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Im Unterschied zu einer Datei in einem File-System enthält das Objekt eine eindeutige ID. Damit lassen sich Objekte in einem nahezu unbeschränkten flachen Adressraum speichern, der Millionen von Objekten enthält – ohne die von File-Systemen her bekannte Komplexität, wenn sehr große Mengen von Dateien gespeichert werden.
Die Objekt-ID funktioniert ähnlich wie eine URL, sie verweist auf das Objekt. Um das Objekt zu finden, werden anders als bei einem File-System keine Directory-Hierarchie oder der genaue Speicherort benötigt. Der genaue Speicherort muss bei Verwendung der Objekt-ID nicht bekannt sein – das Suchen und Finden funktioniert sogar dann, wenn das Objekt von einem zu einem anderen Speicherknoten verschoben wird.
Zusätzlich zu einer eindeutigen ID lässt sich eine Hash-Signatur für jeden Teil des Inhalts eines Objekts verwenden. Diese Hash-Signatur ermöglicht es, doppelt vorhandene Objekte aufzuspüren und zu entfernen sowie die Authentizität eines Objekts zu überprüfen. Authentizität ist überall dort gefordert, wo es um die Einhaltung von Compliance-Anforderungen geht, etwa bei der revisionssicheren Archivierung steuerrelevanter digitaler Unterlagen. Objektorientierte Speicherlösungen wie die Dell-DX-Object-Storage-Plattform helfen bei der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.
Koexistenz objektorientierter Speicherung und NAS
Die objektorientierte Speicherung eignet sich am besten für Einsatzgebiete, bei denen eine große Menge unstrukturierter Daten ordnungsgemäß und leicht auffindbar abgelegt werden muss. In diesem Fall erweisen sich LUNs, Ordner und komplizierte Benutzerberechtigungen, wie sie von File-Systemen her bekannt sind, als ausgesprochen ineffizient. Die objektorientierte Speicherung ist ideal, um unstrukturierte Daten zu archivieren, die relativ statisch sind und nur selten benötigt werden.
Entwickelt ein Unternehmen beispielsweise aktuelle Marketingunterlagen – von Haus aus sind das eher unstrukturierte Daten – arbeiten daran mehrere Mitarbeiter, die bis zur endgültigen Fertigstellung immer wieder neue Versionen der Dokumente produzieren. Zur Dateiablage eignet sich dazu am besten eine NAS-Lösung, die eine hohe Performance und Verfügbarkeit bietet.
Ist der Prozess abgeschlossen und es steht die nächste große Revision an, werden die bisherigen Dokumente auf preisgünstigere Archivierungsmedien verlagert. Die Häufigkeit des Datenzugriffs ist damit ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Einsatz von File-Systemen oder der objektorientierten Speicherung. Beide Varianten spielen zu unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils eine wichtige Rolle im Rahmen eines unternehmensweiten, intelligenten Datenmanagements.
In der Vergangenheit haben viele Storage-Verantwortliche in den Unternehmen nach dem Motto gehandelt „alles wird für immer gespeichert“. Dies ist in Anbetracht der stetig steigenden Flut unstrukturierter Daten nicht mehr sinnvoll und machbar. Der Ansatz eines intelligenten Datenmanagements geht davon aus, strukturierte und unstrukturierte Daten automatisch auf die dafür am besten geeigneten Speichersysteme zu verschieben – unter Berücksichtigung des passenden Storage Tiering, der Anforderungen an die Datensicherung und den Datenschutz sowie dem Wert der Daten über deren gesamten Lebenszyklus.
Bei diesem Ansatz sind die hochperformanten und leistungsfähigsten Systeme für die „aktiven“ Daten reserviert. Weniger häufig genutzte Daten werden auf preisgünstigeren Sekundär-Arrays untergebracht. Die objektorientierte Speicherung unstrukturierter Daten, einschließlich umfangreicher Metainformationen, erfolgt nach den gleichen Prinzipien. Damit wird die objektorientierte Speicherung unstrukturierter Daten zum zentralen Bestandteil eines unternehmensweiten, intelligenten Datenmanagements.
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