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Aus unserem IAIT-Testlabor: Nytro XD von LSI

Viel SSD-Leistung für datenhungrige Anwendungen

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Der Test im Detail

Nachdem wir sysbench 0.4.12 direkt auf dem Testrechner kompiliert hatten, legten wir unter MySQL manuell eine Datenbank namens "sbtest" an, die sysbench verwenden sollte. Um diese Datenbank zu befüllen, erzeugten wir mit Hilfe von sysbench 400.000.000 Einträge, die die Datenbank auf eine Gesamtgröße von etwas mehr als 90 GByte brachten. Damit war unsere Referenzdatenbank fertig und wir sicherten sie, um sie vor jeder Messung neu einspielen zu können.

Jetzt konnten wir uns daran machen, den Benchmark laufen zu lassen. Wir führten dabei mehrere Messungen mit 256 Threads durch, um die Antwortzeiten festzustellen. Dabei kamen wir zu folgenden Ergebnissen: Mit dem X-Server erreichten wir eine Zahl von etwa 50 Transaktionen pro Sekunde. Bei der Iomega Speicherlösung kamen wir auf ungefähr 19 Transaktionen. Das zeigt, dass unsere iSCSI-Implementierungen nicht allzu schnell waren und demzufolge deutlich vom Cachen der Hot Data profitieren sollten.

Der Einsatz von Profiler und Predictor

Nachdem wir unsere Referenzdaten erzeugt hatten, ging es nun daran, mit Hilfe der LSI-Tools "Profiler" und "Predictor" zu analysieren, wie sich der Einsatz von NytroXD wohl auf unsere Umgebung auswirken würde.

Dazu ließen wir erneut sysbench laufen und sammelten mit dem Profiler im Hintergrund Informationen über den Datenverkehr. Um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen, benötigt die Lösung einen möglichst großen Anteil an Hot Data. Deswegen reicht es nicht, den Profiler nur ein paar Minuten lang laufen zu lassen, es müssen schon einige Stunden sein.

In unserer Umgebung stellten wir fest, dass sich nach den ersten fünf Stunden nicht mehr viel an den gemessenen Werten änderte, so dass die beste Messdauer für unser Setting wohl zwischen fünf und sechs Stunden lag. Der Predictor bereitete unsere mit dem Profiler gewonnenen Messergebnisse grafisch auf und zeigte uns, wie die Zahl der Chache-Hits im Lauf der Zeit zunehmen würde.

Der Einsatz der Karte

Jetzt ging es daran, die Karte einzubauen und auf dem Datenbankserver die Treibersoftware, den Dienst und die Managementwerkzeuge zu installieren. Nachdem wir sichergestellt hatten, dass der nytroxd-Dienst lief, starteten wir den Storage Manager, um die Konfiguration der Cache-Lösung vorzunehmen. Hierzu mussten wir eine so genannte "Cache Group" definieren. Diese enthielt das Cache-Device, also die Karte, und als "Virtual Device" unser iSCSI-Target, also das zu beschleunigende Gerät. Danach nahmen wir neue Messungen vor.

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