Datenbankserver richtig installieren – auch kostenlos SQL Server 2019 mit CU14 auf Windows Server 2022 installieren
SQL Server 2019 lässt sich mit CU14 auch auf Windows Server 2022 betreiben. Das funktioniert zudem mit den kostenlosen Editionen Developer und Community. Wir zeigen in diesem Beitrag, wie das geht.
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SQL Server 2019 lässt sich mit dem CU13/CU14 auf Windows Server 2022 installieren. Neben den kostenpflichtigen Varianten können Sie auf Windows Server 2022 auch die Evaluierungsversionen installieren. Die kostenlosen Editionen Developer und Express können Sie ebenfalls direkt bei Microsoft herunterladen. Nach der Installation des Datenbank-Servers laden Sie das aktuelle kumulative Update (CU) wiederum bei Microsoft herunter.
Installation vorbereiten und Verwaltungstools besorgen
Für die Installation von SQL Server 2019 benötigen Sie die Installationsdateien der jeweiligen Edition. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass der Windows-Server über alle aktuellen Updates verfügt. Neben den Installationsdateien von SQL Server 2019 benötigen Sie noch die Installationsdatei für das aktuelle CU und das aktuelle SQL Server Management Studio, mit dem Sie den Server verwalten können.
Hier ist auch das Azure Data Studio dabei, das Sie ebenfalls für die Verwaltung von Windows-Servern nutzen können. Der Download von SMSS mit integriertem Azure Data Studio erfolgt kostenlos bei Microsoft. Idealerweise sollten Sie die Installation auf einer Arbeitsstation mit Windows 10/11 durchführen und nicht den Server belasten.
Installation von SQL Server 2019 starten
Liegen alle Installationsdateien vor, können Sie den Installationsassistenten mit „setup.exe“ starten. Vor der eigentlichen Installation kann im Bereich „Planen“ zunächst mit „Systemkonfigurationsprüfung“ getestet werden, ob SQL Server 2019 auf dem Server problemlos ausgeführt werden kann. Im Rahmen der Installation findet der Test ohnehin statt, es schadet aber nicht, bereits im Vorfeld zu testen, ob Probleme zu erwarten sind.
Über den Menüpunkt „Installation“ starten Sie eine neue Installation mit dem Link „Neue eigenständige SQL Server-Installation oder Hinzufügen von Funktionen zu einer vorhandenen Installation“. Nach dem Start wählen Sie die Edition aus und geben den Product-Key ein. Anschließend bestätigen Sie die Lizenzbedingungen und wählen aus, ob der Server auch durch Microsoft Update mit Updates versorgt werden soll.
Sie erhalten eine Warnung, dass der Installationsassistent die notwendigen Firewall-Regeln für SQL Server 2019 nicht automatisch setzt. Sie können das auch nach der Installation erledigen. Auf der Seite „Funktionsauswahl“ legen Sie fest, welche Features von SQL Server Sie installieren wollen. Hier sollten Sie nur die Funktionen auswählen, die Sie auch tatsächlich benötigen. Das sind mindestens die „Datenbank-Engine-Dienste“. Häufig kommt auch die Volltextsuche zum Einsatz, und wichtig sind außerdem „Konnektivität der Clienttools“ und, abhängig von der Umgebung, „Abwärtskompatibilität der Clienttools“.
Außerdem legen Sie fest, in welchen Verzeichnissen die Programmdateien installiert werden sollen. Die Laufwerke für Datenbanken legen Sie später fest. Der Standardname einer neuen Instanz ist „MSSQLSERVER“. Sie können aber auch einen eigenen Namen festlegen, den Sie dann aber auch in den Verwaltungstools angeben müssen. Wählen Sie „Standardinstanz“ aus, müssen Clientanwendungen bei der Verbindung zum Server lediglich den Namen des Servers angeben. Die Verbindung zur Instanz findet danach automatisch statt.
Festlegen der Sortierung und Dienste
Auf einer weiteren Seite legen Sie fest, wie die Systemdienste von Microsoft SQL Server starten sollen. Hier steuern Sie Anmeldenamen und Startaktion. Sinnvoll kann es sein, den Dienst „SQL Server Agent“ automatisch starten zu lassen. Wichtig ist an dieser Stelle die Registerkarte „Sortierung“ (Collation). Hier legen Sie fest, wie der Server Daten speichern soll. Wichtig ist, dass Sie überprüfen, welche Sortierung die Anwendungen benötigen, die auf den Server zugreifen.
Storage für große Datenmengen
Eine Herausforderung für Speichersysteme: Big Data
Sind diese nicht kompatibel, ist die Änderung möglich, aber unnötig komplex. Daher sollte bereits frühzeitig die Sortierung überprüft werden. Standardmäßig nutzt SQL Server 2019 die Sortierung „Latin1_General_CI_AS“. Dabei wird das lateinische Alphabet („Latin1“) verwendet, inklusive Unterscheidung zwischen Groß und Kleinschrift durch „Case Insensitive (CI)“. Die Abkürzung AS steht für „Accent-Sensitive“. Dadurch erkennt der Server auch Umlaute.
Datenbank-Engine konfigurieren
Auf den folgenden Seiten werden der Authentifizierungsmodus für den Server sowie der Administrator des Servers festgelegt. Hier lassen sich auch mehrere Benutzer und Gruppen hinterlegen. Wichtig ist an dieser Stelle die Registerkarte „Datenverzeichnisse“. Die Dateien der Datenbanken und der Transaktionsprotokolle sollten auf verschiedenen Servern liegen. Auf der Registerkarte „TempDB“ wird der Zwischenspeicher des Servers gespeichert. Auch diese Datenbank sollte auf einem anderen Datenträger gespeichert werden, da dies die Leistung des Servers deutlich steigern kann. Generell ist es sinnvoll, TempDB und Transaktionsprotokolle auf SSD oder Flash-Datenträgern zu speichern. Danach zeigt der Installationsassistent noch eine Zusammenfassung an und beginnt die Installation.
CU nach der Installation von SQL Server 2019 installieren
Direkt nach der Installation des SQL Servers sollte auch das aktuelle CU installiert werden. Beim Einsatz von Windows Server 2022 ist hier mindestens das CU14 von SQL Server 2019 sinnvoll. Nach dem Download der Installationsdatei muss diese nur doppelgeklickt werden. Bei der Installation kann es aber auch passieren, dass die Anwendungen und Benutzer von den Datenbanken getrennt werden. Die eigentliche Aktualisierung startet nach dem Bestätigen der Zusammenfassung über die Schaltfläche „Aktualisieren“. Danach ist der Server auf dem neuesten Stand.
Firewall-Regeln für SQL Server
In der erweiterten Verwaltungskonsole für die Windows-Firewall müssen Sie mindestens eine eingehende Regel festlegen, die den TCP-Port 1433 zulässt. Diesen Port nutzt die Standardinstanz von SQL Server für die Kommunikation. Betreiben Sie mehrere Instanzen, müssen Sie noch TCP/UDP 1434 zulassen. Alle Ports listet Microsoft auf der entsprechenden Hilfeseite auf.
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