Aus unserem IAIT-Testlabor: Nytro XD von LSI

Viel SSD-Leistung für datenhungrige Anwendungen

| Autor / Redakteur: Götz Güttich / Rainer Graefen

Nach dem Hinzufügen des Speichers zu der Cache Group stellt NytroXD neue Devicefiles für das Einbinden der gecachten Storage-Einheit in den Verzeichnisbaum zur Verfügung.
Nach dem Hinzufügen des Speichers zu der Cache Group stellt NytroXD neue Devicefiles für das Einbinden der gecachten Storage-Einheit in den Verzeichnisbaum zur Verfügung. (LSI)

Highend RAID-Controller sind auch nicht mehr das, was sie früher waren. Werden sie aber mit SSD-Technik aufgerüstet, so können sie auch mit sehr großen Datenmengen performant umgehen. Unser Lab hatte die Nytro XD auf dem Teststand.

Viele Unternehmen setzen umfassende SAN- beziehungsweise DAS-Speicherlösungen ein, auf denen geschäftskritische Anwendungen wie beispielsweise Datenbanken laufen. Aufgrund des steigenden Datenvolumens und der gewachsenen Anforderungen stellt sich in vielen Fällen die Frage, wie die IT-Verantwortlichen die Leistung dieser Speicherkomponenten auf möglichst einfache und kostengünstige Art und Weise verbessern können.

Richtig beschleunigen

Der Einsatz von SSD-Speichern anstelle von Festplatten bringt durchaus spürbare Verbesserungen, der Umzug sämtlicher Daten von klassischen Festplatten auf SSDs ist aber sehr teuer und in den meisten Fällen auch gar nicht erforderlich.

Die Anwendungsleistung lässt sich in der Regel bereits durch eine Minimierung der Latenzzeiten beim Zugriff auf häufig benötigte Daten (Hot Data) deutlich steigern. Dies kann durch eine SSD-basierte Cache-Lösung realisiert werden. Nytro XD von LSI stellt genauso ein Produkt dar. Es konnte im Testlabor zeigen, was in ihm steckt.

In der Praxis überwacht beim Einsatz von Nytro XD eine Analysesoftware im Hintergrund, welche Daten die Anwender am häufigsten abrufen und kopiert diese dann in den SSD-Speicher der Nytro XD-Karte, wo sie anschließend schneller verfügbar sind. Alle anderen Informationen verbleiben auf dem Festplattenspeicher und lassen sich dort nutzen.

In großen Umgebungen ist es möglich, mehrere Flash-Karten einzusetzen, um das Speichervolumen von Nytro XD zu vergrößern (bis hin zu maximal acht mit jeweils 400 oder 800 GByte Speicherkapazität).

64x durchschreiben

Verändert sich das Nutzerverhalten und die im Cache vorhandenen Daten, die zuvor sehr oft aufgerufen wurden, verlieren an Bedeutung, so ersetzt sie die Analysesoftware im Betrieb automatisch mit Informationen, die häufiger benötigt werden.

Nytro XD funktioniert mit SAN- (Fibre Channel und iSCSI) und DAS-Speichern (SAS). Die Analysesoftware steht für die Betriebssysteme Oracle Enterprise Linux, Redhat Enterprise Linux 5.4 bis 6.1, Suse Linux Enterprise Server 11 mit Service Pack 1, Windows Server 2008 mit Service Pack 2 und Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1 zur Verfügung.

Außerdem wird in Kürze die Unterstützung von Vmware Umgebungen sowie Microsoft Server Cluster offiziell angekündigt. Die Zahl der Festplatten-LUNs, die das Produkt maximal cachen kann, liegt bei 64 und der Cache arbeitet im Write-Through-Modus, was bedeutet, dass alle Schreibvorgänge im Cache gleichzeitig auch auf den Festplatten erfolgen.

Es ist deswegen weder nötig, Backups des Flash-Speichers zu erstellen, noch müssen die zuständigen Mitarbeiter Backuplösungen, die auf die Festplatten zugreifen, neu konfigurieren. Bei der Karte handelt es sich um einen eMLC NAND Flash-Speicher, auf den LSI drei Jahre Garantie gewährt. Er kommt in einem x8 PCI-Express 2.0-Slot zum Einsatz.

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