Geht es um die lokale Datensicherung in macOS, gehört Time Machine immer noch zu den wichtigsten Werkzeugen. Wir zeigen in diesem Beitrag die Möglichkeiten und geben Tipps für die Verwendung und Verwaltung von Time Machine in macOS auch in der neuen Version macOS 12.x (Monterey).
So wird Time Machine unter dem Apple-Betriebssystem macOS 12.x Monterey eingesetzt.
Generell ist die Aktivierung von Time Machine keine komplexe Angelegenheit. Es gibt aber einiges Optimierungspotential, mit dem Anwender die Sicherungen verbessern und Einstellungen anpassen können. Auch mit Zusatztools kann die Verwaltung von Time Machine verbessert werden.
Time Machine aktivieren und Sicherungen verschlüsseln
Sobald eine externe Festplatte mit dem Mac verbunden ist, schlägt macOS automatisch die Verwendung des Datenträgers als Sicherungsmedium vor. Die Einstellungen der Sicherung können aber auch in den Systemeinstellungen bei „Time Machine“ angepasst werden. Hier kann zudem das Volume ausgewählt werden, das Time Machine zur Sicherung nutzen soll. Weiterhin kann festgelegt werden, dass die Daten auf dem Datenträger verschlüsselt werden. Dazu steht in den Einstellungen mit „Volume auswählen“ durch Aktivierung von „Backups verschlüsseln“ die jeweilige Option zur Verfügung. Für die Verschlüsselung der Backups ist ein Kennwort notwendig. Der Zugriff auf die Daten ist danach nur noch mit diesem Kennwort möglich.
Time Machine nutzt als Dateisystem auf dem externen Datenträger APFS. Wenn ein anderes Dateisystem auf der Festplatte aktiviert ist, formatiert der Dienst den Datenträger neu. Dabei gehen alle vorhandenen Daten verloren. Nach der Formatierung können aber problemlos Daten auf dem externen Datenträger gespeichert werden. Die erste Sicherung dauert deutlich länger, da Time Machine hier zunächst erst alle Daten sichern muss. Die zukünftigen Sicherungen laufen schneller ab, da Time Machine dann nur die geänderten Daten sichert.
Time Machine kann über das entsprechende Icon in der Menüleiste aufgerufen und angepasst werden. Standardmäßig bietet der Dienst aber eher wenige Einstellungsmöglichkeiten. Daher sind Zusatztools wie der kostenlose „TimeMachineEditor“ durchaus sinnvoll, um zum Beispiel die Zeitintervalle von Time Machine besser zu steuern.
Daten mit Time Machine wiederherstellen – auch das ganze System
Beim Aufrufen von Time Machine können einzelne Daten zu einem bestimmten Datum wiederhergestellt werden. Um Daten wiederherzustellen, werden das Time-Machine-Icon in der Menüleiste und der Befehl „Time Machine öffnen“ ausgewählt. Das geht auch über die Systemeinstellungen. Rechts im Fenster kann danach ausgewählt werden, zu welchem Datum Daten wiederhergestellt werden sollen.
Es ist aber auch möglich, den ganzen Mac über Time Machine wiederherzustellen. Das funktioniert nach dem Starten im Wiederherstellungsmodus von macOS. Dieser startet durch die Tastenkombination Command+R beim Systemstart. In diesem Modus kann mit „Aus Time Machine wiederherstellen“ das ganze Betriebssystem mit allen Daten, Einstellungen und Anwendungen direkt aus dem Sicherungsmedium wiederhergestellt werden.
Time-Machine-Intervalle verstehen und steuern
Time Machine sichert die Daten auf dem Mac jede Stunde und fasst nach 24 Stunden die Sicherungen zu einer Tagessicherung zusammen. Nach einer Woche werden die vorhandenen Tagessicherungen wiederum zu einer Wochensicherung zusammengefasst. Reicht der Speicherplatz auf dem Sicherungsmedium nicht mehr aus, löscht Time Machine die älteren Sicherungen.
In den Systemeinstellungen von Time Machine lassen sich verschiedene Anpassungen vornehmen. Neben der automatischen Sicherung kann mit „Optionen“ und „Backup während Batteriebetrieb durchführen“ festgelegt werden, dass auch ohne externe Energieversorgung eine regelmäßige Sicherung starten soll. Es ist zudem möglich, dass Time Machine Sicherungen des Macs vornimmt, während er sich im Ruhemodus befindet.
In den Systemeinstellungen ist dazu bei „Batterie“ auf der linken Seite „Netzteil“ zu finden. Die Option „Power Nap bei angeschlossenem Netzteil aktivieren“ ermöglicht Time Machine die Sicherung der Daten danach im Ruhezustand. Das kann nach der Einrichtung auch in den Optionen von Time Machine überprüft werden.
Lokale Snapshots anzeigen, löschen oder deaktivieren
Wenn das Sicherungsmedium nicht verbunden ist, sichert Time Machine die Daten durch Schnappschüsse des Betriebssystems. Die Snapshots lassen sich mit „tmutil listlocalsnapshots /“ im Terminal anzeigen. Lokale Snapshots können mit „sudo tmutil deletelocalsnapshots /“ gelöscht werden. Die Funktion der lokalen Snapshots kann mit „sudo tmutil disable local“ deaktiviert werden. Aktivieren lässt sich diese Funktion mit „sudo tmutil enable local“.
Stand: 08.12.2025
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Externe Zusatztools: TimeMachineEditor, BackupLoupe und TimeMachineMechanic
Das kostenlose Tool „TimeMachineEditor“ ermöglicht die flexiblere Steuerung des Zeitplans der Sicherungen. Wenn die Intervalle flexibel gestaltet werden oder auch Sicherungen auf Basis verschiedener Ereignisse stattfinden sollen, kann TimeMachineEditor der sinnvolle Weg dazu sein.
Mit „Erweiterte Einstellungen anzeigen“ kann festgelegt werden, dass die Sicherung zu bestimmten Anlässen nicht starten soll, wenn zum Beispiel keine WLAN-Verbindung vorhanden ist. Bei Aktivierung von „Wenn inaktiv“ bei „Sichern“ führt Time Machine nur dann eine Sicherung durch, wenn der Mac aktuell nicht in Verwendung ist.
Das Tool „TimeMachineMechanic“ (T2M2) hilft bei der Analyse von Backups und unterstützt bei der Analyse der Protokolldateien von Time Machine. Das Tool kann nach dem Download direkt gestartet werden.
„BackupLoupe“ ist ein Tool, das ebenfalls Einstellungs- und Verwaltungsmöglichkeiten für Time Machine bietet. Einfach ausgedrückt, handelt es sich bei BackupLoupe um eine alternative grafische Oberfläche für Time Machine, die mehr aus dem internen Sicherungstool herausholen kann. Dazu kommt eine bessere Suche. Auch eine Indexierung der gesicherten Daten ist möglich, um anschließend schneller Dateien wiederherstellen zu können.
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Die Anforderungen an die Datensicherung sind so hoch wie nie, und die Anzahl der Fälle, in denen ein Disaster Recovery notwendig ist, nimmt rasant zu. Was also gilt es beim Backup zu beachten?
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