So behalten Sie den Überblick über Ihre IT-Infrastruktur

Tools zur IT-Inventarisierung in kleinen Netzwerken

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Auch kleinere Betriebe brauchen einen Überblick über ihr Netzwerk und damit Inventarisierungs-Tools.
Auch kleinere Betriebe brauchen einen Überblick über ihr Netzwerk und damit Inventarisierungs-Tools. (Bild: Joos / Spiceworks)

Kleine Unternehmen benötigen durchaus ähnliche Einblicke ins Netzwerk wie große Konzerne. Auch hier muss klar sein, welche Geräte mit dem Netzwerk verbunden sind, und welche Anwendungen auf den Rechnern installiert wurden. Wir beleuchten geeignete Tools.

Zur Inventarisierung von kleinen Netzwerken gehört die Erfassung aller Geräte, die sich mit dem Netzwerk verbunden haben. Auch das installierte Betriebssystem sowie Daten zu den Rechnern und den installierten Anwendungen sind sinnvoll. Wir haben uns einige Inventarisierungs-Werkzeuge angesehen, die sich auch für kleinere Netze eignen.

Spiceworks Inventory

Wer einen schnellen Überblick über sein Netzwerk erhalten will, kann auf Spiceworks Inventory setzen (siehe Abbildung 1). Das werbefinanzierte Tool scannt das Netzwerk nach Geräten durch. Der Vorteil von Spiceworks Inventory besteht darin, dass es in wenigen Sekunden installiert und einsatzbereit ist (siehe Abbildung 2).

Über einen Assistenten wird festgelegt, welche Domäne und welchen IP-Bereich das Tool scannen soll. Anschließend beginnt der Vorgang und zeigt in Echtzeit die Ergebnisse an (siehe Abbildung 3). Über den Menüpunkt „Add Device“ lassen sich Einträge zur Datenbank manuell hinzufügen, aber auch Agenten auf angebundenen Computern installieren. Auch das Scannen von mehreren IP-Bereichen ist möglich. Spiceworks kann Daten von Windows-Rechnern sammeln, aber auch Linux und macOS X anbinden. Netzwerkgeräte und Drucker können ebenfalls inventarisiert werden (siehe Abbildung 4).

Aagon ACMP

Bei ACMP von Aagon handelt es sich um eine Sammlung von Werkzeugen, mit denen Inventarisierungsberichte zur Hard- und Software im Unternehmen erstellt werden (siehe Abbildung 5). Vorteil von ACMP ist sein modularer Aufbau. Es lassen sich verschiedene Add-Ons integrieren.

Ebenfalls erwähnenswert sind die vielfältigen Berichte, die das Tool erstellen kann. Mit ACMP können zudem auch Lizenzen verwaltet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit die Rechte zur Inventarisierung mit Benutzerkonten abzusichern. In einem kurzen YouTube-Video zeigen die Entwickler die Möglichkeiten von ACMP. Die Preise erfahren Sie direkt bei Aagon.

ACMP ist vor allem dann geeignet, wenn Unternehmen ein einfach zu bedienendes und gleichzeitig flexibles und skalierbares Produkt zur Lizenzierung benötigen. Die Anbieter stellen auch eine Testversion zur Verfügung.

Easy Inventory

Easy Inventory ist ein günstiges Inventarisierungs-Tools, das auch als portable Version zur Verfügung gestellt wird. Der Vorteil des Produktes besteht darin, dass es in wenigen Sekunden einsatzbereit ist und ganze IP-Bereiche oder Active-Directory-Domänen schnell und einfach durchsuchen und Berichte erstellen kann (siehe Abbildung 6). Nachdem der Scanvorgang abgeschlossen ist (siehe Abbildung 7), kann durch das Ergebnis geklickt werden.

