Kommentar von Thomas Pavel, LSI

Was alles für die Einführung von SAS-Switching im Direct Attached Storage spricht

| Autor / Redakteur: Thomas Pavel / Nico Litzel

Der Autor: Thomas Pavel ist Director of Channel Sales EMEA bei LSI
Der Autor: Thomas Pavel ist Director of Channel Sales EMEA bei LSI

Schon seit einiger Zeit erleben DAS-Speicher (Direct Attached Storage) eine Renaissance. Was aber tun, wenn ein DAS an seine Kapazitätsgrenzen stößt, was beim heutigen Datenwachstum sehr schnell der Fall sein kann? Immerhin kann in einem DAS-Umfeld, bei dem alle Server-Ports belegt sind, Speicher nur noch über weitere Server hinzugefügt werden.

Das kann teuer werden und lässt „Speicherinseln“ entstehen. SAS-Switching kann eine kostengünstige und einfach einzusetzende Alternative für solche Server- und Storage-Installationen sein.

Wir haben die zehn wichtigsten Vorteile zusammengestellt, die SAS-Switching in einem Umfeld mit mehreren Servern und Speichern bietet und wie es Speicherprobleme im DAS-Umfeld lösen kann.

  • 1. Mehr Möglichkeiten: Switching erweitert die Möglichkeiten von SAS (Serial Attached SCSI) in einem DAS-Umfeld signifikant. Denn es ermöglicht, mehrere Server mit einem oder mehreren externen Speichersystemen zu verbinden – was Kosten in der Anschaffung spart, ohne die Möglichkeiten zur Erweiterung einzuschränken. SAS-Switching kann bis zu 1.000 Geräte unterstützen und macht damit selbst sehr große Strukturen und Tiered-Storage-Lösungen möglich.
  • 2. Ausfallsicherheit und Leistung wie ein SAN (Storage Area Network): SAS-Switching bietet alle Vorteile eines ausfallsicheren SANs mit der Leistung redundanter und nativer End-to-End-6-Gbit/s-SAS-Datenpfade. SAS-Switching bietet somit die gleichen Vorteile zur Konsolidierung wie Fibre Channel oder ein IP SAN – und das zu einem wesentlich günstigeren Preis.
  • 3. Latenz verringern: Geteilte und mit SAS-Switching versehene Storages befinden sich näher am Server, und das sogar in Netzwerken und Cloud-Szenarien. Damit reduziert sich die Latenzzeit, was die Zugriffsraten erhöht.
  • 4. Leistung beibehalten: In virtualisierten Umgebungen kann eine geteilte Speicherkapazität mit sinkenden Zugriffszeiten einhergehen. SAS-Switching bietet mit einem 6-Gbit/s-Protokoll eine geringe Latenz. Das hilft dabei, die Leistung des Speichersystems hochzuhalten.
  • 5. Ressourcen teilen: Mit SAS-Switching können Speicherressourcen über mehrere Hosts hinweg geteilt und verwaltet werden, indem SAS Zoning genutzt wird. Damit wird eine maximale Auslastung erreicht und „Speicherinseln“ werden vermieden.
  • 6. Einfache Verwaltung: SAS-Switching ermöglicht es Unternehmen, sowohl die Vorteile von Virtualisierung als auch die einfache Verwaltung von DAS in Anspruch zu nehmen. Beispielsweise umfasst das SAS-Switching von LSI ein Domainmanagement für die Port-Konfiguration, Zoning, Firmware-Verwaltung, Diagnose und die Ansicht der SAS-Struktur.
  • 7. Hohe Geschwindigkeit: Derzeit erhältliche SAS-Switches von LSI unterstützen 6 Gbit/s über jeden der 16 Vierwege-SAS-Ports, was kumuliert satte 24Gigabit/s pro Port oder 384 Gbit/s pro Switch bedeutet.
  • 8. Zukunftssichere Investition: Die nächste Generation von 12-Gbit/s-SAS wird rückwärts kompatibel mit 6- und 3 Gbit/s sein.
  • 9. Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten: Viele Umgebungen können von der Einführung von SAS-Switch-Technik profitieren: Umgebungen mit zahlreichen Servern und Speichern, Tiered-Storage oder Applikationen, die auf einen geteilten Storage Pool zugreifen.
  • 10. Kostenvorteil: Fibre Channel wird oft wegen seiner hohen Leistung eingesetzt, ist allerdings recht teuer. iSCSI ist etwas günstiger, allerdings nicht annähernd so leistungsstark. SAS-Switching bietet eine höhere Leistung bei geringeren Kosten. Außerdem gibt es einen Preisvorteil bei der Umsetzung von End-to-End-SAS-Servern zu Switch und externem Speicher.

Direct Attached Storage wird wegen seiner Flexibilität nach wie vor in vielen Unternehmen eingesetzt. Schien der Markt sich immer mehr in Richtung NAS und vor allem SAN zu bewegen, so bringt der enorme Kostendruck, dem die IT-Planer unterliegen, eine Renaissance des DAS-Speichers mit sich. Zurecht: Mit SAS-Switching kann eine DAS-Umgebung nahezu die gleichen Vorteile wie ein SAN erreichen – und das bei geringeren Kosten.

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