Gegenüber herkömmlichen Speicherlösungen mit drehenden Festplatten setzen sich zunehmend mit SSDs bestückte Flash-Systeme durch und punkten im Verbund mit NVMe vor allem durch hohe Geschwindigkeit. Wann lohnt sich der Einsatz eines All-Flash-Arrays (AFA) im Unternehmen? Und welches System ist das passende? Diese und weitere Fragen beantwortet unser neues, kostenloses eBook.
Lohnt sich ein AFA für unser Unternehmen? Und wenn ja, welches? Unser neues eBook beantwortet diese Fragen.
Die Welt ist zunehmend vernetzt, und sie hungert nach Speicherkapazität. Dabei gibt es allerdings zahlreiche Hürden und Hindernisse. Die wichtigste Hürde ist die zur Verfügung stehende Speicherkapazität. Zwar könnten Unternehmen ihre Daten im eigenen Haus speichern, doch für die meisten Verbraucher und Sensoren des IoT gilt dies nicht. Sie verlassen sich auf Speicherkapazitäten in der Public oder Hybrid-Cloud, denn diese sind flexibel skalierbar.
Dort müssen die Dienstleister (CSPs, MSPs) danach streben, möglichst viel Speicherkapazität zum günstigsten Preis, mit maximalem Datendurchsatz, minimalem Energieverbrauch und geringem Platzbedarf zu betreiben. Diese vier Vorgaben gelten inzwischen auch zunehmend für Privatunternehmen, Institutionen und Behörden. Sie zu erfüllen, hält die Betreiber und IT-Architekten in Atem, Innovationen sind gefragter denn je.
Die Antwort besteht vor allem in großen Flash-Memory-Laufwerken. QLC-SSDs eignen sich für Anwendungsbereiche, in denen Lesevorgänge gefragter sind als Schreibvorgänge. Dazu gehören KI, NoSQL-Datenbanken, Streaming-Medien und Analytik. TLC-SSDs werden eher für Endverbraucherzwecke genutzt, etwa in USB-Sticks, Smartphones und Digitalkameras. Hier ist Speichergeschwindigkeit weniger die Herausforderung, sondern eher die Kapazität und Resilienz.
Manche Hersteller verbauen Direct-Flash-Module mit derzeit 75 TiB Kapazität, aus denen in Kürze 300 TiB pro Modul werden sollen. In einem AFA-Gerät würde sich dann 9 Petabyte unterbringen lassen. Der Energieverbrauch dieses Racks? Etwas über einer Kilowattstunde. In diesem Punkt haben Laufwerke wie etwa Festplatten mit ihren drehenden Teilen Mühe mitzuhalten, selbst wenn es beachtliche Kapazitäts- und Leistungszuwächse zu verzeichnen gilt.
NVMe
Vor wenigen Jahren kam mit NVMe ein Übertragungsprotokoll zum Einsatz, das auf das Koppeln von Flash-SSDs an den PCIe-Bus (derzeit PCIe 4) zugeschnitten war. NVMe over Fabrics (NVMe oF) ist eine Erweiterung des NVMe-Netzwerkprotokolls für Ethernet und Fibre Channel, das eine schnellere und effizientere Konnektivität zwischen Storage und Servern erlaubt. Es begünstigt zudem die Verringerung der CPU-Nutzung in Anwendungs-Hostservern. Da der Umweg über die CPU die meisten Anwendungen ausbremst, werden netzwerkgestützte Anwendungen performanter. Das käme den Anforderungen der IT-Nutzer entgegen.
Mit NVMe oF ließen sich performante und skalierbare All-Flash-Arrays (AFAs) aufbauen. In Kombination mit dem verlustfreien Fibre Channel bildet NVMe oF den nächsten Schritt in der Evolution von AFA. Unternehmensapplikationen können jetzt auf geteiltem Netzwerkspeicher laufen, der hohe Netzwerkübertragungsgeschwindigkeiten (128 GB/s) und eine größere Bandbreite – ohne Infiniband – unterstützt.
Das erlaubt die Konsolidierung von Applikations-Workloads im Rechenzentrum und die Abschaffung von Datensilos, die bis jetzt auf Direct Attached Storage (DAS) angewiesen waren. Dessen Latenzzeiten werden von NVMe oF erreicht oder unterboten. NVMe oF ist wesentlich effizienter hinsichtlich der I/O-Verarbeitung als iSCSI und macht die gesamte Architektur paralleler, wodurch Flaschenhälse in modernen Applikationen beseitigt werden.
Eine der idealen Anwendungen von NVMe oF sind Tier-0- und Tier-1-Block-Storage-Anwendungen wie Backup/Disaster Recovery. Vielfach werden auch File-Storage und Object-Storage unterstützt. Jüngste Produkte machen bereits Festplatten-Arrays, Hybrid-Arrays und sogar Mainframes Konkurrenz, sowohl bezüglich IOPS als auch bezüglich der Speicherkapazität im PB-Bereich anbelangt.
Der Aufbau des eBooks
Dieses eBook stellt zunächst die technologischen Grundlagen für heutige AFAs vor. Zwei weitere Kapitel widmen sich ausgewählten Hersteller von AFAs und ihren jüngsten Produkten. Dabei wird darauf Wert gelegt, die jeweiligen Merkmale und Vorteile eines Gerätes hervorzuheben, damit die Produkte voneinander unterscheidbar sind. Die Hersteller präsentieren stets auch vergleichende Übersichtstabellen.
Stand: 08.12.2025
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