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Data Access Services CD – Zusatzkomponente zu ADSM V1.1 2 IBM Definition DDM:
„Distributed Data Management DDM” is a function of the operating system that allows an application program or user on one system to use database files stored on remote systems. The systems must be connected by a communications network, and the remote systems must also be using DDM … Remote systems on which data can currently [1993 d.A.] be read or written are: CICS/MVS (TM), CICS/VSE (TM), OS/400 (R) and 4680 Store Systems.”
1993 – Beginn der Ära der Open-System-Plattformen für ADSM
Im November 1993 wurden mit ADSM V1.2 die ADSM-Server auf OS/2 und AIX angekündigt (ADSM/2 und ADSM/6000). Damit begann die Ära der Open-System-Plattformen für ADSM. Der Backup-Markt war in dieser Zeit gekennzeichnet durch eine starke Polarisierung zwischen den Desktop/PC-basierten Backup-Lösungen (DOS, OS/2, Novell Netware, Apple MacIntosh) und entsprechenden Lösungen für UNIX-Workstations. Allen diesen Lösungen war zu eigen, dass sie Magnetband als Sicherungsmedium unterstützen konnten, wegen der Vorteile als preiswerter Massenspeicher für die Langzeitspeicherung.
Die folgenden Aufstellungen sind ein Auszug aus einer Marktübersicht aus dem PC-Magazine vom 29. März, 1994, pp.227-272 (Quelle: http://stason.org/TULARC/pc/storage2/index.html). Die Listen beinhalten ausschließlich Lösungen, bei denen der Sicherungsserver selbst auf Open-System-Plattformen betrieben wurde, parallel dazu gab es auch Angebote, die den Mainframe als Server nutzten, wie „Harbor“ von New Era oder „FDR/Upstream“ von Innovation Data Processing:
- Arcada Software – Storage Exec. (NT)
- Avail (NT)
- Cheyenne Software – ArcServe (Netware)
- Conner Storage Systems – Backup Exec (Netware)
- Emerald Systems – Xpress Librarian
- Fortunet – NSure NLM/AllNet
- Hewlett-Packard – OmniBack II (NT)
- Legato – NetWorker (Netware)
- Mountain Network Solutions – FileSafe
- NovaStor (Netware)
- Palindrome – Backup Director und Network Archivist (Netware, OS/2, Windows)
Nachfolgend die Liste der UNIX-Lösungen, wobei hier die Bedeutung von Magnetband-Unterstützung nicht so gravierend war wie bei den Desktops/PCs, weil UNIX durch die Systemfunktionen tar, cpio, dd und dump schon Bandunterstützung kannte.
- APUnix – FarTool
- Cheyenne – ArcServe
- Dallastone – D-Tools
- Delta MicroSystems (PDC) – BudTool
- Epoch Systems – Enterprise Backup
- Hewlett-Packard – OmniBack II
- Legato – Networker
- Network Imaging Systems
- Open Vision – AXXion Netbackup 2.0 Software
- Software Moguls – SM-arch
- Spectra Logic – Alexandria
- Unitree Software – Unitree
In diese Märkte brach nun ADSM V1.2 ein, eine unternehmensweite Backup-Lösung auf Open-System-Plattformen für Desktops und UNIX-Workstations, die sich schon unter den Mainframe-Betriebssystemen VM und MVS als Serverplattform bewährt hatte und die ganze Erfahrung der IBM im Verwalten großer Datenmengen einbrachte. Das war vor allem für solche Kunden wichtig, die einerseits die neue „demokratische“ Organisation von PCs und Workstations in verteilter Verarbeitung nutzten, andererseits auf die hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsstandards der Mainframe-Technologie für das zentrale Datenmanagement nicht verzichten wollten.
In der Folgezeit bewährte sich für ADSM eines der obersten Design-Prinzipien von WDSF/VM, ADSM und TSM – die Nutzung von „common code“. Es musste nicht für jede Client-/Server-Plattform neu entwickelt werden, sondern die Wiederverwendung von Code erwies sich als kostensparend. Das Verfahren reduziert den Aktualisierungs- und Pflegeaufwand der Entwickler und beschleunigt die Entwicklungszyklen beträchtlich – ein Prinzip, das bis heute Hardware- und Software-Entwicklungen erst wirtschaftlich macht.
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