Standortübergreifendes Speicher- und Datenmanagement

Schweizer Emmi-Konzern baut auf Netapp-Lösungen

| Redakteur: Tina Billo

Netapp-Lösungen stellen bei dem Schweizer Milchverarbeitungskonzern Emmi die Basis für die standortübergreifende Speicherung, Sicherung und Verwaltung der Daten.
Netapp-Lösungen stellen bei dem Schweizer Milchverarbeitungskonzern Emmi die Basis für die standortübergreifende Speicherung, Sicherung und Verwaltung der Daten. (Bild: Emmi AG)

Im Kampf um den begrenzten Platz in den Kühlregalen des Handels heißt es, diesen stets mit einem vielfältigen Angebot an qualitativ hochwertigen als auch neuen Produkten zu überzeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die global agierende Emmi AG auf eine zu hundert Prozent digitalisierte Wertschöpfungskette. Die für das Speicher- und Datenmanagement nötige Infrastruktur stellt Netapp.

Rund 3,4 Millionen Tonnen Milch werden jährlich in der Schweiz produziert. Knapp eine Million davon landet in den Betrieben der Emmi AG. Damit ist das 1993 gegründete Unternehmen, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1907 zurückreichen, der größte Verarbeiter der Alpenrepublik.

In sechzig Länder werden die Molkerei-, Käse- und Frischprodukte exportiert, zu den belieferten Kunden zählen neben dem Einzelhandel ebenso Food-Service-Anbieter und die Lebensmittelindustrie. Der im Ausland erwirtschaftete Umsatz belief sich 2017 auf 1,6 Milliarden Franken und machte damit nahezu die Hälfte des Gesamterlöses aus.

Kaum ein Emmi-Erzeugnis ist beliebter als Caffè Latte. Alleine hiervon produziert das Unternehmen 100 Millionen Becher jährlich, Tendenz steigend.
Kaum ein Emmi-Erzeugnis ist beliebter als Caffè Latte. Alleine hiervon produziert das Unternehmen 100 Millionen Becher jährlich, Tendenz steigend. (Bild: Emmi AG)

Aus dem einst regional orientierten Mittelständler ist somit längst ein global agierender Player geworden, das Auslandsgeschäft ein wichtiges Standbein. Dementsprechend ist die Gruppe mittlerweile mit Tochtergesellschaften oder über Beteiligungen in vierzehn Ländern vertreten - rund 3.200 und damit über die Hälfte der insgesamt 6.150 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Ein weiterer Ausbau der Präsenz auf 15 bis 18 Märkte ist geplant.

Weiteres Wachstum im Ausland ist damit neben der Stärkung des Heimatmarktes ein wichtiger Pfeiler, auf den sich die Konzernstrategie stützt. Ebenso wie die Kosten zu optimieren, denn das hohe Preisniveau in der Schweiz führt dazu, dass Emmi-Produkte teurer sind als die der ausländischen Konkurrenz. Das alles stellt an die als Business Enabler angesehene Unternehmens-IT hohe Anforderungen. Diese muss so ausgelegt sein, dass sich neue Standorte, Systeme oder Anwendungen rasch einbinden und dadurch weitere Produktivitätssteigerungen erzielen lassen.

Produktionsprozesse müssen rund um die Uhr laufen

Milchverarbeitung ist Hightech. Emmis 25 Schweizer Produktionsbetriebe arbeiten meist in drei Schichten, 6.500 Schweizer Milchbetriebe lassen den Nachschub rollen. Da Milch schnell verdirbt, müssen die Prozesse nonstop laufen. Zwar ließen sich bei einem Stillstand Lieferungen umverteilen oder zwischenlagern. Das geht aber nur kurzfristig und verursacht zudem Kosten, denn die Anlagenreinigung ist teuer.

Da es sich bei Milch um ein schnellverderbliches Produkt handelt, müssen die Produktionsprozesse bei Emmi unterbrechungsfrei laufen.
Da es sich bei Milch um ein schnellverderbliches Produkt handelt, müssen die Produktionsprozesse bei Emmi unterbrechungsfrei laufen. (Bild: Emmi AG)

Für die zentralen Anwendungen bis hin zur Produktionssteuerung in den Betrieben braucht es daher eine leistungsstarke IT. Denn auch für Wartungsarbeiten ist kaum Zeit. Ein halber Tag pro Monat muss genügen.

