Siemens AG GS IT setzt auf ETERNUS DX von Fujitsu

Standardisierte und automatisierte SAP HANA-Systeme

| Autor / Redakteur: Fujitsu / Tina Billo

Im Rahmen eines Proof of Concept erwies sich das Speichersystem Fujitsu ETERNUS DX gegenüber allen Mitbewerbsprodukten als überlegen.
Im Rahmen eines Proof of Concept erwies sich das Speichersystem Fujitsu ETERNUS DX gegenüber allen Mitbewerbsprodukten als überlegen. (Bild: © Fujitsu)

Mit Hilfe des Storage-Systems Fujitsu ETERNUS DX und dem Entwicklungs-Know-how von Fujitsu wurde bei der Siemens AG eine SAP HANA-Infrastruktur aufgebaut.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.

Im zentralen Rechenzentrum der Siemens AG werden unternehmenskritische Anwendungen des Konzerns gehostet und betrieben. Hier bestand die Notwendigkeit, die vorhandenen SAP-Systeme auf SAP HANA umzustellen und zusätzlich weitere SAP HANA-Systeme bereitzustellen. Ein Schwerpunkt lag dabei darauf, diese qualitativ hochwertig, schnell und vollautomatisiert installieren zu können.

Das Projekt

Um diese Kernanforderung zu erfüllen, wurden in einem partnerschaftlich ausgeführten Projekt des Rechenzentrum-Teams der Siemens AG und Fujitsu:

  • die entsprechenden technischen Detail-Anforderungen gemeinsam erarbeitet,
  • eine passende Infrastruktur als Hardware-Grundlage für die SAP HANA-Systeme (HANA Power-Block) entwickelt,
  • die Lösung für eine automatisierte Provisionierung von Speicherinfrastruktur inklusive Snapshot- und Clone-Technologie entworfen und implementiert.

Die Lösung

Im Verlauf der ersten Projektphase konzentrierten sich die Rechenzentrums-Mitarbeiter der Siemens AG und das Entwickler-Team von Fujitsu auf:

  • Die Definition der Anforderungen und Erarbeitung der Lösungen
  • Die Definition der Ziel-Systeme
  • Die Architektur der SAP HANA-Projektlösung
  • Die Definition der Hardware-Grundlage für die SAP HANA-Systeme (HANA Power-Block)
  • Die Implementierung
  • Den Aufbau der SAP HANA-Infrastruktur

Dabei erwies sich, dass eine SAN-basierte Infrastruktur gegenüber NAS-Systemen signifikante Vorteile bietet. Im Rahmen eines Proof of Concept zeigte sich das Speichersystem ETERNUS DX überlegen und schnitt gegenüber allen Mitbewerbern am besten ab.

Im Mittelpunkt der zweiten Phase stand die Implementierung der ETERNUS Snapshot-Technologie:

  • um zu jedem Zeitpunkt einen sofortigen Wiederanlauf auch größter Datenbanken zu ermöglichen. Das bei Siemens größte bislang installierte System hat aktuell ein Volumen von 21 Terabyte komprimierter HANA-Daten und kann dank der Performance der ETERNUS DX-Technologie innerhalb weniger Minuten gesichert und wiederhergestellt werden. Zum Vergleich dazu liegt ein Wiederanlauf auf Basis herkömmlicher Backup-Methoden im Bereich mehrerer Stunden.
  • um einfach und schnell System-Kopien erzeugen zu können.

Automatisierung verändert die Arbeitsweise

Die Implementierung forderte nicht nur das Know-how von Fujitsu als Infrastruktur-Anbieter, sondern in gleichem Maße als Lösungs-Entwickler. „Die Erfahrungen mit Fujitsu sind ausgezeichnet, wir haben viel voneinander gelernt“, sagt Dr. Jürgen Droletz, Projektverantwortlicher bei der Siemens IT. Beide Partner brachten ihre Stärken ein: Der Schwerpunkt des Rechenzentrums-Teams lag auf dem RZ-Betrieb, das Team von Fujitsu stellte die Entwicklerkompetenz. Im Zuge des Projekts entwickelte sich Fujitsu zum Hauptlieferanten für die SAP HANA-Infrastruktur.

Die in Folge der Lösung mögliche automatisierte Installation verändert die künftige Arbeit im Rechenzentrum. Ein stärkeres Augenmerk muss auf die Planung der Reserven und den Auslastungsgrad des Rechenzentrums gelegt werden, um ein Zuschalten neuer Anwendungen per Knopfdruck realisieren zu können. „Fehler müssen viel früher erkannt werden“, betont Jürgen Droletz.

„Zur Vorbereitung des automatisierten Deployments von SAP HANA-Systemen ist die vorherige Beratung der Kunden von großer Bedeutung. Es muss noch genauer spezifiziert werden, was wirklich gebraucht wird und wie die optimale Lösung aussieht. Hier ist unsere Expertise gefordert, das kann uns die Automatisierung nicht abnehmen“, hebt Droletz hervor.

Mittlerweile sind 12 SAP HANA-Verfahren auf 40 Systemen produktiv, wobei jedes davon in der Regel aus mindestens einem Produktiv-, einem Integrations- und einem Entwicklungssystem besteht.

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Produkte und Services

Schnelle, standardisierte Bereitstellung von Services

Die Nachfrage nach HANA-Installationen ist beim Rechenzentrum der Siemens AG hoch. „Durch die automatisierte Installation sind wir in der Lage, diese Nachfrage zu bedienen, ohne unser IT-Personal aufstocken zu müssen“, sagt Jürgen Droletz. Die Services können sehr schnell, standardisiert und mit höchster Qualität zur Verfügung gestellt werden.

Eine automatisierte Installation bietet den Vorteil, dass gleichartige Dinge gleich gemacht werden. Sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, kann er überall auf die gleiche Weise behoben werden. „Wir werden die automatisierte Installation auch auf andere Services übertragen“, sagt Jürgen Droletz. Damit wird die Qualität der angebotenen Dienste weiter optimiert.

Der Nutzen aus der automatisierten Installation hat sich nicht erst mit Abschluss des Projekts ergeben, „die Erkenntnisse sind schon während der Laufzeit stufenweise eingeflossen, wir haben das nach und nach eingeführt und getestet“, berichtet Droletz weiter.

Zu den Vorteilen, die der Siemens AG entstanden sind, zählen kurzgefasst:

  • Eine sehr schnelle Provisionierung von SAP HANA-Systemen
  • Günstige Betriebskosten durch Erhöhung des Standardisierungsgrades der SAP HANA-Systeme und der Infrastruktur, bei damit einhergehender Minimierung potentieller Fehlerquellen

Fazit

Im Projekt wurde erfolgreich und planmäßig der automatisierte Aufbau von SAP HANA-Installationen (Server, Storage, Netz, Firewall) mit der Einbindung von Snapshot-Technologie zur Datensicherung auf Basis von ETERNUS DX entwickelt. Entscheidend für den Erfolg war die reibungslose Zusammenarbeit von RZ-Mitarbeitern der Siemens AG und dem Entwickler-Team von Fujitsu.

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