Für alle gefundenen Rechner stehen die wichtigsten Informationen zur Verfügung. Auch die installierten Anwendungen sowie die Store-Apps auf Windows-10-Rechnern lassen sich anzeigen. Zum Inventar gehört auch der Produktschlüssel, mit dem Windows installiert wurde (siehe Abbildung 8). Über den Menüpunkt „Reports“ kann Easy Inventory umfangreiche Berichte erstellen, zum Beispiel alle installierten Anwendungen und deren Versionen, die im Netzwerk installiert sind auflisten (siehe Abbildung 9).

Über das Inventarisierungstool lässt sich auch anzeigen, ob bestimmte Service Packs und Updates auf Computern installiert sind. Weitere Informationen stehen über die verschiedenen Registerkarten zur Verfügung. Über die Registerkarte Tools können Administratoren bspw. überprüfen, ob der aktuell ausgewählte Computer online ist, können seine IP-Adresse anzeigen, die Computerverwaltung starten, einen Remotedesktop öffnen oder das System starten und herunterfahren. Diese Befehle stehen auch über das Kontextmenü der Rechner zur Verfügung.

LOGINventory

Das Unternehmen Login bietet mit LOGINventory eine umfassende und leicht zu bedienende Inventarisierungslösung an, die seit Jahren zu den bekanntesten Inventarisierungslösungen überhaupt gehört. Die Anwendung ist für einen Einsatz von bis zu 20 Computern kostenlos. Für die Computer, die inventarisiert wurden, werden die installierten Anwendungen angezeigt sowie die Hardware detailliert gelistet. Auch eine Auflistung aller Anwendungen im Netzwerk ist möglich.

OCS

Ein weiteres Tool zur Inventarisierung ist das Opensource-Programm OCS. Das Programm ist komplizierter in der Einrichtung und Bedienung, dafür aber auch wesentlich flexibler als andere Lösungen. Auf den angebundenen Geräten im Netzwerk wird eine Agentensoftware installiert. Vorteil dabei ist, dass das Tool dadurch Daten schneller im Netzwerk erfassen und zur Verfügung stellen kann. Auf der Seite der Entwickler steht ein Tool zur Verfügung, mit dem sich Agenten leichter im Netzwerk verteilen lassen (siehe Abbildung 10).

OCS zeigt die wichtigsten Daten von Rechnern im Netzwerk an. Dazu gehören Anwendungen, Arbeitsspeicher, BIOS-Daten, Rechnernamen, Betriebssystem-Versionen und andere Informationen. Zusätzlich lassen sich auch Vergleiche und Abfragen erstellen.

HPE OneView

Unternehmen, die auf HPE-Server setzen, können mit HPE OneView nicht nur das Netzwerk überwachen, sondern generell auch eine Inventarisierung durchführen. Speziell wer HPE-Server im Netzwerk nutzt, sollte sich die Möglichkeiten von OneView genauer ansehen.

VMTurbo

Mit VMTurbo steht eine kostenlose Appliance zur Verfügung, mit der sich VMware und Hyper-V überwachen lassen. Der Hersteller bietet zusätzlich Appliances für die Überwachung von Citrix XenServer und Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) an. Neben einer Überwachung kann die Lösung auch zur Inventarisierung genutzt werden (siehe Abbildung 11).

Nach dem Start der Appliance wird die IP-Adresse der VM in der Konsole angezeigt. Die Verwaltung erfolgt über eine Weboberfläche. Die Anmeldung erfolgt mit dem Benutzernamen „administrator“ und dem Kennwort „vmturbo“. Das funktioniert auch über die lokale Konsole. In der Weboberfläche finden sich im oberen Bereich verschiedene Schaltflächen, die Informationen zur Umgebung anzeigen. In der kostenlosen Version sind allerdings nicht alle Funktionen freigeschaltet.

Bezüglich der Überwachung spielt auch die Schaltfläche „Inventory“ eine wichtige Rolle. Hier sind auf einen Blick alle VMs, Hosts, Speicher der Umgebung zu sehen. Über die Schaltfläche Reports erstellen Administratoren Berichte der Umgebung. Diese können als PDF-Datei gespeichert werden.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Schwesterportal IP-Insider übernommen.

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45185680 / Ressourcen)