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World Backup Day 2026 Strategische Neuausrichtung am Tag des Backups

Ein Gastbeitrag von Roland Stritt* 3 min Lesedauer

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Strengere Compliance-Forderungen seitens der EU rücken Resilienz und Datensouveränität in den Fokus – in Deutschland gefertigte Storage-Lösungen für Backup, Archivierung und KI schaffen Abhilfe.

Während die EU noch an souveränen Clouds arbeitet, ist in vielen Unternehmen bereits eine Rückbesinnung auf On-Prem-Lösungen im Gange.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Während die EU noch an souveränen Clouds arbeitet, ist in vielen Unternehmen bereits eine Rückbesinnung auf On-Prem-Lösungen im Gange.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Der weltweite Tag des Backups am 31. März ist der jährliche Weckruf für Unternehmen, dass die Datensicherung äußerst wichtig ist, da Daten ihr wertvollstes Kapital sind. Die unberechenbare US-Politik und mögliche unerwünschte Datenzugriffe, gestützt durch den CLOUD Act, haben jedoch einiges verändert. Die jüngsten Entwicklungen lassen bewährte Strategien der Cloud-Nutzung heute fragwürdig erscheinen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren die rechtlichen Vorgaben seitens der EU verschärft – in Form von DSGVO, ePrivacy-Verordnung, NIS-2 und EU Cybersecurity Act. Damit rücken Resilienz und Datensouveränität noch stärker in den Fokus. Aufgrund der anhaltenden Ransomware-Flut und zunehmend KI-gestützter Bedrohungen kommt es beim Backup immer mehr darauf an, wo und wie die Daten gespeichert sind.

Rückbesinnung auf lokale Infrastrukturen

Lange Zeit war die Public Cloud das Maß der Dinge für flexibel skalierbare, kosteneffiziente Speicher- und Rechenressourcen. Die IT-Realität ist nach wie vor geprägt durch eine massive Abhängigkeit von den großen US-Hyperscalern, aber auch von den marktdominierenden Softwaregiganten. Dieser – lange Zeit unbeachtete – Aspekt sorgt nun für ein Umdenken in deutschen Unternehmen und Behörden.

EU-Compliance-Fragen, eine starke Anbieterbindung, Latenzen infolge beschränkter Bandbreite und die kritische Abhängigkeit vom Internet dämpfen die frühere Cloud-Euphorie. Initiativen seitens der EU, um die digitale Souveränität zu stärken, stehen jedoch erst am Anfang. Während die EU noch an souveränen Clouds arbeitet, ist bereits eine Rückbesinnung auf vor Ort betriebene Lösungen im Gange.

Vieles, was früher nur die Cloud leisten konnte, wie datenintensive Analysen, ist heute lokal machbar und noch dazu kosteneffizient. Da keine laufenden Gebühren für Übertragung und Miete anfallen, sind vor allem stabile und vorhersehbare Workloads langfristig bereits kostengünstiger vor Ort zu betreiben. Für lokale Infrastrukturen sprechen ebenso der direkte Zugriff auf die Daten, die vollständige Kontrolle und eine sehr schnelle Wiederherstellung. Die deutlich kürzeren Recovery-Zeiten gegenüber der Coud unterstützen anspruchsvollere RTO- und RPO-Ziele.

Storage-Lösungen „Made in Germany“ sind bereits verfügbar

Vor dem Hintergrund der Datensouveränität dürfte der Bedarf für in Deutschland entwickelte und gefertigte lokale Storage-Lösungen wachsen. Diese gibt es bereits für Anwendungsfälle wie Backup, Archivierung und KI.

Unternehmen, die auf eine lokale Backup-Lösung „Made in Germany“ umsteigen wollen, sollten darauf achten, dass diese den aktuellen Compliance-Anforderungen gerecht wird. Eine auf das „Zero Loss“-Prinzip ausgerichtete robuste Lösung bietet effektiven Schutz vor Cyberangriffen, unerlaubtem Zugriff und Datenverlust. Unveränderbar gespeicherte und mittels Air-Gap geschützte Daten bieten eine zuverlässige Barriere gegen Ransomware, Erasure-Malware und Manipulation. Neben Backup-Lösungen sind auch lokale Langzeitspeicher für eine revisionssichere Archivierung verfügbar. Um die KI-Strategie unabhängig von Clouds umzusetzen, sind sogar lokal betriebene KI-Infrastrukturen realisierbar.

Der Weg in die digitale Souveränität ist geebnet

Roland Stritt, CRO FAST LTA.(Bild:  FAST LTA)
Roland Stritt, CRO FAST LTA.
(Bild: FAST LTA)

Eine vollständige digitale Unabhängigkeit von den dominierenden Hyperscaler-Clouds und Software-Marktführern ist nicht von heute auf morgen zu erreichen. Resilienz, Datensouveränität und die Rückbesinnung auf lokale Infrastrukturen dürften bei künftigen IT-Investitionen jedoch an Bedeutung gewinnen. Die verfügbaren Storage-Lösungen mit dem neben „On-Premises“ ebenfalls wiederentdeckten Qualitätsattribut „Made in Germany“ decken bereits ein breites Portfolio ab. Dieser Ansatz weist den Weg in die Souveränität, optional auch in Kombination mit künftigen EU-Clouds.

* Der Autor: Roland Stritt, Chief Revenue Officer, FAST LTA

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