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Interview

Unternehmensarchive erfassen alle Datentypen, nicht nur E-Mails

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Könnten Sie das bitte noch genauer erläutern?

Obermann: In Deutschland haben wir zwei große Mailsysteme: Exchange und Lotus Notes. Wir haben für beide Systeme Mail-Konnektoren. Unsere Software unterstützt nicht nur eine einzige Mail-Domäne, sondern ist Multi-Domänen-fähig. Das freut zum Beispiel Internet Service Provider, die auf einer Infrastruktur absolut getrennt arbeitende Mailboxen unterschiedlicher Kunden betreuen können. Das müssen sie als Anbieter auch auf der Archivierungsebene abwickeln können. Und aufgrund unserer Architektur haben wir, ohne dass ich übertreiben muss, eine der schnellsten Archivlösungen. Das haben wir sogar mit Brief und Siegel von SAP bestätigt bekommen. Und nicht zuletzt unterstützen wir 120 Dokumentenformate, sind also für so ziemlich alles offen. Bei uns kann man Voice- und auch Multimedia-Daten direkt ins Archiv reinschreiben. Und um ihre Frage zu beantworten: Durch unsere Flexibilität können wir das Anforderungsprofil unserer Kunden leichter umsetzen, ohne dass hier nachprogrammiert werden muss.

Will tatsächlich jemand Lotus und Exchange parallel betreiben?

Obermann: Natürlich selten auf Dauer. Aber Kunden, die beispielsweise ihr Mailsystem wechseln wollen, haben durch unsere Lösung die Möglichkeit, beide Systeme parallel zu betreiben und dann im Laufe der Zeit die Archivdaten von einem Format in das jeweils andere zu überführen.

Unter Compliance-Gesichtspunkten dürfte die Konvertierung der Datenbankformate nicht zulässig sein?

Obermann: Da haben Sie Recht. Um die Daten zu konvertieren, ist es notwendig, die Originaldaten anzufassen und zu verändern. Ich kann den Daten dann neue Regeln mitgeben, die Maßgabe von Datenintegrität wird dadurch sicherlich verletzt. Das ist aber bei vielen Archiven häufig nachrangig.

Wo liegt denn bei Ihrer Software die Obergrenze an Mailboxen?

Obermann: Wir haben Kunden mit vielen Tausenden von Mailboxen und sind gerade in Pilotinstallationen, bei denen es um Größen von mehreren Hunderttausend Mailboxen geht.

Noch mal zurück zu Compliance. Will ich tatsächlich alles archivieren – vor allem bei der E-Mail hat man diesen Eindruck – was in meiner Firma an Daten auf den Speichersystemen vorhanden ist? Brauche ich nicht auch bei der E-Mail eine qualifizierte Lagerung?

Obermann: Sie können bei den diversen E-Mail-Programmen überall Journaling einschalten. Dieses zu aktivieren, würde ich allerdings keinem empfehlen, denn dann muss man gleich die E-Mail-Infrastruktur ausbauen, sofern die Mitarbeiter noch normal arbeiten sollen. Wir können aber auch hier eine interessante Alternative über unser SMTP-Journaling anbieten.

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