100 Prozent digitalisierte Wertschöpfungskette

Von der Anlieferung über die Produktionssteuerung bis zur Logistik hat Emmi die Wertschöpfungskette daher zu hundert Prozent digitalisiert. Infolgedessen wachsen Produktion und IT verstärkt zu einer einheitlichen IT-Infrastruktur zusammen, angefangen vom Netzwerk bis hin zum Daten-Pool. Gleichzeitig steigt die Zahl der Nutzer, Daten und virtuellen Maschinen stetig – auch dies gilt es zu meistern.

Aus diesem Grund setzt die zentrale IT-Organisation in Ostermundigen auf maximale Virtualisierung, Standardisierung und eine zentrale Emmi Private Cloud. Hier laufen Kernanwendungen wie das alles verbindende SAP-System samt Produktionsplanung, aber auch Collaboration-, File- und Shared-Services.

Geht es um das Thema Datenspeicherung und -verwaltung verlässt sich der Milchverarbeiter auf Grund seiner bereits seit 2010 mit Netapp gesammelten Erfahrungen auf die Lösungen des Storage-Spezialisten. "Hier fahren wir eine Single-Vendor-Strategie, denn das hält den Management-Aufwand klein, reduziert Risiken und vereinfacht den Betrieb", erläutert Stefan Lüthi, Abteilungsleiter IT-Infrastruktur bei Emmi.

Datenmanagement hält die Infrastruktur zusammen

Ob mit Flash pur und Business-Continuity-Setup wie in der zentralen Emmi Private Cloud oder hybriden Systemen sowie mehr oder weniger Redundanz an den Standorten: Die bei Emmi eingesetzte Ausstattung ist stets genau auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt, als Standardprotokoll hat sich NFS bewährt.

Dank der Netapp-Tools behalten die IT-Verantwortlichen nicht nur den Überblick, sondern sie erleichtern ihnen außerdem die zentrale Administration einschließlich der täglichen Sicherung der lokalen Daten von zwölf Standorten im In- und Ausland zu Emmi in der Schweiz. Dabei leidet weder die Performance vor Ort, noch wird die Zeit knapp, so Marc Baumann, Teamleiter Datenbanken und Storage bei Emmi.

SAP-Zertifizierung vereinfacht Wechsel zu SAP HANA

Die Verwaltung der von rund 2.500 Usern genutzten gesamten Dateninfrastruktur erledigen nur zwei IT-Mitarbeiter, die zudem für weitere Aufgaben zuständig sind. Die Automatisierung von Prozessen, angefangen vom Backup bis hin zum Site-Failover, ist für sie ebenso wichtig wie für das SAP-Team. Denn nun lassen sich SAP-Umgebungen mit ein paar Befehlen kopieren, bearbeiten und wieder löschen, was Test und QA beschleunigt.

Da das Netapp-Datenmanagement für SAP zertifiziert ist, birgt dies auch die mögliche Einführung von SAP HANA angehend für das Unternehmen Vorteile. Statt in eine HANA-Appliance investieren zu müssen, kann Emmi nur die HANA-Komponente in die Netapp-Infrastruktur integrieren und bleibt flexibel.

Management der kompletten Data Fabric

Den allgegenwärtigen Kostendruck spürt auch die IT und optimiert kontinuierlich die Prozesse und Systeme der Wertschöpfungskette, etwa mit einem Dokumentenmanagement-System, damit jedes Dokument nur noch einmal vorhanden und stets greifbar ist.

Die zentrale Emmi Private Cloud läuft heute mit Netapp All-FlashTechnologie. "Unsere User profitieren von der Performance, und wir sparen über 80 Prozent Platz in den Racks", so Baumann. "Verglichen mit ihren Anfängen ist unsere gesamte NetApp-Infrastruktur heute mehr als zwanzigmal so groß. Mit dem Datenmanagement von NetApp haben wir die komplette Data Fabric unter Kontrolle und können, egal wo, in sehr kurzer Zeit einen neue Standort-IT startklar machen."

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