Praxis: onOffice betreibt SaaS-Lösung auf Quobyte-Plattform

Storage für Abermillionen an kleinen Dateien

| Redakteur: Tina Billo

Mit dem Wechsel auf die Quobyte-basierte Infrastruktur profitiert onOffice heute von einer hochperformanten Lösung, die selbst mit einer großen Menge kleiner Dateien auf einem Volume zurechtkommt.
Mit dem Wechsel auf die Quobyte-basierte Infrastruktur profitiert onOffice heute von einer hochperformanten Lösung, die selbst mit einer großen Menge kleiner Dateien auf einem Volume zurechtkommt. (Bild: PixelAnarchy / Pixabay)

Die onOffice Software AG suchte ein skalierbares, zuverlässiges und einfach zu wartendes Speichersystem. Dieses sollte nicht nur flexibel erweiterbar und kosteneffizient im Betrieb, sondern zugleich auch performant genug für den Umgang mit Abermillionen kleiner Dateien sein. Die heute eingesetzte Quobyte-basierte Speicherinfrastruktur erfüllt diese Anforderungen in allen Punkten.

Das im Jahr 2001 gegründete Unternehmen onOffice bietet eine gleichnamige speziell für die Immobilienwirtschaft entwickelte und vollständig webbasierte Software an. Über 10.000 aktive Kunden, zu denen Immobilienmakler, Makler-Netzwerke, Fertighaushersteller und Banken zählen, verlassen sich in ihrem Tagesgeschäft auf das modular aufgebaute CRM-System. Dieses bietet ihnen aus einer Hand alle für die Adress-, E-Mail-, Termin- und Aufgabenverwaltung sowie das Prozessmanagement nötigen Tools und erleichtert ihnen damit die Präsentation, Vermarktung, Vermittlung und Verwaltung ihrer Immobilien.

Unternehmen können zwischen drei als SaaS-Lösung im Abonnementmodell beziehbaren Editionen wählen, ergänzend hierzu stehen weitere den Funktionsumfang abrundende optional zubuchbare Pakete einschließlich einer App für den mobilen Zugriff zur Verfügung. Ebenso gehört Software-Individualisierung zum Geschäft des über 175 Mitarbeiter starken Unternehmens, das neben seinem Hauptsitz in Aachen inzwischen auch Standorte in Hamburg, Wien sowie Ljublina unterhält und über 175 Mitarbeiter beschäftigt.

Damit onOffice seine Dienste zuverlässig anbieten kann, und das im 24/7-Betrieb, ist eine robuste aber dennoch flexibel erweiterbare Infrastruktur unerlässlich. Da die bislang eingesetzte IT den unter anderem an Performance und Hochverfügbarkeit gestellten Anforderungen nicht länger genügte, entschied sich das Unternehmen für einen Wechsel.

Shared-Storage-Lösung stellte onOffice vor Probleme

Das System vor dem Umstieg war ein Shared-Storage, auf den per NFS zugegriffen werden konnte. Doch der Schuh drückte an verschiedenen Stellen. Zum einen war das IT-Team bei Problemen ganz auf den Speicherbetreiber angewiesen und musste sich nach der nötigen Wartezeit mit meist globalen Änderungen zufrieden geben, statt eine maßgeschneiderte Lösung an die Hand zu bekommen. Ausfallzeiten waren zum Verdruss der onOffice-Kunden unvermeidbar.

Zum anderen gab es Datenstaus. Es mangelte an Plattenspeicher und da sich die Kapazität nicht einfach durch das Hinzuschalten weiterer Festplatten ausbauen ließ, musste das Team Behelfslösungen entwickeln. Erschwerend kam hinzu, dass die Netzwerkverbindung zum Speicher ab und an überlastet war und den NFS zum Hängen brachte.

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Insofern war klar, dass eine neue Speicherlösung her musste. Zu den Anforderungen zählte, dass sich diese in alle Richtungen skalieren lässt, Daten jederzeit hochperformant angesprochen werden können und mit einer Verfügbarkeit von 99.99999 Prozent bereitstehen. Das IT-Team beschloss zudem, künftig auf eine eigene Infrastruktur zu setzen. Wie üblich wurden nach Evaluierung möglicher Optionen verschiedene in die engere Auswahl gelangte Lösungen im Rahmen von Tests auf Herz und Nieren geprüft.

