-Technologie auf Industriestandards basiert. Aus Sicht des Herstellers könnten Unternehmen von einem breiteren Lieferantenumfeld und wettbewerbsfähigeren Preisen profitieren – ein Aspekt, der angesichts angespannter Flash-Lieferketten an Bedeutung gewinnt. Je Appliance stehen bis zu 40 Netzwerkports mit 64-GB-Fibre-Channel- (128-GB-fähig) sowie 200/400-GB-Ethernet-Konnektivität zur Verfügung.

Erweiterte Datenreduktionsgarantie

Dell hebt die Datenreduktionsgarantie von bisher 5:1 auf 6:1 an und bezeichnet diesen Wert als branchenführend – basierend auf einer eigenen Marktanalyse vom Mai 2026. Hintergrund seien optimierte Datenpfade und hardwarebeschleunigte Kompression. Die Garantie gilt für neue Arrays, die initial mit PowerStoreOS 5.0 ausgeliefert werden.

Generationsübergreifendes Clustering und Upgrade-Pfade

PowerStore Elite unterstützt generationsübergreifendes Clustering: Neue Systeme können mit bestehenden PowerStore-Deployments zusammengeschlossen werden, Daten und Workloads seien ohne Downtime migrierbar. Über das Programm „Lifecycle Extension (LCE)“ bietet Dell bestehenden Kunden einen Umstiegspfad, der Upgrades ohne Datenmigration inklusive Implementierung, einen dedizierten technischen Berater sowie ein Kapazitätserweiterungsmodell nach dem Prinzip „Drei kaufen, eins gratis“ umfasst – gestützt durch Dell ProSupport oder ProSupport Plus.

KI-Automatisierung und Ransomware-Erkennung

Auf Verwaltungsebene soll KI-gestützte Automatisierung den manuellen Aufwand für Storage-Administratoren um bis zu 95 Prozent reduzieren, so Dell in internen Analysen. AIOps-Funktionen auf Flottenebene würden Probleme laut einer Dell-Nutzerumfrage von Januar 2026 bis zu zehnmal schneller beheben als herkömmliche Methoden.

Neu ist außerdem „Dell Cyber Detect“, eine direkt in PowerStore integrierte KI-Komponente zur Ransomware-Erkennung. Die Lösung analysiert Daten auf Byte-Ebene und soll laut einem von Index Engines beauftragten Omdia/ESG-Report von Juni 2024 eine Erkennungsgenauigkeit von 99,99 Prozent erreichen. Ziel ist die schnelle Identifikation der letzten bekannten sauberen Datenkopie zur Wiederherstellung nach einem Angriff.

Private Cloud und moderne Applikationen

Dell positioniert PowerStore Elite auch als Fundament für Private-Cloud-Szenarien. Die Plattform unterstützt Cloud-Stack-Software von Broadcom, Microsoft, Nutanix und Red Hat. Über Dell Private Cloud lässt sich PowerStore auf einer disaggregierten Infrastruktur betreiben, bei der Compute und Storage unabhängig skalieren. Dell beziffert mögliche Kosteneinsparungen gegenüber klassischen HCI-Architekturen auf bis zu 65 Prozent – basierend auf internen Vergleichstests von März 2026.

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Verfügbarkeit

Dell PowerStore Elite soll ab Juli 2026 weltweit verfügbar sein. Dell Cyber Detect für PowerStore ist für das 3. Quartal 2026 angekündigt.

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