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Wohin mit den Unmengen an Daten? Storage-Trends und -Prognosen fürs Jahr 2024

Ein Gastbeitrag von BS Teh* 3 min Lesedauer

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Was bringt das angebrochene Jahr im Bereich Storage? Vor allem der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) wird 2024 die Nachfrage nach kosteneffizienter Datenspeicherung weiter vorantreiben. HAMR-Festplatten mit einer stark erhöhten Flächendichte und Speicherkapazität werden dabei eine entscheidende Rolle spielen und Hard Drives auch weiterhin Kostenvorteile gegenüber Flash-Speichern ermöglichen. BS Teh, Executive Vice President und Chief Commercial Officer bei Seagate Technology, gibt einen Ausblick auf die maßgeblichen Trends und Entwicklungen.

Das ungebremste Datenwachstum nimmt durch den KI-Trend erneut Fahrt auf. Für BS Teh von Seagate liegt auf der Hand, woher der entsprechende Speicherplatz kommen wird.(Bild:  jackykids - stock.adobe.com)
Das ungebremste Datenwachstum nimmt durch den KI-Trend erneut Fahrt auf. Für BS Teh von Seagate liegt auf der Hand, woher der entsprechende Speicherplatz kommen wird.
(Bild: jackykids - stock.adobe.com)

Generative KI weiter auf den Vormarsch

Laut Gartner werden bis 2026 mehr als 80 Prozent der Unternehmen generative KI-Schnittstellen (API) und -Modelle verwenden beziehungsweise KI-fähige Anwendungen in Produktionsumgebungen einsetzen. Zum Vergleich: Anfang des Jahres 2023 waren es nicht einmal fünf Prozent. Eine Umfrage des Instituts zeigt zudem, dass bereits 55 Prozent der Nutzer generativer KI derzeit in der Pilot- oder Produktionsphase sind. Gartner geht davon aus, dass in den nächsten zwei Jahren zehn Prozent aller produzierten Daten auf generative KI entfallen werden – aktuell sind es weniger als ein Prozent. Die datenhungrige KI wird Rechenzentren und Unternehmen immer häufiger dazu veranlassen, für ihr „Datenkapital“ High-Density-Festplattenspeicher einsetzen, da sowohl Rohdatensätzen als auch Erkenntnisse durch KI- und LLM-Verarbeitung kosteneffizient gespeichert werden müssen. Laut IDC werden im Jahr 2027 voraussichtlich 291 Zettabyte an Daten generiert – und damit auch der Bedarf an Speicherkapazität.

Deutlich höherer Bedarf an Speicherkapazität – vor allem in der Cloud

Unternehmen müssen künftig deutlich mehr Unternehmensdaten speichern, um KI, maschinelles Lernen und Deep-Learning-Modelle zu trainieren. Für solche Trainings werden immer mehr Unternehmen sowohl auf externe als auch auf interne Daten zurückgreifen, um somit von ihren proprietären Informationen profitieren zu können. Weiterhin wird erwartet, dass die Hyperscale-Techgiganten zur Unterstützung der KI-Programmentwicklung verstärkt in Cloud-Kapazitäten investieren werden. Insgesamt wird KI die IT-Ausgaben wie auch den Bedarf an Datenspeicher-Kapazitäten in Unternehmen erhöhen – nicht zuletzt auch deshalb, weil diese sich Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen Vorteile im Wettbewerb sichern wollen.

Rechenzentren profitieren von höherer Festplattendichte/HAMR-Festplatten

Fast 90 Prozent aller Daten in Cloud-Rechenzentren sind auf Festplatten gespeichert. Da Rechenzentren ihre Speicherinfrastruktur immer wieder erneuern müssen, können dabei Festplatten mit geringer Kapazität in großem Maßstab durch Festplatten mit höherer Kapazität ersetzt werden. Aktuell liegt die durchschnittliche Speicherkapazität einer Festplatte in Rechenzentren bei 16 TB, basierend auf der konventionellen PMR-Technologie. Festplatten mit HAMR-Technologie können aufgrund einer höheren Flächendichte viel mehr Daten in einem einzigen Laufwerk speichern. Das heißt, dass im Rechenzentrum dieselben Steckplätze mit 30-TB-HAMR-Festplatten bestückt werden können, sich so erhebliche Energie- und Platzeinsparungen erzielen lassen und die Gesamtbetriebskosten (TCO) gesenkt werden können. Neben den Einsparungen bei Energieverbrauch, Stellfläche, CPU und RAM kann die HAMR-Technologie durch langlebigere und energieeffizientere Speicher den Betreibern von Rechenzentren auch bei der Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks helfen. Zudem kann sie einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der 53,6 Millionen Tonnen an Elektroschrott leisten, die weltweit jährlich anfallen.

Koexistenz von Flash- und Festplattentechnologie im Rechenzentrum auch im Jahr 2024

Sicher ist: Das exponentielle Wachstum der weltweiten Datenmenge wird die Nachfrage nach Festplatten mit großer Speicherkapazität weiter ankurbeln. Inzwischen ist die überwiegende Mehrheit aller Daten weltweit in der Cloud gespeichert. Dementsprechend wächst die Nachfrage nach Cloud-Speicherkapazität ungebremst. Von diesem Exabyte-Wachstum profitieren Festplatten, denn sie bieten Massendatenspeicherung zu weniger als einem Fünftel der Kosten vergleichbarer Flash-Lösungen. In Bezug auf Rechenzentrumsarchitekturen wird sich dieser Kostenvorteil auch im nächsten Jahrzehnt nicht wesentlich ändern.

* Der Autor: BS Teh, Executive Vice President und Chief Commercial Officer bei Seagate Technology

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