Hier überzeugte letztlich die Quobyte Data Center File System-Plattform, die einen hohen Durchsatz ohne Bottlenecks lieferte und in Sachen Gesamtbetriebskosten aufgrund Fehlertoleranz und Automatisierung besser abschnitt als alle anderen eingehender unter die Lupe genommenen Systeme. Weitere Pluspunkten waren, dass sich das Storage-System schnell installieren ließ und durch eine einfache und überwachungsarme Verwaltung auszeichnete.

Hohe Leistung ohne Kapazitätslimits

Quobytes Data Center File System wurde mit Blick auf Skalierbarkeit entwickelt. Ist mehr Performance und Kapazität gefragt, lässt sich dies durch die Einbindung weiterer Speicherressourcen jederzeit bedarfsgerecht realisieren. Dabei erkennt und verwendet das Storage-System die neuen Devices automatisch. Das Rebalancing ist optional und kann bei Ungleichgewichten manuell angestoßen oder automatisiert werden.

Dank der neuen horizontal erweiterbaren Storage-Infrastruktur skaliert die IOPS-Leistung jetzt linear mit den hinzugefügten Ressourcen. Dies erleichtert dem IT-Team von onOffice die Kapazitätsplanung. Vor allem muss hierfür nun in keine Trickkiste mehr gegriffen werden, die am Ende nicht mitskaliert.

Zudem kommt das System mit der großen Menge kleiner Dateien auf einem Volume zurecht und bietet die hierfür erforderliche Performance. Das macht onOffice den Weg für ein unkompliziertes und schnelles Wachstum frei. "Wir konnten unsere Speicherkapazität innerhalb eines halben Jahres um mehr als 30 Prozent steigern und problemlos weitere Nodes hinzufügen”, erklärt Christian Küppers, der Storage-Verantwortliche bei onOffice.

Automatisches Tiering optimiert die Speicherauslastung

Neben schnellen SSDs setzt onOffice auch auf günstigere Festplatten mit hoher Kapazität. Dadurch lässt sich zum Teil um das zehnfache preiswertere Speicher-Hardware nutzen und ein erheblicher Kostenvorteil erlangen.

Um den heterogenen Storage optimal zu bespielen, kommt Quobytes Tiered-Storage zum Einsatz. Dateien, die für eine gewisse Zeit nicht angefasst wurden, werden automatisch von SSDs auf Festplatten verlagert und dadurch wertvoller Speicherplatz freigegeben. Dieser Vorgang läuft im Hintergrund für Nutzer kaum bemerkbar, denn währenddessen kann auf die Daten selbst von einer HDD noch mit einer Latenz von unter 100 Millisekunden zugegriffen werden.

Zuverlässiger Storage, automatisierte Verwaltung

Ein wesentlicher Grund für die Wahl von Quobyte bestand letztlich auch in der Fehlertoleranz und Ausfallsicherheit des Speichersystems. Daten werden durchgängig mit Prüfsummen geschützt und damit deren Korrektheit und Integrität sichergestellt. Das System rechnet außerdem damit, dass jede Hardware irgendwann ausfällt und ist bestens gegen solche Fälle gewappnet.

Das eingebaute Monitoring und die automatischen Repair-Tasks ersparen dem IT-Team unnötige manuelle Eingriffe. Per Überwachung werden von defekter Hardware ausgelöste Probleme erkannt und fehlerhafte Platten automatisch aus dem System ausgeschlossen. Das gibt den Administratoren freie Hand für andere Aufgaben und erlöst sie von der Rufbereitschaft.

"Der Quobyte-Storage ist schnell installiert, einfach zu verwalten und unkaputtbar. Performance-Beschränkungen haben sich in Luft aufgelöst und der Speicher skaliert nach Belieben. Ebenso erfüllt die Lösung unsere an Hochverfügbarkeit gestellten Erwartungen und reduziert dank Automatisierung den Betriebsaufwand", fasst Christian Küppers abschließend zusammen.

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