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Bearbeitung und Anpassung des Datenbestands Was bedeutet Datenmanipulation im Zusammenhang mit Datenbanken?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Im Zusammenhang mit Datenbanken versteht man unter Datenmanipulation den Prozess der Bearbeitung und Anpassung des Datenbestands einer Datenbank. Daten werden im Rahmen der Datenmanipulation verändert, eingefügt oder gelöscht. Hierfür kann eine sogenannte Datenmanipulationssprache (DML) verwendet werden. Bei relationalen Datenbankmanagementsystemen ist das oft SQL. SQL ist auch eine Data Definition Language (DDL) und erlaubt die Verwaltung und Definition der Datenstrukturen einer Datenbank.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der Begriff Datenmanipulation ist nicht eindeutig definiert. Er kann unterschiedlich verwendet werden, zum Beispiel im Sinne des unbefugten Veränderns oder Verfälschens von Daten. Die hier vorliegende Definition bezieht sich aber auf die Verwendung des Begriffs Datenmanipulation für den Prozess der Bearbeitung und Anpassung des Datenbestands einer Datenbank.

Im Rahmen der Datenmanipulation werden die Daten einer Datenbank angepasst, indem sie verändert, eingefügt oder gelöscht werden. Auch das Abfragen und Sortieren oder Anzeigen der Daten nach bestimmten Kriterien oder Sortierreihenfolgen fällt in der Regel unter den Oberbegriff Datenmanipulation. Das lässt sich daraus ableiten, dass die Daten einer Abfrage in einer „manipulierten“ Form zum Beispiel gefiltert oder sortiert ausgespielt werden.

Datenmanipulationen lassen sich manuell über Befehle beispielsweise mithilfe einer Datenmanipulationssprache oder automatisiert über Tools und Skripte ausführen. Datenbankmanagementsysteme sehen Mechanismen vor, die sicherzustellen, dass der Datenbestand bei einer vorgenommenen Datenmanipulation konsistent bleibt. Besonders wichtig ist das bei Datenbanken, auf die von mehreren Benutzern zugegriffen wird und bei denen mehrere Datenmanipulationen gleichzeitig ausgeführt werden können.

Die Bedeutung von Datenmanipulationssprachen wie SQL

Um Manipulationen am Datenbestand einer Datenbank vorzunehmen, bieten Datenbankmanagementsysteme in der Regel Schnittstellen für eine Datenmanipulationssprache (DML – Data Manipulation Language). Bei relationalen Datenbankmanagementsystemen ist das häufig die Datenmanipulationssprache SQL (Structured Query Language). Sie verfügt über Befehle zum Auswählen, Aktualisieren, Einfügen und Löschen von Daten.

SQL ist aber nicht nur DML, sondern gleichzeitig auch Data Definition Language (DDL). Als DDL erlaubt sie die Verwaltung einer Datenbank und das Definieren und Verändern ihrer Datenstrukturen. Beispielsweise lassen sich Datenbankobjekte wie Tabellen erzeugen oder löschen.

Darüber hinaus dient SQL als Data Control Language (DCL) und ermöglicht die Vergabe von Berechtigungen für bestimmte Datenobjekte an definierte Benutzer. Datenmanipulationssprachen können auch in universellen Programmiersprachen eingebettet sein. Dadurch werden Datenmanipulationen in Datenbanken aus dem jeweiligen Programmcode heraus durchführbar.

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