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Interview Unternehmensarchive erfassen alle Datentypen, nicht nur E-Mails

| Autor / Redakteur: Das Interview führte Rainer Graefen / Nico Litzel

Wird über Archivierung geredet, denken fast alle an die E-Mail. Storage-Insider.de sprach mit Jürgen Obermann, CEO bei GFT Inboxx, über moderne Archivierungs-Software, die nicht nur Microsoft Exchange und Lotus Notes parallel beherrscht, sondern auch Dokumente wie Dateien, Sprachaufzeichnungen und Bilder archivieren kann.

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Jürgen Obermann, CEO bei GFT Inboxx
Jürgen Obermann, CEO bei GFT Inboxx
( Archiv: Vogel Business Media )

Archivierung ist ein heißes Thema. Irgendwo sollten die Daten hin, die die primären Systeme langsamer machen als nötig, und über die keiner entscheiden mag, ob sie nicht besser gelöscht würden. Kann man als GFT Inboxx in einem Umfeld mithalten, in dem jeder Konkurrent mit den ganz großen Konzepten wie HSM, Speicherklassen, ILM, CAS oder Dateivirtualisierung um sich wirft?

Obermann: Das hört sich zwar alles ganz nett an, wenn man hinter die Kulissen schaut, ist das alles nur Stückwerk, das nicht zusammenpasst. Bei GFT Inboxx beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Archivierung unterschiedlichster Daten. Das reicht von der File- bis zur SAP-Archivierung. Wir beherrschen auch die Voice-Mail-Archivierung, also Aufzeichnungen, die im Callcenter stattfinden, und verbinden das wieder mit der E-Mail, die der Angerufene als Protokollnotiz zugeschickt bekommt. Das können nur wenige im Augenblick.

Vielleicht erst mal einen Schritt zurück. Was ist denn der technische Unterschied zwischen E-Mail-Programmen wie einem Enterprise Vault, das Symantec seit Jahren verkauft, oder dem Nearpoint von Mimosa? Sind das nicht alles sehr ähnliche Programme, da sie ja alle dieselben Aufgaben bewältigen müssen?

Obermann: Symantec hat über Veritas die E-Mail-Archivierung von KVS erworben. Das Programm wurde vor langer Zeit von einigen DEC-Mitarbeitern entwickelt und beruht auf der MAPI-Schnittstelle, die nicht gerade durch Geschwindigkeit glänzt. Das macht sich zunehmend bei der Archivierung wie auch der Restaurierung von E-Mails unangenehm bemerkbar.

Mimosa, eine noch junge amerikanische Firma, geht einen anderen Weg. Dort wird zum Start erst mal die Datenbank kopiert und dann im laufenden Betrieb die neuen Daten über eine Kopie und das Nachfahren der Log-Datei abgeglichen. Diese Kopie wird dann über eine Suchmaschine indexiert. Hier werden die Daten archiviert und auf dem Primärsystem gelöscht und von hier aus lassen sich E-Mail-Boxen oder auch der gesamte Exchange-Server wiederherstellen.

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