Kommentar von Hans Schramm, Dell, zur objektorientierten Speicherung

Strukturierte und unstrukturierte Daten effizient verwalten

| Autor / Redakteur: Hans Schramm / Nico Litzel

Der Autor: Hans Schramm ist Field Product Manager Enterprise bei Dell in Frankfurt am Main
Der Autor: Hans Schramm ist Field Product Manager Enterprise bei Dell in Frankfurt am Main

Viele Unternehmen handeln auch heute noch nach dem Motto „alles wird für die Ewigkeit gespeichert.“ Ein solches Vorgehen übersieht die Unterschiede zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten. Eine Möglichkeit, die unstrukturierten Daten in den Griff zu bekommen, bietet die objektorientierte Speicherung und Verwaltung.

Nicht alle Daten sich gleich: Marktforschern zufolge sind nur rund zehn Prozent der in Unternehmen gespeicherten Daten „aktiv“. Sie ändern sich immer wieder, etwa weil in den betriebswirtschaftlichen Standardsystemen neue Datensätze hinzukommen und vorhandene geändert werden.

Weitere 20 Prozent der Daten werden zumindest hin und wieder gelesen und modifiziert, beispielsweise Adressangaben. Die verbleibenden 70 Prozent der Daten werden einmal erzeugt und in danach nur in seltenen Fällen wieder benötigt: Verträge, Rechnungen, Geschäftsbelege mit digitalen Signaturen, Grafiken, Bilder oder Flurkarten.

Marktforscher schätzen, dass sich die Menge digitaler Informationen in Zukunft alle zwei Jahre verdoppeln wird. Laut IDC gehen 95 Prozent dieses Wachstums auf das Konto der unstrukturierten und nur fünf Prozent auf das der strukturierten Daten.

Strukturierte Daten entstehen häufig im Verlauf geschäftlicher Transaktionen, und deren Ergebnisse werden dann meist in relationalen Datenbanken gespeichert. Aus verwaltungstechnischer Sicht bilden Inhalt und Kontext der Informationen keine besonderen Probleme. Bei jeder Bestellung ist es meist problemlos möglich, den Kundennamen, seine Adresse, die einzelnen Artikel und das vorgesehene Lieferdatum in den relationalen Tabellen einer Datenbank zu ermitteln.

Für Speicheradministratoren ist es daher einfach, wenn beispielsweise Berichte oder Auswertungen anstehen, den Kontext einer Transaktion nachzuvollziehen. Es lässt sich ferner leicht feststellen, wann eine Transaktion abgeschlossen ist, die Daten nicht mehr im Geschäftsalltag benötigt werden und sie daher auf Archivmedien ausgelagert werden können.

Unstrukturierte Daten: die neue Herausforderung

Unstrukturierte Daten werden außerhalb eines herkömmlichen Datenbanksystems gespeichert. Die Informationen werden anschließend nur noch selten – und manchmal nie wieder – benötigt. Ein gutes Beispiel dafür sind Röntgenbilder, die einem Arzt bei der Diagnose eines Patienten helfen.

Ist die Behandlung abgeschlossen und der Patient geheilt, wandern die Aufnahmen ins Archiv. Nur in Ausnahmefällen, wenn es darum geht, ein komplettes Bild der Krankheitsgeschichte eines Patienten zu zeichnen, werden die Aufnahmen noch einmal benötigt.

Speicheradministratoren stehen in diesem Fall vor der Aufgabe, dass sie die unstrukturierten Daten, einschließlich Kontext und Inhalt, möglichst effizient speichern müssen, damit sie später im Falle eines Falles mit einem überschaubaren Aufwand wieder zu finden sind. Der bislang vorherrschende Ansatz besteht darin, die Daten mit dem Dateisystem einer NAS-Lösung zu speichern. Dafür sind NAS-Lösungen jedoch nicht gedacht, denn sie stammen aus einer Zeit, als die strukturierten Datenbestände klar dominierten.

Dateisysteme ermöglichen Lese- und Schreibvorgänge, die über ausgeklügelte Benutzerrechte und Möglichkeiten zum Sperren von Dateien gesteuert werden. Diese Funktionsvielfalt wird nur selten für unstrukturierte Daten benötigt und verursacht unnötige Kosten und Komplexität.

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