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Predictor und Profile
Um vorab festzustellen, wie sich die Installation von Nytro XD auf das Verhalten einer Anwendung auswirkt, stellt LSI die beiden Softwarelösungen Nytro Predictor und Nytro Profiler kostenlos zum Download bereit.
Administratoren können diese Produkte einsetzen, um die Speicheraktivitäten ihrer Applikationen aufzuzeichnen und mit Hilfe der gleichen Algorithmen zu analysieren, die auch die Nytro-XD-Software einsetzt. Auf diese Weise lässt sich vorab klar erkennen, welchen Nutzen die Installation des Cache-Produkts bringen wird.
Die Testumgebung
Um die Cachelösung zu testen, setzten wir zunächst ein iSCSI-Target auf. Dieses arbeitete unter Centos 6.3 und stellte seinen Speicher über eine GBit-Ethernet-Verbindung im Netz bereit. Der verwendete Server (ein IBM-X-Server-System) arbeitete lokal mit zwei SAS-Festplatten, die als RAID-0-Verbund konfiguriert waren.
Abgesehen davon verfügte er über eine Quad-Core-Xeon-CPU und zehn GByte RAM. Während des Tests setzten wir außerdem auch noch ein zweites iSCSI-Target ein, um die Performance mit verschiedenen Speicherlösungen zu analysieren.
Dabei handelte sich um die NAS-Lösung Iomega StorCenter ix2, auf der wir keine Freigaben und sonstigen Dienste nutzten, sondern die wir ausschließlich als iSCSI-Target verwendeten. Auch in dieser Lösung kamen zwei Festplatten als RAID-0-Verbund zum Einsatz.
iSCSI und Centos
Sobald die iSCSI-Targets in Betrieb waren, setzten wir einen Datenbankserver auf, der den iSCSI-Speicher nutzen sollte. Dazu verwendeten wir Centos 6.1 als Betriebssystem. Dies war zwingend erforderlich, da die Nytro-XD-Treiber- und –Dienstsoftware nur mit dem Kernel 2.6.32-131.0.15.el6.x86_64 zusammenarbeitet, der mit dem Originalrelease von Centos beziehungsweise Redhat Enterprise Linux 6.1 ausgeliefert wird.
Unter Windows besteht diese Problematik nicht, da wir aber die Zugriffsgeschwindigkeiten mit Hilfe des sysbench-Benchmarks und einer MySQL-Datenbank messen wollten, hielten wir eine Linux-Umgebung trotzdem für die bessere Wahl. Der Hersteller hat übrigens angekündigt, die Einschränkung auf eine bestimmte Linux-Kernel-Version in der nächsten Fassung der Software zu beseitigen.
Mit und ohne LSI
Als Datenbank kam MySQL in der Version 5.5.28 mit einem auf dem iSCSI-SAN liegenden Arbeitsverzeichnis zum Einsatz. Auf Hardware-Seite verwendeten wir ein System mit einer Intel i5-2300 Quad-Core-CPU mit 2,8 GHz Taktfrequenz und acht GByte RAM. Nachdem alles wie gewünscht lief, installierten wir den Sysbench-Benchmark auf dem Datenbankserver und führten mehrere Performance-Messungen durch, um einen Durchschnittswert für die Leistung des Systems ohne das LSI-Produkt zu ermitteln.
Um dafür zu sorgen, dass alle Messungen von den gleichen Bedingungen ausgingen, spielten wir vor jeder Messung die Originaldatenbank von einem Backup wieder ein. Die Kommunikation zwischen dem Datenbankserver und dem iSCSI-Target fand über eine dedizierte Netzwerkverbindung statt.
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